Archiv für Kategorie ‘kulturelles’

ton – steine – scherben

Monday, August 5th, 2013

wir liessen unser gepäck gleich im hotel und fuhren zum sonnenuntergang zu der ersten stelle der tonkrüge.

20130819-124749.jpg

die gefässe sind ca 2500 jahre alt und man weiss nur wenig darüber. es scheinen urnen zu sein, denn sie enthielten spuren von asche und grabbeigaben.

20130819-124737.jpg

von dem volk weiss man ansonsten nicht viel mehr, als dass sie sich um ihre toten sehr gekümmert hat.

20130819-124841.jpg

einige der kruege sind riesig, bis zu 2.5 m hoch und erstaunlich viele noch intakt.

20130819-124745.jpg

wir waren ueberrascht von der groesse der werke – kommt erst mit modell so richtig zur geltung.

20130819-124755.jpg

gleich neben den ersten kruegen war noch ein “feld” mit vielen weiteren.

20130819-124802.jpg

es sollen an dieser stelle total ueber 300 kruege sein.

20130819-125018.jpg

wir genossen den sonnenuntergang am ersten abend besonders, da ausser uns nur noch eine kleine touristengruppe unterwegs war und wir die atmosphäre richtig aufsaugen konnten.

20130819-125032.jpg

die steinscheiben waren anscheinend nicht als deckel für die urnen gedacht, sondern als eine art grabsteine. auf einem ist sogar noch ein relief zu erkennen.

20130819-124945.jpg

ponsavan war eines der stärksten bombardierten gebiete im geheimen krieg der usa 1967-1975. während 9 jahren erfolgte durchschnittlich alle 8 minuten ein bombenangriff. der verrostete russische panzer im wald deutet auch auf bodengefechte.

20130819-202334.jpg

30% der abgeworfenen bomben waren blindgänger, so dass sich heute noch durchschnittlich jeden zweiten tag eine explosion mit toten und/oder verwundeten ereignet. vor dem tourist office ist eine sammlung von gefundenem, ungefaehrlichem material.

20130819-124916.jpg

es gibt ca. 70 bekannte stellen mit diesen steinkrügen, wobei erst 7 freigeräumt wurden und für besucher innerhalb der markierungen freigegeben. wir waren uns gar nicht im klaren, dass laos so stark unter beschuss war und die bombenkrater sind noch immer sichtbar – teilweise in mitten der uralten steinernen gefässe.

20130819-202349.jpg

am nächsten tag machten wir uns gut ausgeschlafen auf den weg zur zweiten stelle. auch hier waren wir wieder die einzigen und konnten den speziellen ort geniessen.

20130819-124820.jpg

ein krug wurde schon vor jahren von einem baum gespalten.

20130819-124924.jpg

auch an anderen orten umarmt ein baum einen krug.

20130819-124938.jpg

auf einem nächsten hügel war nochmals eine ansammlung von krügen und steinscheiben zu sehen.

20130819-124825.jpg

der weg zur dritten fundstelle führte durch reisfelder – dank den regenschirmen vom ticketbüro erreichten wir das feld trocken und gut gelaunt.

20130819-125049.jpg

die quadratischen steine auf dem boden markieren die von blindgaengern befreiten wege – nicht sehr breit.

20130819-125043.jpg

als wir die steinkruege erreichten, hoerte der regen gerade auf.

20130819-125038.jpg

auch hier – steinkrüge nebeneinander in verschiedenen grössen und formen.

20130819-124930.jpg

wir hatten eigentlich noch nicht genug und hätten die anderen felder gerne noch angeschaut.

20130819-124832.jpg

allerdings drängte unser fahrer zum weiterfahren, da der regen die strasse innert kürzester zeit in eine schmierige piste verwandeln konnte – oder nach dem regen wieder trocknete.

20130819-124814.jpg

also wanderten bei leichtem regen wieder zurueck durch die reisfelder.

20130819-202325.jpg

den sonnenuntergang genossen wir noch einmal bei der ersten site – und wir hatten wieder viel ruhe und einen kurzen moment auch schönes licht, bevor wir zur busstation fuhren.

20130819-124731.jpg

wir teilten das tuktuk mit zwei franzosen, die freundlicherweise auch noch ein bild von uns machten.

20130819-124854.jpg

mit einem kleinen farbtupfer sieht es doch gleich etwas spannender aus.

20130819-124848.jpg

 

einige “sites” waren auf anhoehen, so dass wir einen tollen blick in die ebene hatten.

20130819-125009.jpg

bei dem licht weckten die uralten steine definitiv den irren blick und unsere speicherkarte fuellte sich. daher fuer den interessierten leser noch einige bilder ohne text.

20130819-125002.jpg

20130819-124955.jpg

20130819-202355.jpg

20130819-125059.jpg

20130821-220042.jpg


mandalay eindrücke

Thursday, July 18th, 2013

fuer heute haben wir uns ein auto gemietet und entdecken mandalay. der erste halt ist ein unscheinbares geschäft für thakana.

20130727-214043.jpg

Burmesen schwören auf Thakana – eine Mischung aus geriebenem Sandelholz und Wasser. Sie streichen es auf die haut und es wirkt als Sonnenschutz oder als Hautcreme. Teilweise auch in lustigen Mustern. Auf dem Bild ist es vor allem bei der Dame rechts zu erkennen.

20130731-064500.jpg

Selbstverständlich können wir nicht ohne dieses wundermittel nach Hause fahren. im laden sahen wir die betagte besitzerin nur im hintergrund am telefon, doch die beiden verkaeufer halfen uns schnell weiter.

20130727-214057.jpg

der naechste halt war die kuthodaw pagode. sie beherbergt das groesste buch der welt – ueber 700 beschriftete marmorplatten, und für jede wurde ein einzelnes “haus” gebaut.

20130729-095303.jpg

die tafeln selbst sind ca. 1m hoch und aus marmor.

20130729-105300.jpg

die fertigstellung dauerte ueber 7 jahre, und wenn man jeden tag 8 stunden lesen wuerde, braeuchte man ca 450 Tage, um die dreiteilige buddhistische Lehre zu lesen.

20130729-095221.jpg

die schrift ist gut erhalten – anscheinend sei sie bei der erstellung in gold gewesen.

20130729-105252.jpg

selbstverstaendlich sind die einzelnen stupas um eine grosse pagode angeordnet – allerdings ist sie nicht vergoldet, sondern nur goldfarben.

20130729-095240.jpg

auch hier hat es einen buddha, dem gläubige opfergaben vorbeibringen – er hat natuerlich die obligaten led lampen hinter dem kopf und die gluehbirnen, die man fuer eine spende anzuenden kann. alles in detailreicher wanddekoration.

20130729-095315.jpg

gleich nebenan war das shwenandaw kloster – beim eintrittsschild konnten wir die rasante veraenderung myanmars gleich beobachten – ein schild wies darauf hin, dass seit dem 15. juli 2013 die eintrittsgelder fuer oeffentliche museen nicht mehr in USD oder EURO bezahlt werden koennen, sondern nur noch in der landeswaehrung kyat.

20130728-233418.jpg

es ist der einzige teil, der vom grossen palast noch uebrig ist, da es bereits 1880, lange vor der feuersbrunst 1945 an die jetztige stelle ausserhalb der palastmauern gezügelt wurde.

20130729-095324.jpg

die holzschnitzereien lassen erahnen, wie der palast ausgesehen haben muss.

20130729-095333.jpg

im innern sei alles vergoldet gewesen, heute sind nur noch leichte spuren davon zu sehen.

20130729-095937.jpg

der kleine junge lernt einen unverkrampften umgang mit den uralten schnitzereien – und der moench schien die kommunikation zu schaetzen.

