Archiv für Kategorie ‘kulturelles’

10’000 wat

Wednesday, August 21st, 2013

neben den klasikern und den dschungeltempeln gibt es noch viele weitere tempel, hier ein kleiner ausschnitt aus einer karte – unten links ist angkor wat im wassergraben zu erkennen, rechts innerhalb der mauern ist angkor thom. wir haben eigentlich fast alle besucht – einige sogar mehrmals, da die unterschiede jedoch für den externen betrachter minim sind, verzichten wir auf eine vollständige “auflistung” sondern konzentrieren uns auf die schönsten.

angkor karte

ta keo

bei ta keo bleiben uns vor allem die steilen treppen in erinnerung – so schmal, dass die füsse knapp seitlich platz hatten – beim aufstieg verdrängte ich den gedanken, dass der weg nach unten dadurch ja noch schwieriger wird.

ta keo

von oben hatten wir einen schönen blick auf die arbeiter, die einen teil des zusammengefallenen tempels wieder restaurierten. wir wagten uns gar nicht vorzustellen, wie viele arbeiter zum bau der tempelanlagen aufgeboten wurden, wenn selbst heute 10 arbeiter (und ein aufseher) so viel kraft, technik und zeit brauchten, um 2 steinblöcke zu bewegen.

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prasat kravan

die renovationen/instandhaltung der verschiedenen tempel wird von unterschiedlichen organisationen und ländern betreut – da eine private firma für die eintrittstickets verantwortlich ist, ist nicht ganz klar, wieviel geld davon wirklich den tempeln zufliesst. prasat kravan wird von deutschland unterstützt. der tempel ist aus der zeit vor den grossen bauwerken von angkor wat, worauf sein backstein-äusseres hinweist.

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vom unscheinbaren äusseren erwarteten wir nicht so viel und waren beeindruckt von den detailreichen reliefs im innern der türme, auf denen sogar wir als laien den einfluss der hindu-religion erkennen konnten.

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srah srang

irgendwie waren wir etwas enttäuscht von dieser tempelanlage, denn sie besteht hauptsächlich aus der wasserfläche und einigen nagas (schlangen).  schon imposant, diese künstlich hergestellten wasserflächen, aber irgendwie fehlte uns die spannende silhouette im vordergrund.

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pre rup

gleich um die ecke lag pre rup. eine grosse tempelanlage aus mitte 10. jahrhundert – das zentrum der stadt, wobei von den holz häusern von damals nichts mehr übrig ist.

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besonders schön kommen hier die verschiedenen baumaterialien zur geltung: der rote, poröse laterit, der als basis gebraucht wurde und aufgrund seiner instabilität dafür verantwortlich ist, dass viele tempel “von innen” zusammenfallen. sandstein wurde meist als “fassade” und für die kunstvollen verzierungen eingesetzt, wie hier der fensterrahmen und die kleinen “gitterstäbe”. backsteine kamen vor allem bei vor-angkor

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pre rup ist bekannt für die löwenstatuen, deren gesichter jedoch schon verwittert sind.

ta keo angkor

meist besuchten wir die tempel ja zu randzeiten, aber wenn wir eine andere touristengruppe trafen, so hatten wir immer wieder gelegenheit für das “fotografierender tourist” bild des tages – hier eine illustration. und vielleicht eine erklärung für die nachwelt, warum in einigen jahren nicht nur die gesichter der löwen nicht mehr da sind.

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banteay srei

dieser tempel wird auch frauentempel genannt und liegt etwas ausserhalb. der riesige parkplatz vor den toren lassen nur ahnen, wie viele besucher sich hier in der hauptsaison auf den füssen stehen. der tempel ist nicht sehr gross und die inneren bereiche dürfen nicht betreten werden.

banteay srei

das bauwerk zeichnet sich durch die sehr gut erhaltenen, filigranen reliefs aus – wir konnten kaum glauben, dass der tempel wirklich schon so alt ist.

banteay srei

gerne wären wir etwas näher gegangen, doch das gute an der absperrung liegt darin, dass keine anderen leute ins bild laufen.

banteay srei

leider hatten wir auch keine leiter dabei, um die  über den türrahmen angefertigten, kreativen und detailorientierten steinmetzarbeiten genauer zu bewundern.

banteay srei

chau srei vibol

wir suchten immer mehr nach einsamen tempeln und als wir mr. sai, unseren fahrer, nach chau srei vibol fragten, grinste er und meinte, dass wir in seiner 15 jährigen tätigkeit als tuktukfahrer  erst die dritten seien, die dorthin wollen – und selbstverständlich würde er den weg kennen! die fahrt durch die dörfer und das kambodschanische umland war ein teil der sehenswürdigkeit.