20130729-095358.jpg

nachdem der mönch um ein bild mit uns bat (auf seinem smart phone, in daniels hand), freuten wir uns natuerlich auch ueber ein gemeinsames bild – daniel war einmal mehr farblich perfekt abgestimmt.

20130729-095341.jpg

gleich hinter dem kloster war eine wiederaufgebaute ordinationshalle, welche die dimensionen der früheren gebäude erahnen liess.

20130729-095945.jpg
vor unserem naechsten pagodenbesuch mussten wir blattgold organisieren. in der 36. strasse sind die meisten blattgoldhersteller und das strassenleben war einmal mehr ein bild fuer sich. besonders gefielen uns die beiden jungs, die mitten auf der strasse auf der rechten seite federball spielten.

20130727-221525.jpg

um battgold herzustellen wird das gold erst fein gewalzt und anschliessend auf speziellem bambuspapier einen tag lang gehaemmert.

20130727-221541.jpg

wenn es flach genug ist, dann packen die damen es gekonnt auf genormte papierquadrate, damit sie so verkauft werden koennen.

20130727-221613.jpg

als kleinen verkaufsanreiz klebte die verkaeuferin uns ein stueck ins gesicht.

20130727-221634.jpg

es schien ein beliebter verkaufstrick zu sein, denn wir sahen anschliessend mehrere touristen mit den gleichen goldflecken im gesicht.

20130727-221714.jpg

 

bei der mahamuni pagode hiess es wie bei allen pagoden “schuhe aus” und es gab auch schuhschliessfaecher, die man fuer eine kleine spende benutzen konnte.

20130728-233555.jpg

der weg zum buddha war aus allen vier himmelsrichtungen gesaeumt mit verkaufsstaenden. entgegen unseren erwartungen waren wir auslaender ueberhaupt nicht die zielgruppe, so dass wir ganz gemuetlich durchlaufen konnten und sehen, wie die leute richtig in den staenden lebten.

20130728-233641.jpg

das sortiment war einerseits auf glaeubige abgestimmt.

20130728-233626.jpg

bei anderen staenden gab es eher ein gemischtes sortiment – buddha bilder, raeucherstaebchen und goldene stoffeulen.

20130728-233720.jpg

die kinderfaenger durften auch nicht fehlen, wobei sich hier auf dem stuhl ein buesi dazwischen geschlichen hat.

20130728-233853.jpg

wir setzten uns an eine ecke, um das emsige treiben auf uns wirken zu lassen und wir konnten sehen, dass auch ein moench sich eine kitschige buddha statue wuenscht.

20130728-233659.jpg

dann naeherten wir uns dem beruehmten buddha, der mit den jahren von den glaeubigen so mit blattgold zugeklebt wurde, dass die originalform kaum mehr zu erkennen ist. fotos zeigen die form von 1901 und 1935.

20130728-233740.jpg

auf den aufnahmen von 1984 und 2010 sieht man deutlich die “verunstaltung”. wieviel gold drauf ist, weiss niemand, aber es wird geschaetzt, dass alleine am arm ca 25cm darauf liegen.

20130728-233750.jpg

frauen duerfen sich dem buddha nicht naehern, sie verweilen draussen und beten zu ihm – einige haben auch ihren picknick korb mitgenommen.

20130728-233841.jpg

von draussen konnte ich soviel erspaehen, waehrend dani sich mit unserem blattgold bewaffnet auf zum buddha machte.

20130728-233819.jpg

er durfte schon in die warteposition hinter dem gitter, bevor ihm alle sagten, dass ab 16h der buddha fuer besucher gesperrt sei – und es war genau 16h. er koenne am naechsten morgen um 4h wieder kommen.

20130728-233827.jpg

das war schon etwas enttaeuschend, aber wir genossen die stimmung sehr und liessen die lebendigen situationen auf uns wirken.

20130728-233810.jpg

draussen wurde gerade der platz vor der pagode geputzt und die herren hatten offensichtlich viel spass an der wasserschlacht.

20130728-233729.jpg

beim osetlichen seitengang haben sich handwerker angesiedelt, die alles fuer den glaeubigen haushalt herstellen. auch hier waren die werkstaetten die wohnungen der besitzer, so dass man im hintergrund eine kueche und betten sehen konnte – auch kinder spielten froehlich zwischen den auslagen.

20130728-233546.jpg

wem nach weniger ist, der kann sich hier den goldenen bilderrahmen fuer sein lieblingsbuddhabild anfertigen lassen.

20130728-233502.jpg

schwarze buddha figuren wuerden nach erfolgreichem verkauf vergoldet.

20130728-233512.jpg

bei der einen dame konnten wir gerade zuschauen, wie sie blattgold auf eine statue auftrug.

20130728-233518.jpg

erst wurde lack aufgetragen, danach das blattgold festgedrueckt und nochmals mit lack uebermalt.

20130729-100055.jpg

ein weiteres, in mandalay verankertes handwerk ist die seidenweberei.

20130728-233439.jpg

die weberinnen haben ueber dem webstuhl ein “webmuster”, nachdem sie die verschiedenen muster direkt einweben.

20130728-233449.jpg

die farben glaenzen wunderschoen und es ist unglaublich, wieviel zeit in so einen schal geht. beim besuch im angrenzenden laden konnten wir allerdings dem kaufrausch widerstehen.

20130728-233431.jpg

fuers abendessen fuhren wir an die uferpromenade des flusses. das leben findet hauptsaechlich draussen statt, so dass es fuer uns wie ein unterhaltungsprogramm war.

20130729-100002.jpg

frischgefangener fisch wurde mit blaettern und eis transportbereit gemacht.

20130729-105309.jpg

die tankstelle verkaufte oel und benzin in getraenkeflaschen abgefuellt, nicht zu verwechseln mit den cola, fanta uns sprite mitten im sortiment.

20130729-100116.jpg

ein hahn freute sich ueber den verlorenen maiskolben auf der strasse und wurde mehrmals beinahe ueberfahren – hier der stunt vor dem bus. ja, er hat es ueberlebt!

20130729-095953.jpg

am fluss selbst waren viele leute am baden, waschen oder kamen gerade mit dem boot an.

20130729-105323.jpg

unser restaurant direkt am ufer hatte einige katzen, die sich um die essensreste kuemmerten – und auch als fotomodell posierten. ein schoener abschluss fuer einen vollen tag.

20130729-105333.jpg


per schiff zum höhlentempel

Sunday, July 14th, 2013

Ein Tempel war am schoensten per schiff zu erreichen – eine ideale kombination fuer eine sonnenuntergangsfahrt auf dem ayarwaddi. wir charterten ein boot und legten los.

20130724-230033.jpg

das wetter war sehr schoen und ich genoss den fahrtwind.

20130724-224743.jpg

wir fuhren vorbei an den doerfern, die ganz ans wasser gebaut waren und es herrschte ein emsiges treiben – viele waren gerade dabei, die abenddusche zu nehmen.

20130728-232609.jpg

mit einem lauten “platsch!” liessen sich die kinder von den baeumen ins wasser fallen (ca 4m hoch), plantschten im wasser herum und im hintergrund war immer mal wieder eine pagode zu sehen.

20130725-184521.jpg

das ufer wurde steiler und die schatten laenger

20130724-230018.jpg

wir legten an und der bootsfuehrer zeigte uns den trampelpfad zum tempel.

20130725-184500.jpg

von aussen war er eher unscheinbar und wir wunderten uns ein bisschen, ob der weg nicht etwas zu weit war.

20130725-184510.jpg

im innern erwartete uns ein moench und zeigte mit der taschenlampe die reliefs an den waenden. dann fuehrte er uns zu den meditationshoelen – gaenge im hinteren teil des tempels, die ohne taschenlampe komplett dunkel waren – und trotzdem sehr warm. wir genossen die stille und die dunkelheit. wobei wir bis zum schluss nicht ganz verstanden, was der moench uns sagen wollte – doch das war eigentlich unwichtig.

20130725-184439.jpg

danach stiegen wir noch im schoensten abendlicht – begleitet von den hunden, die hier zu leben schienen und dem moench normalerweise ankuendigen, wenn besucher vom fluss her kommen.

20130725-184450.jpg

das abendlicht war wunderschoen und der meister beeindruckte uns. er lebt schon seit 25 jahren als moench, die meiste zeit hier oben, alleine, denn das zugehoerige kloster wurde schon vor einigen jahren wegen baufaelligkeit geschlossen.

20130725-184428.jpg


pagoden in bagan

Saturday, July 13th, 2013

bagan ist des zentrum der pagondenlandschaft in zentralmyanmar. gemäss reiseführer gibt es ca 2500 registrierte pagoden, tempel und klöster

20130724-182304.jpg

die meisten wurden vor 800- 1000 jahren gebaut, zur blütezeit des reiches.

20130726-215149.jpg

leider hat der bau und der unterhalt zu viele resourcen verbraucht, so dass das reich unterging.

20130724-182522.jpg

viele anlagen haben 1975 bei einem erdbeben stark gelitten und wurden teilweise renoviert – allerdings nicht allzu sorgfaeltig, so dass die unesco bagan bisher noch nicht zum weltkulturerbe ernannt hat.

20130727-221915.jpg

 

fortbewegungsmittel

die anlage zeigt sich beeindruckend und vor allem gross. während ich eine kleine pause einlegte, ging dani mit dem velo auf erkundungstour – allerdings bei den temperature nicht gerade das ideale fortbwegungsmittel fuer die mittagsstunen.

20130724-182201.jpg

Ansonsten wählten wir die pferdekutsche alstransportmittel, so gaben wir den kutschern (und den pferden) auch in der nebensaison einen Job. Auch kennen die kutscher die spannenden Tempel und ausgucke, so dass wir tolle Ecken entdeckten.

20130726-215252.jpg

nachdem es auch in der hochsaison nur ca 250 kutschen gibt, waren wir froh zur regenzeit hier zu sein – sowohl die preise wie auch die verfuegbarkeiten waren jetzt sehr angenehm.

20130724-182039.jpg

sonnenuntergänge

Im warmen licht des Sonnenuntergangs strahlten die Bauwerke besonders schön. Am ersten Abend brachte uns der Pferdekutschen zur goldenen bupaya Pagode.

20130724-182243.jpg

Mit ihrer goldenen farbe reflektiert die über 1000 jährige stupa das licht besonders intensiv.

20130724-182252.jpg

Am nächsten Abend pilgerten wir wie fast alle anderen Touristen zur shwesandaw Pagode. Steil gingen die Treppen hoch.

20130726-215738.jpg

Und die mühen wurden mit einem unvergesslichen Ausblick belohnt.

20130724-182152.jpg

nicht nur die pagoden leuchteten – auch unsere augen und gesichter.

20130724-182118.jpg

nach dem untergang der sonne zeigte sich schon der mond am himmel.

20130724-182138.jpg

doch hatten wir nicht jeden abend glueck mit der sonne – auch hier verdeckten wolken die untergehende sonne.

20130726-215533.jpg

fuer ein erinnerungsbild reichte es aber alleweil.

20130726-215547.jpg

ein weiterer schöner Ort für einen Sonnenuntergang war unser hotelzimmer – wir blicktendirekt auf den Fluss und wie bestellt war ein Fischer am Netze einholen.

20130724-182234.jpg

sonnenaufgänge

Der zweite schöne Moment des Tages ist der Sonnenaufgang, wenn die pagoden langsam farbe annehmen.

20130724-182546.jpg

in der regenzeit ist der charakteristische bodennebel leider nicht da, doch es war trotzdem traumhaft schoen.

20130724-182535.jpg

der sonnenaufgang war aufgrund der wolken nicht immer so schoen, so dass wir uns sehr ueber das gebaeude vor der hoteltuere freuten, welches wir problemlos erklimmen konnten.

20130726-215514.jpg

Daniel wagte sich sogar noch ein stockwerk hoeher.

 

 

20130726-215800.jpg

ich hingegen genoss den ausblick von der plattform.

20130726-215128.jpg

bereits um zehn uhr war es zu warm, um noch weitere pagoden zu bestaunen  – und wir kehrten dann ins hotel zur siesta zurueck.

20130724-182100.jpg

buddhas

Jede Pagode beherbergt mindestens einen Buddha, meist ist es ein hauptbuddha und entwederhat es weitere in den nebengebaeuden und/oder in allen vier himmelsrichtungen der pagoda – im gleichen stil, aber doch immer irgendwie anders.

20130726-215847.jpg

die meisten buddhas waren in der gleichen pose gestaltet.

20130726-215258.jpg

Der größte, den wir sahen, passte kaum in die Pagode – und aufs Bild passte trotz Weitwinkelobjektiv nur knapp die Hand. (Dani hat sich als Maßstab zur Verfügung gestellt)

20130724-182416.jpg

Oft ist neben dem Buddha ein Fernsehgerät, welches andere Buddhas ab DVD zeigt – hier schön in der linken Ecke zu sehen. Die DVDs werden auch verkauft.

20130726-215859.jpg

An vielen stellen gab es jeweils 8 Buddhas, die die 8 Wochentage myanmars repräsentieren. (Mittwoch gilt als zwei Tage).

20130726-215443.jpg

Es bringt Glück, den Buddha seines Wochentages zu waschen, was wir natürlich auch taten.

20130724-182512.jpg

vor fast jedem Buddha steht eine spendenbox, auf birmanisch steht angeschrieben, wofuer genau die spende ist. anstelle von kerzen zuendet man nach getaner spende eine bunte gluehbirne an.

20130726-215500.jpg

viele buddhas waren schon sehr alt – und meist golden. oft war es selbst mit dem weitwinkelobjektiv nicht moeglich, mehr als nur einen ausschnitt des buddhas abzulichten.

20130726-215304.jpg

shwezigon Pagode

Wie der Name sagt, handelt es sich hier um eine Goldene Pagode. Sie wird sehr rege genutzt.

20130726-215156.jpg

bei sonnenschein glaenzt die goldene farbe fast unwirklich.

20130724-182211.jpg

die verzierungen heben sich kaum ab.

20130724-182220.jpg

bei bewoelkung sieht es wieder ganz anders aus.

20130726-215204.jpg

besonders gefiel uns, dass auch hier die glaeubigen den tempel lebendig gestalten.

20130726-215238.jpg

fasziniert beobachteten wir die moenche, die technisch voll ausgestattet auch ihre erinnerungsbilder schossen.

20130726-215245.jpg

die kinder spielten ungehemmt im tempel und der kleine junge wollte unbedingt fotografiert warden und warf sich in die lustigsten posen, so dass das abdruecken nicht immer ganz einfach war vor lauter lachen.

20130726-215210.jpg

fuer 50 rappen kauften wir auf der nicht so touristischen seite ein “opferset” mit wasser, brot, eucalyptus und kokosmilch. eine birmanin fragte mich nach meinem geburtswochentag und uebernahm auch noch gleich die beschwoerung der geister.

20130726-215215.jpg

souvenirs

an den pagoden erwarteten uns viele souvenirstaende, allerdings konnten wir uns nicht so richtig fuer etwas erwaermen.