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gleich unten an der treppe kam ein älterer mann auf uns zu und wies uns an, ihm zu folgen. begleitet wurden wir auch von einem hund. er führte uns durch die tempelanlage im wald – ohne ihn hätten wir wahrscheinlich nur den ersten teil gesehen und er freute sich über das trinkgeld.

chau srei vibol

der tempel selbst war auf den ersten blick ähnlich wie die meisten anderen – ein turm inmitten eines trümmerfeldes.

chau srei vibol

die übersichten waren weniger imposant als die details – die wurzeln suchten ihren weg durch die steine.

chau srei vibol

obwohl sich die fotos am schluss gleichen, die details schienen uns immer wieder anders.

chau srei vibol

wir konnten uns kaum sattsehen und versuchten immer wieder, die momente und blickwinkel einzufangen.

chau srei vibol

unglaublich, wie “achtlos” die einzelteile einfach rumliegen, doch bei der menge ist es anders gar nicht möglich.

chau srei vibol

sehr versteckt war hier der wasserspeicher – sowohl örtlich wie auch durch die seerosen. doch unser freundlicher begleiter stellte sicher, dass wir auch wirklich alles sahen, was wir sehr begrüssten.

chau srei vibol

preah khan

preah khan besuchten wir im rahmen unsere fototour -am eingang wurden wir bereits freundlich begrüsst.

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ein weiterer tempel mit endlosen gängen und vielen stolpersteinen, mal mit dach, mal ohne.

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die wurzeln der bäume sind hier sind auch sehr präsent, von dem her würde preah khan eigentlich auch zu den dschungeltempeln passen.

preah khan

auf der suche nach der “lipstick lady” wurden wir von einem regenschauer überrascht (wobei “überrascht” in der regenzeit ja eigentlich ein unpassendes wort ist) und fanden in einem gang unterschlupf. von dort aus hatten wir schön zeit, die verschiedenen details zu betrachten, bis der regenschauer vorüber war.

preah khan

nach dem regen leuchtete die baumrinde in einem schönen licht, und der chip wurde immer voller.

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und noch aus einem anderen winkel….

preah khan

mit hilfe eines aufsehers fand elliott dann das königinnenzimme, in dem eine alte nonne betete und um almosen bat.

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versteckt hinter einer wand zeigte uns eliott die “lipstick lady” – eine wunderschöne figur mit roten lippen.

lipstick lady - gut versteckt

mit dem wegstellen der opferschalen, einigen akrobatischen verrenkungen und einem weitwinkelobjektiv konnte dani sogar noch etwas mehr von der dame einfangen, denn die umgebung ist genauso spannend wie die skulptur selbst.

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neak pean

irgendwie waren wir schon etwas enttäuscht, dass der zugang zum tempel über die wasserfläche spannender war als das bauwerk selbst, denn es lag auf einer insel und wir konnten es nur von einem winkel, weit weg sehen. im nachhinein fanden wir heraus, dass dieser tempel nur eine insel im barray (wasserreservoir) von preah khan war, was es dann wieder eindrücklicher machte.

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phnom bakheng

phnom bakheng liegt auf einem hügel und ist die pilgerstätte für den sonnenuntergang, da man von hier angkor wat und den west barray sieht. der berg ist so beliebt, dass die anzahl besucher auf 300 limitiert ist. der tempel selbst leuchtet jedoch auch in der untergehenden sonne.

phnom bakheng

es scheint, als ob viele besucher hier abgeladen werden und irgendwie gar nicht wissen, wieso sie hier sind. also vertreiben sie sich die wartezeit bis zur rückfahrt des busses mit kartenspielen und lesen – den ausblick hatten sie ja schon gesehen.

phnom bakheng

wir genossen den ausblick auf die region und die schönen shiluetten – das bild mit dem blick auf angkor ist bereits im artikel “angkor klassiker” eingebaut.

phnom bakheng

roulos gruppe

die rulos gruppe ist etwa 1h mit dem tuktuk von den haupttempeln weg und die fahrt dorthin war ein teil der sehenswürdigkeit. es gab drei hauptattraktionen, wobei bakheng die grösste anlage war.

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die dimensionen waren imposant, doch irgendwie war es so aufgeräumt, dass wir das bauwerk anders einfangen mussten.

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fasziniert schauten wir den arbeitern bei der restauration zu, die sehr langsam voran kamen – doch bei der hitze ist körperliche arbeit noch viel anstrengender als bei uns.