20130726-215835.jpg

marionetten leuchteten bunt in der sonne.

20130724-182408.jpg

gerne haetten wir das handwerk unterstuetzt, doch irgendwie past so ein objekt weder in unser gepaek noch in unsere wohnung.

20130724-182430.jpg

die verkaeufer waren weniger penetrant als erwartet – bei kleineren pagoden hatten sie ein nummern-system, dass fuer jeden tourist nur bestimmte laeden “offen” hatten. der effekt in der nebensaison waren dann doch sehr grosse, mittleidserregende augen – und ein hart-bleiben meinerseits fuehrte zu einem sehr impulsiven, birmanischen ausspruch der einen verkaeuferin.

20130724-182447.jpg

Dekorationen

Innerhalb der Pagoden waren verschiedenste Dekorationen. Oft waren es Reliefs.

20130724-182502.jpg

oder wandbemalungen – leider oft verblasst.

20130726-215609.jpg

auch an den aussenwaenden der pagoden sind darstellungen aus dem leben buddhas zu finden.

20130726-215136.jpg

ein grossteil der reliefs wurde jedoch von schatzsuchern entfernt, es hat kaum mehr vollstaendige.

20130726-215524.jpg

fotosession

zufaelligerweise sah ich bei der shwezigon pagode, dass gerade ein fotoshooting stattfand – und ich drufte mitknipsen. Richard aus kalifornien sei nur reich, nicht beruehmt – und ich darf die bilder nicht kommerziell nutzen – der katzenblog ist ja nicht kommerziell.

20130726-215431.jpg

erst im nachhinein fiel Daniel auf, dass die hinteren beiden moenche die schirme in der falschen hand hielten, so dass das bild bei genauerem hinschauen nicht ganz rund wirkt, bzw. das gesicht des hintersten moenchs oft verdeckt war.

20130726-215417.jpg

es war schoen, wie ich einfach so von den tollen motiven profitieren konnte.

20130726-215353.jpg

nicht alle jungs schienen es gleich zu geniessen.

20130726-215346.jpg

eine fotosession der aneren art erlaubte uns der bauer mit seinem ochsenkarren, der unseren weg kreuzte.

20130726-215654.jpg

es schien, als ob er nur fuer uns malerisch vor den pagoden posierte und auch die ochsen schauten brav in die kamera.

20130727-221930.jpg

 weitere bilder

und nachdem wahrscheinlich nur noch wir einen unterschied in den pagoden und bildern sehen, hier noch einige aus der selektion, die auch einfach ignoriert warden koennen.

20130726-215143.jpg

20130726-215310.jpg

 

20130726-215322.jpg

20130726-215332.jpg

20130726-215339.jpg

 


drei pagoden in yangon

Wednesday, July 10th, 2013

Pagoden sind in Myanmar allgegenwärtig und werden auch aktiv als Gebetshäuser genutzt. die sule – pagode ist zu einem roundabout geworden und steht mitten in der Stadt und eine gute Orientierungshilfe.

20130724-120738.jpg

wir besuchten die pagode als erste und verwechselten die spendenbox der schuhaufpasserin mit dem eintrittsgeld, so dass wir als grosszügige spender erschienen. die pagoden stehen jeweils im zentrum und drumherum sind verschiedene “gebäude”, in denen verschiedene buddahs sind. die können auch direkt an die pagode angebaut werden.

20130724-124425.jpg

ich erstand ein vöglechen, welches ich zu ehren buddhas fliegen lassen durfte – es verhielt sich erstaunlich ruhig in meinen händen, bevor ich es frei liess. ich war aber so nervös, dass ich vergass, den buddha um etwas zu bitten. immerhin hörte der regen danach auf.

20130724-124540.jpg

am fluss lag die botataung pagode, die von außen eher unscheinbar ist.

20130724-125258.jpg

Auch sie hat einige Nebengebäude.

20130724-125250.jpg

In diesen ist meist ein weiterer Buddha, zu dem man beten kann. Dort ist ersichtlich, dass die tempel und pagoden sehr aktiv genutzt. dies äussert sich auch in der integration von neueren technologien wie led lampen hinter dem buddah, oder dass man statt einer kerze eine glühbirne entzündet, was unser harmoniegefühl doch eher herausfordert.

20130724-124356.jpg

Diese Nebengebäude sind innen angenehm kühl und sie dienen auch als Aufenthaltsraum für die Gläubigen, die hier ein Schläfchen halten, quatschen oder sonst die zeit vertreiben.

20130724-124335.jpg

Vor jedem Buddha hat es eine spendenbox, die jeweils extrem voll ist. Der Mann hinter dem spendenzentrumtisch nimmt auch spenden mit wünschen entgegen.

20130724-124344.jpg

in die haupt pagode konnte man sogar reingehen und die reliquie, ein haar buddahs, sehen. im innern war alles vergoldet – der schein war unwirklich.

20130724-124328.jpg

Der weg zu einem weiteren Nebengebäude führte über einen Teich, in dem wir Welse und unzählige wasserschildkröten verschiedenster Gattungen sahen. Wahrscheinlich sind diese auch spenden für Buddha, nur dass sie nicht so einfach wegfliegen wie die Vögel.

20130724-125324.jpg

Für uns unfassbar waren die vielen Opfergaben – neben Geld, lotusblüten und weihrauchstäbchen sahen wir sehr viele essensgaben (nur am morgen, da Buddha nur bis 12h isst). Wir fragten uns,was denn mit den gaben geschieht, wenn Buddha fertig gegessen hat. Die Krähen waren eher die Ausnahme. Aber darauf würden wir sicher noch eine Antwort finden.

20130724-125309.jpg

Die bekannteste Pagode in Yangon, wenn nicht sogar von ganz Myanmar ist die shwedagon Pagode. Sie ist etwas außerhalb vom Zentrum und die stupa ist mit Blattgold bezogen, ca 9,75 Tonnen Gold.

20130724-125335.jpg

Der Treppenaufgang ist gesäumt von. Geschäften, die vor allem Devotionalien verkaufen. Touristen sind nicht mal die hauptzielgruppe, was für uns seh ungewöhnlich war – so konnten wir in Ruhe das Angebot studieren.

20130724-124610.jpg

Die Pagode selbst ist von vielen kleinen Türmchen und Schreinen umgeben, in denen wieder Buddhas für spezielle Anliegen oder Zielgruppen sind.

20130724-124416.jpg

Die zahlreichen Nebengebäude hatten jeweils noch mehr Buddhas in allen Positionen und Größen. Hier nur ein Beispiel.

20130724-182815.jpg

Wir waren überwältigt von den Eindrücken und entschieden uns, gegenüber dem Buddha für die am Samstag geborenen, einfach hinzusetzen und zu beobachten – besser als jedes Fernsehprogramm!

20130724-124404.jpg

Besonders gefiel uns, dass die Pagode von einheimischen aller Altersgruppen besucht wurde und auch für moderne Birmanen einer Rolle spielt – auch hier werden neue Technologien eingebunden. Wir bemerkten kaum, wie die zeit verstrich und freuten uns Schon auf den Besuch der nächsten Pagode.