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lolei war mitten in einem kloster mit einer angegliederten schule und die englischschüler waren aufgeteilt, sich jeweils um einen touristen zu kümmern – mit ihm zu sprechen und das prinzip der schule zu erläutern. dies half ihnen einerseits bei den englischkenntnissen, andererseits kam nach einer gewissen zeit die frage nach unterstützung. leider ist es für den laien sehr schwierig, die abzocker von den ehrlichen spendensammler zu unterscheiden, so dass wir uns auf den tempel konzentrierten.

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fazit

wir waren ca 9 tage in siem reap und haben jeden tag mindestens einen tempel besucht – und hatten noch immer nicht genug. wobei wir das glück hatten, meist vor den anderen besuchern diese unglaublichen werke zu besichtigen.

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wir hoffen, dass es auch in zukunft noch momente gibt, wo man die tempel für sich alleine hat – und dass den schatzjägern einhalt geboten wird, dass die wunderwerke noch vielen menschen das herz öffnet.

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angkor klassiker

Tuesday, August 20th, 2013

angkor besteht aus zahllosen tempeln, alle zwischen 800 und 1000 jahre alt. wir besuchten sie zu unterschiedlichen tageszeiten, viele sogar mehrmals. damit die katzenblogleser dies auch verdauen können, haben wir sie in homeopathische dosen aufgeteilt und beginnen mit den klassikern.

angkor wat

angkor wat aus dem frühen 12. Jahrhudnert ist wahrscheinlich der bekannteste tempel, vor allem wegen den unglaublich detaillierten reliefs im sandstein.

die tempel haben jeweils eine ähnliche struktur. sie sind von einer mauer mit mindestens vier eingangstoren umgeben, teilweise sogar mit einem wassergraben umrundet.hier ist das osttor von angkor wat.

im zentrum steht der eigentliche tempelbereich, meist einem berg nachempfunden, d.h. er hat verschiedene terrassen.

die einzelnen terrassen sind meist mit geschützten gängen umgeben, die allesamt mit flachreliefs verziert sind.

die motive sind einerseits religiöse darstellungen, andererseits auch szenen aus dem alltag der damaligen bevölkerung.

beim anblick dieser detailtreue auf einer so unglaublich grossen fläche blieb uns fast der atem weg. jedes gesicht ist individuell.

an anderen stellen, z.b. an säulen, gibt es weitere reliefs, hier vier schön restaurierte tänzerinnen.

die terrassen sind auch im innern reich dekoriert und ziemlich gross. dies ist die zweitletzte terrasse und es scheint, als ob hier früher die stege über wasser geführt hätten.

der weg zur spitze blieb uns leider verwehrt – wir waren nach 17:30 dort und die wachhabenden polizisten verlangten einen zusätzlichen eintrittspreis. wir konnten diese praxis nicht unterstützen, doch es fanden sich genügend zahlungswillige besucher, eine goldgrube!

doch die vielen jahre hinterliessen ihre spuren – bausteine von eingestürzten gebäudeteilen sind an jeder ecke zu sehen, selbst beim gut instandgesetzten angkor wat.

an anderen enden liegen die etwas kleineren teile schon länger – diese kleinen säulen sind von den fenstern – gut sichtbar im vorhergehenden bild.

es ist schier unfassbar, wieviel arbeit in dem gebäude steckt – vor allem wenn man bedenkt, dass es nur eines von vielen ist.

wie bei vielen sehenswürdigkeiten versucht der besucher sie in einem speziellen licht zu sehen – sonnenauf- oder -untergang sind die klassiker. so auch bei angkor wat. von unserem fotolehrer eliott erfuhren wir, dass es ausserhalb der mauern auch sehr schön ist, wenn die spiegelung des wassergrabens ins bild einbezogen werden kann.

leider sind nicht viele bilder gut geworden, da das objektiv der kamera anlief und erst nach einer gewissen zeit schöne bilder aufnahm.

etwas später wagten wir uns in die anlage – mit ganz vielen anderen leuten.

um den “reflection pond” versammelten sich die meisten, doch die blitzlichter weckten den eindruck, dass nicht alle genau wussten, wie sie jetzt dieses bild einfangen sollten.

auch bein unseren bildern sortierten wir grosszügig aus, übrig blieb die silhouette.

und natürlich eine spiegelung mit wasserlilien.

auf dem rückweg genossen wir das flache licht auf den umliegenden gebäuden.

und da wir genügend lange in siem reap verweilten, liessen wir uns auch einen sonnenuntergang nicht entgehen, hier mit der spiegelung.

der himmel verfärbte sich in den schönsten tönen, doch irgendwie sahen wir die tollen bilder erst auf dem weg zum ausgang.

selbst wenn die farben noch so schön sind, ohne charakteristische form sind die bilder irgendwie austauschbar.

also ist ein positionswechsel angesagt, um eine typische form zu integrieren.

besonderes glück hatten wir an unserem letzten abend, als der nicht-ganz-vollmond die szenerie beleuchtete.

obwohl angkor wat eine der meistbesuchten touristenattraktionen ist, wird der tempel noch immer aktiv genutzt. hier beginnen die rasenmäherinnen im grünen shirt ihren tag mit einem gebet.

die frischen blumen als opfergabe – ein weiteres zeichen der lebendigen religion.

und mit etwas glück sieht man sogar morgens in den ganzen touristenströmen auch einen mönch.

nach dem sonnenuntergang sahen wir plötzlich, wie kinder im teich vor angkor schwimmen gingen – erst sah es nach spass aus, doch dann sahen wir, dass sie die wasserlilien pflückten.

als zur sicherheit banden sie sich einen leeren kanister um den bauch – ein kreativer ansatz, wie die vorhandenen mittel genutzt werden.

aus den wasserlilien kann man suppe kochen – einmal mehr ein beispiel, wie die kinder hier der familie beim essen sammeln helfen, bzw. wie das essen im öffentlichen raum angebaut wird.

angkor thom – bayon

die zweite grosse anlage ist angkor thom und sie hat natürlich auch eingangstore in allen vier himmelsrichtungen.

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das glanzstück ist der “bayon”, die tempelanlage mit den 52 türmen, die an 4 seiten ein grosses gesicht haben.

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das erklimmen der oberen ebenen erforderte einiges an kraft, in den frühen morgenstunden war dies jedoch noch machbar.

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wir genossen die einsamkeit und die ausstrahlung der gesichter vor allem früh am morgen, gleich nach sonnenaufgang und noch vor den touristenbussen.

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gerade mit dem dunst über dem wald ist die stimmung besonders mystisch.

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die gesichter sind wirklich riesig – hier mit grössenvergleich.

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jeder winkel sieht wieder anders aus – und wir gaben uns mühe, die jeden winkel und jeden moment festzuhalten – zum leidwesen unserer speicherplatte.

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und die gesichter sind nicht alles – jede säule ist mit reliefs verziert, bzw. es gibt keine leeren flächen.

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in den verwinkelten gängen trafen wir immer wieder auf kinder, die von den besuchern geld zum schulbesuch erbettelten – teilweise mit einer liste, auf der sich die spender eintragen konnten – was darüber hinwegtäuschte, dass je mehr die kinder erbetteln, desto kleiner ist die chance, dass sie in die schule gehen.

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den bauherrn hat wirklich die muse geküsst!

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neben dem bayon hat angkor thom zahlreiche andere bauten – eine der spannendsten war die terrasse des lepra-königs – versteckt hinter einer wand mit reliefs entdeckten wir die zweite wand – von oben bis unten mit tänzerinen dekoriert.

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die skulpturen waren unglaublich gut erhalten, einmal mehr zogen wir den hut vor der handwerkskunst.

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eine weitere schöne stelle für den sonnenuntergang ist das südtor von angkor thom mit dem wassergraben.

Sonnenuntergang bei Angkor Thom


ton – steine – scherben

Monday, August 5th, 2013

wir liessen unser gepäck gleich im hotel und fuhren zum sonnenuntergang zu der ersten stelle der tonkrüge.

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die gefässe sind ca 2500 jahre alt und man weiss nur wenig darüber. es scheinen urnen zu sein, denn sie enthielten spuren von asche und grabbeigaben.

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von dem volk weiss man ansonsten nicht viel mehr, als dass sie sich um ihre toten sehr gekümmert hat.

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einige der kruege sind riesig, bis zu 2.5 m hoch und erstaunlich viele noch intakt.

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wir waren ueberrascht von der groesse der werke – kommt erst mit modell so richtig zur geltung.

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gleich neben den ersten kruegen war noch ein “feld” mit vielen weiteren.

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es sollen an dieser stelle total ueber 300 kruege sein.

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wir genossen den sonnenuntergang am ersten abend besonders, da ausser uns nur noch eine kleine touristengruppe unterwegs war und wir die atmosphäre richtig aufsaugen konnten.

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die steinscheiben waren anscheinend nicht als deckel für die urnen gedacht, sondern als eine art grabsteine. auf einem ist sogar noch ein relief zu erkennen.