20130724-182752.jpg


die schatzinsel

Thursday, May 9th, 2013

heute war es endlich soweit, dass wir das weihnachtsgeschenk von max und mattia einlösen konnten – ein besuch in der oper! nach der begutachtung des orchestergrabens nahmen wir unsere plätze ein und folgten gespannt der aufführung der schatzinsel.

anschliessend fuhren wir zu uns heim und es gab ein grillznacht – wobei wir bei dem schlechten wetter so kurz wie möglich draussen blieben und gemütlich drinnen assen. ein sehr schöner tag!


sechseläuten

Monday, April 15th, 2013

zum ersten mal musste ich nicht arbeiten an sechseläuten, so dass ich mit freuden mit patricia, sanni und carmen ein plätzchen für den umzug suchte. das grün des gastkantons st.gallen war omnipräsent und ihr motto vom baby jail song weckte erinnerungen an die teenagerzeit.

parkplätze für pferdekutschen wurden schon lange abgeschafft, doch das fahrgespann war sehr kreativ, die bedienung des restaurants servierte problemlos auch nach draussen.

gut ausgerüstet mit hobelkäse und weisswein warteten wir auf den beginn der parade.

pompös zogen die zünfte vorbei. vor lauter panik vor erneuter papieransamlung kaufte ich kein programm, so dass ich die vielen ehrengäste gar nicht erkannte.

wobei auch nicht immer klar war, ob es wirklich ehrengäste waren oder gut angezogene zünfter.

doch ehrengäste und promis sind ja nur halb so wichtig wie andy und reto bei der weggen zunft.

ganz traditionell war ich mit blumen ausgerüstet und bekam küsschen und feine brötchen – passten perfekt zum käse und weisswein.

wir kämpften uns noch vor ende des umzugs durch richtung böögg – mit einem kurzen foto stop auf der gemüsebrücke.

dann versuchten wir uns richtung sechseläutenwiese vorzukämpfen, was bei dem andrang von leuten fast unmöglich war.

wir wählten eine seitengasse, von wo wir zumindest sicht auf den böögg hatten, wenn auch mit vielen bäumen davor. die flammen loderten, die ersten knaller waren schon explodiert, doch wir warteten lange auf den erlösenden lauten knall des kopfes. nach endlosen 35 minuten und 11 sekunden war der spuk vorbei.

wir hatten genug von der menschenmenge und verzogen uns richtung rimini, um die sommer saison mit einer pizza und einem barbara zu eröffnen. auf dem weg sahen wir noch zeichen der festivitäten, schön, wenn zürichs strassen für einmal etwas bunter sind!

 


sevilla im ausnahmezustand

Thursday, March 28th, 2013

an gründonnerstag ist in sevilla der höhepunkt der karwochen prozessionen – soweit wir den plan verstanden haben, waren für den heutigen tag ca 8 prozessionen geplant, die letzte würde ihre kirche erst gegen mitternacht beginnen. im hinblick auf die anstrengenden aussichten während der prozessionen, nahmen wir es eher ruhig und ich verbrauchte nicht zuviel energie und speicherplatz für “normale” sehenswürdigkeiten, die wären dann ja bei einem zweiten besuch auch noch da.  aber so ganz ohne geht es dann doch nicht, hier ein bunt verzierter hauseingang.

der metropol parasol ist erst seit 2011 fertig und verleiht dem platz eine spezielle atmosphäre.

im gegensatz zu ronda, wo die trachten nur bei drei frauen im umzug getragen wurden, scheint es in sevilla durchaus üblich, sich auch als zuschauerinnen im traditionellen schwarz zu kleiden.

die meisten balkone waren rot/gold abgedeckt und an jeder ecke sahen wir bereits gekleidete büsser auf dem weg zu “ihrer” kirche.

auf dem weg zum startpunkt der ersten prozession beobachteten wir wie die büsser in der kirche “einchecken”.

beim eingang gibt es dann doch eine gesichtskontrolle, d.h. die büsser müssen den hut kurz abheben.

die ersten prozessionen beginnen schon nachmittags und vor der kirche warten tausende. den rest der gruppe verlor ich bereits vor beginn der ersten prozession, aber das war ja nicht weiter schlimm – es wäre wohl sowieso zu schwierig gewesen, mehr als 2 personen zu koordinieren. zuerst kamen die büsser aus der kirche – es waren unzählige, diesmal mit weissen hüten.

leider konnte ich hier nicht wie in ronda einen guten platz zum fotografieren finden, also teilte ich mir einen container mit einigen kindern – die waren zwar ab und zu im bild, doch durchaus auch ein motiv. eine freundliche spanierin mit ihrem holländischen mann gaben mir gute tips.

die jesus statue ging erst zur nachbarskirche, um den dortigen jesus zu grüssen, da dieser aufgrund des schlechten wetters am vortag nicht wie geplant nach draussen konnte. (so eine englischsprechende spanierin als nachbarin ist gold wert!)

als zweites kam maria aus der kirche und der platz wurde still (was in spanien durchaus sehr ungewöhnlich ist). sie wurde von einem kleinen balkon neben der türe von einer älteren sängerin (ohne mikrofon) angesungen – der ton war etwas leise aber ging durch mark und bein. anschliessend wurde maria noch mit blütenblättern überschüttet – ein schönes bild, obwohl der baum stört.

gerne wollte ich nun richtung parasol gehen, eigentlich gleich um die ecke, um dort eine andere prozession zu sehen. doch bei vielen strassen war kein durchkommen – luzerner fasnacht ist da für anfänger. also veränderte ich die taktik, ich wartete einfach, bis eine statue vorbeigetragen wurde. hier kam gerade eine maria vorbei. vor meinem standpunkt hielt sie gerade an und die kerzen wurden wieder angezündet.

während dieser zeit kam der ganze zug zum stillstand, so dass die motive ruhig standen und ich den bildaufbau überlegen konnte.

die schwierigkeit bestand dann eher darin, dass keine anderen leute gerade vor das motiv standen. oft waren es auch fotografen, die sich überhaupt nicht um den zug zu scheren schienen und rücksichtslos durch die büsser liefen.

den grund für die kinder in der ersten zuschauerreihe war schnell erkannt: einige büsser verteilten süssigkeiten aus ihren taschen.

die grossen statuen werden von jungen männern getragen, die gut an den tüchern auf dem kopf zu erkennen sind. wenn sie mit der last umherlaufen, sehen sie nichts.

sie bewegen sich auf die zurufe und klopfzeichen von einem herrn im anzug.

bei einer pause können sie sich kurz setzen, danach geht es aber wieder hoch. jeder trägt eine last von ca 60kg auf dem nacken.

ein langer umweg führte mich zum parasol, wo ich einen zug in voller länge sehen konnte. sie sind immer gleich aufgebaut. zuerst kommen die büsser mit ihren hüten. viele sind in den socken oder barfuss unterwegs. je nach kirche sind es bis zu 1000 büsser.

einige büsser tragen auch ein symbolisches kreuz durch die strassen. jede kirche hat eine unterschiedliche farbkombination von hüten und kleidern.

dann kommt die heiligenfigur, im ersten zug wird jesus durch die strassen getragen.

die träger der statuen werden regelmässig abgelöst – ich wurde gerade zeuge von einem schichtwechsel.

gleich dahinter läuft die kapelle, die mit trommeln und trompeten den marsch begleitet.

die herausgeputzten kapellen sind nicht von der kirche selbst, sie werden jeweils “angemietet”.

einige der trompeten sind sehr klein und ihre musik ist für unsere ohren eher unharmonisch, aber es passt wunderbar zu der szenerie, vor allem im dunkeln ist es sehr gespenstisch.

vom balkon stehten die bewohner in der ersten reihe auge in auge mit den figuren.

doch was von weitem noch wie ehrfürchtiges beten aussieht, könnte bei näherer betrachtung fast als langeweile interpretiert werden.

erwartungsgemäss bahnte sich nach dem jesus zug  auch maria mit ihren begleitern durch die menschenmenge.

nach so viel rummel fand ich endlich ein plätzchen zum sitzen und was zu essen. aber auch dort jagte ein motiv das nächste.

von weitem konnte ich die musik einer prozession in der nähe hören, doch ich brauchte beim besten willen eine pause.

die büsser, die wir  am nachmittag beim einchecken gesehen hatten, traf ich nach einbruch der dunkelheit wieder an

wenn der zug zum halt kam, scharten sich die kinder um die büsser und baten um etwas wachs aus den langen kerzen, um diese auf eine kleine alu-kugel tropfen zu lassen und die wachskugel im verlauf des abends immer weiter wuchs.

mit einer wachsschnur wurden die erloschenen kerzen wieder neu entfacht.

zwischen zwei prozessionen schaffte ich es sogar auf den balkon beim parasol und hatte einen guten blick auf den start einer nächsten prozession, wenn auch nur auf einen kleinen bereich des geschehens.

auf dem weg zum bus kam ich nochmals ins gedränge und hatte ein wiedersehen mit dem jesus vom parasol, der schon auf dem heimweg war.

und wo ein jesus, da kann auch eine maria nicht weit sein! und gerade an meinem standpunkt (mit blick auf den turm der kathedrale) dreht sich die statue um die eigene achse und wird als dankeschön vom hausdach mit blütenblättern beworfen.

die menge der blütenblätter war unglaublich – sie waren echt und nicht aus papier – definitv angenehmer als die konfetti. die strassen waren noch voll, als ich mich auf den weg zum bus machte – 2h heimfahrt vergingen wie im flug.


entdeckungsreise in die umgebung

Monday, March 18th, 2013

nicht schlecht staunte ich am montag morgen über den schneefall auf dem weg zum bahnhof. am bahnhof half mir ein freundlicher herr beim ticketkauf und los gings. das kleine kind gleich hinter meinem sitz stellte mit freudigen ausrufen direkt hinter meinem linken ohr sicher, dass ich auf keinen fall noch etwas schlafen konnte, kaum entspannte ich mich kurz, schreckten mich die schallwellen im oberen frequenzbereich wieder auf – und immer auf die gleiche stelle!

in der gegend sind die leute nicht nur beim ticketautomaten unglaublich kommunikativ. von einem “ihr schnürsenkel ist offen” in der bahn, “der nächste fährt 11:19, die uhr ist dort drüben” an der bushaltestelle bis zur handfesten kommunikation einer alten dame die mich mit einem sanften griff an den hintern vom gehsteig wegschob, offensichtlich stand ich ihr im weg. ich beschloss, mich den lokalen gegebenheiten anzupassen und raunte der dame, die sich dem busfahrplan näherte ein “in drei minuten” zu. sie schien sich nicht weiter zu wundern, schaute nicht weiter auf den plan und bedankte sich für die information.

in der porzellanmanufaktur nahm ich an der “tonführung” durch die schauwerkstatt teil und hatte keine grossen erwartungen. nach einem film sahen wir in einem raum einem herrn zu, der an der fussbetriebenen töpferscheibe mit ruhiger hand eine kleine tasse ausformte.

diese wurde dann in eine gipsform gepackt und von hand in die richtige dicke geschnitten. hinter dem.jungen herrn zeigten die modelle die verschiedenen arbeitsschritte bis zur verkaufsfertigen tasse.

im nächsten raum setzte die boussiererin die verschiedenen einzelteile mit schlicker zu einer figur zusammen.

mit der individuelle  ausgestaltung der details hinterlässt sie ihren stil auf der fertigen figur.

im nächsten demonstrationsraum sahen wir die unterglasurmalerei. diese wird vor dem brennen aufgetragen. das sogenannte zwiebelmuster ist in wirklichkeit ein granatapfelmuster.

wie auch beim töpfern ist die farbe vor und nach dem brennen etwas unterschiedlich. das grünbraun wird danach zum bekannten kobaltblau.

die überglasurmalerei wird nach dem brennen aufgetragen, die bemalten stücke werden dann aber noch ein drittes mal gebrannt und auch da verändert sich die farbe nochmals. die goldränder werden anschliessend nochmals poliert.

in der ausstellung waren alle farben an einer wand aufgezeigt.

wunderschön auch die abstufungen im einzelnen.

im laden war ich auch von den outlet preisen beeindruckt und ich verliebte mich (glücklicherweise?) in keines der eher kitschigen stücke. die suche nach einer katze war auch erfolgreich: eine kachelofenplatte!

auf einer grossen fläche wurden filigrane, bunte werke aus den letzten jahrhunderten ausgestellt.

eine stärkung gabs dann aus echtem meissner porzellan im cafe: kartoffelsuppe mit brot und quark.

zu fuss machte ich mich auf den rückweg, wobei mir die zahlreichen häuser in baufälligem zustand auffielen, wahrscheinlich trug das kalte wetter noch weiter dazu bei.

voller elan erklomm ich den burgberg und fand den weg in die freiheit.

auf dem burgberg stach der dom sofort ins auge, die albrechtsburg, links davon, ist eher unscheinbar.

erst besichtigte ich den dom – es gab keine führungen im winter, so dass ich die verschiedenen ecken auf eigene faust entdeckte. eine kleine wendeltreppe führte auf einen balkon mit herrlichem blick ins kirchemschiff.

in einem vorraum waren friedrich der streitbare und seine nachkommen beerdigt.

auf dem weg nach draussen, im kreuzgang war dann das bild für den katzenblog.

ich war schin fast auf dem weg in die stadt zurück, als ich nochmals umdrehte zur albrechtsburg. der eintrittspreis war schon etwas am oberen ende, doch ich hatte ja nichts anderes los, so dass ich auf entdeckungsreise ging.

die albrechtsburg war bis mitte.19. jahrhundert die produktionsstätte fürs porzellan, als sich der damalige herrscher dazu bekannte, die  burg zu renovieren. nun ist es ein wunderbares gebäude mit vielen wandgemälden.

besonders gefiel mir das wendeltreppenhaus.

die gefängniskammer wartete mit schönen krizzeleien auf.

durch die scheiben hat man früher wohl noch nicht soviel gesehen wie durch das ersatzglas

das wetter lud nicht wirklich ein zum schlendern und da am montag auch die meisten kleinen läden geschlossen sind, war das flanieren auch keine option. auch vor dem hintergrund, dass es mir ja an wirklich nichts fehlt. es war dann auch zu kalt, um noch auf die volle stunde zu warten, bis dass die porzellanglocken des meissener kirchturms eine lange melodie spielten, abe für die kurze klingel um halb war ich gerade rechtzeitig da.

auf dem weg zum bahnhof wurde beim blick zurück klar, wie der burgberg zu seinem namen kommt.

somit wählte ich den etwas weiteren heimweg via dresden, wobei ich die stadt nicht mehr so weitläufig  in erinnerung hatte.  somit gabs ein kurzes “beweisbild” von der frauenkirche, asiatische nudeln und ich machte mich auf den “heimweg” nach leipzig.

passend zum schnee machte ich mich für den ausflug zum mount everest bereit. das asisipanometer hat für einige monate das bild vom mount everest aufgehängt.

im stadtzentrum von leipzig gibts weiterhin veränderungen – hier soll gemäss unseren informationen ein neues motel one entstehen – aber wahrscheinlich sind die zimmer noch nicht fertig für nächstes jahr zur buchmesse

um elf gabs eine führung im assisipanorama mit spannemdem hintergründen zum gasometer und dem.berg, inklusive klima, geschichte der erklimmungsversuche und dem buddhistischen glauben.

mittagessen gabs mit gabi und horst in der uni kantine, die trotz semesterferien gut besucht war. den nachmittag verbrachte ich shoppend und kaffeetrinkend und plötzlich wars schon zeit für die rückreise.


zweiter buchtag

Friday, March 15th, 2013

frisch gestärkt begannen wir den buchtag beim ard forum “druckfrisch”: denis scheck beginnt mit einer kurzweiligen kurzrenzesion der meistverkauften bücher (ohne religion) , in wenigen sätzen auf den punkt gebracht, kann hier nachgeschaut werden (sehr empfehlenswert) er definiert auch seine meinung zu bestsellern : “meistverkauft”, sei nicht gleichbedeutend mit “die besten”. man solle sich vorstellen, dass man das meistverkaufte essen in deutschland aufgetischt bekommen würde.

unsere anglerstühle bewährten sich beim ard studio konnten wir problemlos in eine lücke sitzen und auf den auftritt von michail gorbatschow zu warten. doch kurz davor erwähnte die moderatiorin, dass alle termine des friedensnobel preisträgers an der messe abgesagt wurden. somit setzten wir den anlass in die peterskirche wieder aufs programm setzten.

kurz nach drei erreichten wir den austragungsort, reihten uns in die schlange, anglerschemel auf der empore aufgestellt. kurz nachher wurde die türe geschlossen und weitere ca 500 interessierte hatten keinen zugang mehr.

mit etwas verspätung begann das gespräch mit hans dietrich genscher und michail gorbatschow. eine spannende reise in die vergangenheit. die stimmung in der peterskirche war berührend. man konnte förmlich spüren, wie das publikim sich des historischen moments bewusst war und den herren ihre dankbarkeit und wertschätzung erweisen wollten.

im gespräch wurde klar, dass der fall der mauer in dieser form nur möglich wurde, weil sich die beiden männer vertrauten und sich an ihre versprechen hielten. michail gorbatachow erzählte, wie er als 14 jähriger die besetzung seiner heimatstadt durch die deutschen erlebte, welche gereueltaten aus den umliegenden gegenden gemeldet wurden. sein weg zum studium nach moskau führte über stalingrad, wo er das ausmass der zerstörung sehen konnte. er hat sich damals geschworen, das so etwas nicht wieder der passieren dürfte – wahrscheinlich auch einer der gründe, weshalb die panzer in deutschland 1989 in den kasernen blieben.

nach gut 1.5 stunden verabschiedeten sich die herren unter grossem applaus.

wie im letzten jahr haben wir komplett vergessen zu essen und somit nutzten wir die pause für einen besuch bei den bagel brothers und machten uns dann gesättigt wieder auf zur peterskirche.

in der vergleichsweise leeren peterskirche einer diskussion von peer steinbrück, dem sohn von willy brandt und einem weiteren historiker lauschten. nachdem man von politikern meist nur ausschnitte im fernsehen sieht, genoss ich es, das volle bild zu sehen – ich war überrascht von herrn steinbrücks geschliffene ausdrucksweise und selbstironie.

nach einer kurzen pause im hotel machten wir uns auf den weg zur distillery, dem slam poetry abend, doch einige andere hatten die gleiche idee, so dass wir zu “ilses erika” fuhren, das lokal mit der wohnzimmeratmosphäre.

“dann lynch’ ich deinen hummer” war der titel der lesung mit philipp weiss und françois grosso – hat uns sehr gut gefallen, vor allem, dass wir anschliessend noch einige worte mit den autoren wechseln konnten.


auftakt buchmesse

Thursday, March 14th, 2013

nachdem die lufthansa freundlicherweise mein gepäck direkt ins hotel lieferte, konnte ich direkt zur messe fahren.

dann hatte ich die qual der wahl – ein feuerwerk an veranstaltungen und leider fast alle gleichzeitig. so pendelte ich zwischen zwei “bühnen” hin und her – der lvz autorenarena und der leseinsel der jungen verlage. so lauschte ich dem leben von udo reiter, dem langjährigen mdr intendanten, der seit 40 jahren im rollstuhl sitzt. thomas gottschalk entdeckte und günter jauch gefeuert hatte.

die eiskunstläuferin marika kilius beeindruckte mit ihrer form mit ihren 70 jahren. sie vertritt die these, dass kinder am besten zwischen 2 und 4 mit sport in berührung kommen.

auch ums thema kinder gings bei katharina saalfrank, die ehemalige super nanny. sie hinterliess bei mir jedoch einen etwas gekünstelten eindruck.

um 17h bewegten wir uns zum schweizer stand, dort waren beat schlatter und stephan pörtner für die präsentation ihres buches angesagt. eine kurzweilige stunde mit annektoten aus den leben und auszügen aus dem buch.

den auftakt des abendprogramms machte die lange nacht der kurzen krimis auf dem südfriedhof. es war schon etwas unheimlich, denn im frischen schnee sahen wir nur wenige fusspuren zum haus. die lesung war schon in vollem gange, als wir buchstäblich reinschneiten.

in der pause liessen wir dann unser portrait in blut malen, erstaunlich, wie r.a.f. immert minuten so treffsicher ein portrait von uns anfertigte.

beim signieren des buches “alte frau zum kochen gesucht” kamen wir ins gespräch mit stephan hähnel, der uns auf die criminale hinwies, das jährliche treffen von krimiautoren aus dem deutschsprachigen raum, welches 2013 im raum bern stattfinden wird. da suchen wir doch gleich das programm.

anschliessend wechselten wir in die moritzbastei zur langen leipziger lesenacht zu einer anschaulichen demonstration von opportunitätskosten. in vier kellern lesen jeweils 2-3 autoren aus ihren büchern. somit ist das gefühl, dass man etwas verpasst bei einer nicht ganz so spannenden lesung, sehr präsent und es bleibt der vorsatz, sich fürs nächste mal besser vorzubereiten. mit einer neuen buchwunschliste machten wir uns auf den heimweg.

mein koffer wurde übrigens um 5:13h morgens ins hotel geliefert, so dass ich doch frische unterwäsche hatte.


dr mond isch bleich, s’isch morgestraich!

Monday, February 18th, 2013

kurz vor sechs holte uns peter vom hotel ab und wir spazierten zum cliquen keller der alten schnoogecherzli. die laterne mit dem sujet “e buvette uff dr minschterplatz” war schon draussen aufgestellt und mit einer kerze beleuchtet.

nach eingehender bewunderung gings in den keller, wo wir mit einem “gläsli wysse und sunnerädli” den keller und die schönsten, alten laternen bewunderten.

“dr zeedel” wurde vorgelesen, der das sujet begleitet: der pfarrer vom münster wehrte sich im vergangenen jahr gegen eine open-air beiz auf dem münsterplatz, obwohl der platz auch sonst rege für kommerzielle veranstaltungen genutzt wird. dies in kreativen reimen in baseldytsch.

eine kleine anprobe mit einer larve gabs für daniel, bevor wir aufbrachen.

die laterne wird an den startpunkt des morgenstraichs “gepfiffen”: die laterne voraus, dann die piccolo spieler hinterher (traditionell ohne trommeln), gleich danach die begleiter (wir). so gings von der leimenstrasse zum bankenplatz auf der strasse, und selbstverständlich hatten vortritt – eine ampel phase war meist nicht lange genug, um den ganzen zug passieren zu lassen. doch nicht nur die autofahrer, auch die busse und trams warteten geduldig – und wo es ging, liessen wir sie auch vorbei.

kurz vor dem bankenplatz wartete auch rose auf die laterne, die im letzten jahr ihren hundertsten geburtstag feierte. ihr mann war in der clique aktiv und sie öffnet noch immer ihre haustüre am montag nachmittag, damit das geld aus dem blaggeddeverkauf gezählt werden kann.

nach ablieferung der laterne gabs einen snack (safranrisotto) absacker in der safranzunft. die ganze innenstadt war voller cliquen, die ihre laternen in position brachten, zum teil noch abgehängt. vorfreudig fielen wir ins bett.

der wecker klingelte um 3h und wir waren nicht die einzigen unterwegs zur freien strasse und sicherten unseren platz in der ersten reihe. die cliquen stellten sich auf (yy stoh!). punk 4h morgens erlöschte die strassenbeleuchtung und die tambourmajoren gaben mit dem komando “morgestraich – marsch!!” den startschuss.

mit tormmeln und pfeifen wurden die laternen durch die strassen getragen. jede clique definiert ihre eigene route.

die cliquen trugen traditionell keine einheitlichen kostüme, jeder nach seinem geschmack. die zum sujet passenden kostüme werden erst für den cortège am nachmittag angezogen.

die kälte zwang uns schon kurz vor 5 zur traditionellen mehlsuppe, von wo wir den barfüsserplatz überblicken konnten und die laternen vor der schönen kulisse vorbeizogen.

danach kämpften wir uns durch die menschenmengen zum “drey keenig”, wo wir nach peter und den schnoogecherzli ausschau hielten. die laterne wies uns den weg und dann gabs noch ein gemeinsames foto fürs album.

und dann noch eines mit larve.

die müdigkeit liess nicht lange auf sich warten, und während dani sich auf den heimweg machte (er musste ja arbeiten), gabs für mich 2 stunden schlaf und anschliessend arbeitete ich noch an meiner präsentation, um dann den cortège am nachmittag zu geniessen. beim kunsthaus traf ich mich beim tinguely brunnen mit véronique (und ihrem mann pascal), die ich seit unserer gemeinsamen internatszeit, also seit gut 20 jahren nicht mehr gesehen hatte, aber dank ihrem “albtraum in silber” gleich erkannte. (hier ein bild von dem treffpunkt)

der cortège fand bei herrlichstem sonnenschein statt, perfekt für fotos. doch wir standen leider nicht in der ersten reihe, so dass es etwas schwierig wurde, die wunderbaren waggis ohne köpfe abzulichten.

sie verteilten fleissig räppli, orangen, blumen und süssigkeiten.

dann legten wir einen kurzen boxenstop bei sylvia ein, mitten in der innenstadt, um véroniques brille an die maske zu leimen, einen waggis zu trinken und einen speziellen blickwinkel von oben auf ein schissdräggziigli zu geniessen.

auf dem weg zum cliquen treffpunkt für véronique begleitete uns markus, und die beiden musizierten durch die gasse. für mich einer der schönen einblicke in die fasnacht, die mir als “besucher” verborgen geblieben wären.

gerne wäre ich noch länger geblieben, die wetterbedingungen waren herrlich und die räppliwerfenden waggis, einzelmasken und gruppen wärmten mein herz.

das fasnachtsvirus hat mich voll gepackt, vor allem dank dem persönlichen einblick durch peter und véro – ganz lieben dank! hoffentlich hält das strahlen in den augen noch lange an – zumindest die konfettis werden mich wohl noch einige zeit begleiten, haben sie sich doch in die hintersten ritzen meiner kleidung geschummelt. nächstes jahr plane ich besser voraus, um mehr als nur einen tag zu geniessen.


the script

Wednesday, January 30th, 2013

vor langer zeit hat dave mir die cd von the script ausgeliehen, so dass ich mich freute, mit dave und helen zum konzert zu gehen. wir ergatterten die perfekten plätze auf dem balkon, relativ weit vorne, so dass wir alles super sehen konnten, ohne im gedränge zu sein. das konzert war super, auch wenn wir das durchschnittsalter stark anhebten und ich mir eingestehen musste, dass der süsse sänger nicht mir, sondern die drei mädels gleich vor uns zuzwinkerte und zuwinkte.

das publikum an sich bestand hauptsächlich aus teenagerinnen, auf dem suchbild sind 5 männer versteckt, die ziemlich sicher von ihren freundinnen ans konzert genötigt wurden.

danny o’donoghue, der sänger, war definitiv nicht kontaktscheu und machte einige mädchen sehr glücklich mit seinen kurzbesuchen an der abschrankung.

beim song “nothing” fragte er ins publikum, wer schon betrunken seinen exfreund angerufen hätte, und wer gerade einen anrufen möchte. er nahm dann ein telefon auf die bühne und sang das lied speziell für die person am anderen ende (die hoffentlich noch nicht aufgehängt hatte).

 

 


dezemberkonzerte

Thursday, December 6th, 2012

auch wenn wir in diesem jahr das weihnachtsoratorium verpassten, wartete der dezember mit zwei musikalischen perlen auf. nachdem imogen heap im november kurzfristig absagte, erhielt ich vom kaufleuten eine einladung fürs konzert von heidi happy mit dem züricher kammerorchester – das traf sich perfekt, wollten wir da eigentlich sowieso hin.

obwohl wir vorher nur einige lieder aus dem radio kannten, begeisterte uns die stimmgewaltige sängerin mit ihrer positiven und bescheidenen art. das kammerorchester unterstrich die lieder mit warmen klängen. wir haben jetzt sogar die neue cd mit persönlicher widmung von heidi.

die tickets für das stephan eicher konzert im volkshaus erstand ich schon vor monaten und ich freute mich sehr darauf. mit nadine fand ich eine tolle begleitung, da dani verhindert war. wir standen zwar nicht in der ersten reihe, doch auch etwas weiter hinten traf mich die musik mitten ins herz.

an stephan eicher gefällt mir seine souveränität, ruhe und kommunikation mit den anderen musikern, sei es in einer der vielen sprachen oder einfach nur mit gesten. auf dem programm standen lieder aus allen zeitepochen, auch welche, die ich schon lange nicht mehr gehört habe und jeder ton sofort erinnerungen wach rief. ein wunderschöner abend!


konzertnovember

Monday, November 19th, 2012

schon lange freute ich mich auf die kulturanlässe im november.  gleich am 2. november spielte das brandt brauer frick ensemble (BBF) im moods. das ensemble spielt live mit klassischen instrumenten tanzbare techno-beats.

das konzert dauerte eine knappe stunde, ist wohl ziemlich zeitaufwändig, solche stücke zu schreiben.

für den absacker suchten wir ein plätzchen im clouds, doch wir hatten kein glück, so dass es einfach ein erinnerungsbild im gang gab.

auf das konzert vom 6 november freute ich mich schon seit märz, als ich die tickets gekauft hatte. das zürcher kammerorchester trifft auf mich gerber und imogen heap – die frauenstimme, die mich schon seit jahren fasziniert und ich bei ihrem letzten gastspiel in der schweiz tags zuvor davon erfuhr. riesig war die enttäuschung, als beim konzerteingang die meldung stand, dass die sängerin aufgrund eines todesfalles in der familie das konzert kurzfristig absagte. doch auch so war es ein (ent-)spannendes hörerlebnis.

etwas lauter gings zu und her im hallenstadion am 19.november, als seeed aus berlin auf die bühne traten. gleich beim ersten ton ging die post ab, die rhythmen liessen keinen ruhig dastehen.

der bass ging durch mark und bein – der ton auf der filmaufnahme ist lediglich ein brummen, die ohrenstöpsel waren ein unverzichtbares accessoire.

buchstäblich überraschend war das konzert von florence and the machine. chrigi hat mir einfach nur den treffpunkt (“bahnhof winterthur”) angegeben und den dress-code (“nichts spezielles”).

florence begeisterte durch die stimmgewalt und die kreativ eingesetzte videowand, die mal als sternenhimmel, fensterscheiben oder projektionswand eingesetzt wurde. definitiv eine musikentdeckung – und das gleich live on stage – ein schönes weihnachtsgeschenk!