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ponsavan war eines der stärksten bombardierten gebiete im geheimen krieg der usa 1967-1975. während 9 jahren erfolgte durchschnittlich alle 8 minuten ein bombenangriff. der verrostete russische panzer im wald deutet auch auf bodengefechte.

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30% der abgeworfenen bomben waren blindgänger, so dass sich heute noch durchschnittlich jeden zweiten tag eine explosion mit toten und/oder verwundeten ereignet. vor dem tourist office ist eine sammlung von gefundenem, ungefaehrlichem material.

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es gibt ca. 70 bekannte stellen mit diesen steinkrügen, wobei erst 7 freigeräumt wurden und für besucher innerhalb der markierungen freigegeben. wir waren uns gar nicht im klaren, dass laos so stark unter beschuss war und die bombenkrater sind noch immer sichtbar – teilweise in mitten der uralten steinernen gefässe.

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am nächsten tag machten wir uns gut ausgeschlafen auf den weg zur zweiten stelle. auch hier waren wir wieder die einzigen und konnten den speziellen ort geniessen.

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ein krug wurde schon vor jahren von einem baum gespalten.

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auch an anderen orten umarmt ein baum einen krug.

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auf einem nächsten hügel war nochmals eine ansammlung von krügen und steinscheiben zu sehen.

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der weg zur dritten fundstelle führte durch reisfelder – dank den regenschirmen vom ticketbüro erreichten wir das feld trocken und gut gelaunt.

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die quadratischen steine auf dem boden markieren die von blindgaengern befreiten wege – nicht sehr breit.

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als wir die steinkruege erreichten, hoerte der regen gerade auf.

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auch hier – steinkrüge nebeneinander in verschiedenen grössen und formen.

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wir hatten eigentlich noch nicht genug und hätten die anderen felder gerne noch angeschaut.

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allerdings drängte unser fahrer zum weiterfahren, da der regen die strasse innert kürzester zeit in eine schmierige piste verwandeln konnte – oder nach dem regen wieder trocknete.

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also wanderten bei leichtem regen wieder zurueck durch die reisfelder.

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den sonnenuntergang genossen wir noch einmal bei der ersten site – und wir hatten wieder viel ruhe und einen kurzen moment auch schönes licht, bevor wir zur busstation fuhren.

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wir teilten das tuktuk mit zwei franzosen, die freundlicherweise auch noch ein bild von uns machten.

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mit einem kleinen farbtupfer sieht es doch gleich etwas spannender aus.

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einige “sites” waren auf anhoehen, so dass wir einen tollen blick in die ebene hatten.

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bei dem licht weckten die uralten steine definitiv den irren blick und unsere speicherkarte fuellte sich. daher fuer den interessierten leser noch einige bilder ohne text.

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mandalay eindrücke

Thursday, July 18th, 2013

fuer heute haben wir uns ein auto gemietet und entdecken mandalay. der erste halt ist ein unscheinbares geschäft für thakana.

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Burmesen schwören auf Thakana – eine Mischung aus geriebenem Sandelholz und Wasser. Sie streichen es auf die haut und es wirkt als Sonnenschutz oder als Hautcreme. Teilweise auch in lustigen Mustern. Auf dem Bild ist es vor allem bei der Dame rechts zu erkennen.

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Selbstverständlich können wir nicht ohne dieses wundermittel nach Hause fahren. im laden sahen wir die betagte besitzerin nur im hintergrund am telefon, doch die beiden verkaeufer halfen uns schnell weiter.

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der naechste halt war die kuthodaw pagode. sie beherbergt das groesste buch der welt – ueber 700 beschriftete marmorplatten, und für jede wurde ein einzelnes “haus” gebaut.

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die tafeln selbst sind ca. 1m hoch und aus marmor.

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die fertigstellung dauerte ueber 7 jahre, und wenn man jeden tag 8 stunden lesen wuerde, braeuchte man ca 450 Tage, um die dreiteilige buddhistische Lehre zu lesen.

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die schrift ist gut erhalten – anscheinend sei sie bei der erstellung in gold gewesen.

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selbstverstaendlich sind die einzelnen stupas um eine grosse pagode angeordnet – allerdings ist sie nicht vergoldet, sondern nur goldfarben.

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auch hier hat es einen buddha, dem gläubige opfergaben vorbeibringen – er hat natuerlich die obligaten led lampen hinter dem kopf und die gluehbirnen, die man fuer eine spende anzuenden kann. alles in detailreicher wanddekoration.

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gleich nebenan war das shwenandaw kloster – beim eintrittsschild konnten wir die rasante veraenderung myanmars gleich beobachten – ein schild wies darauf hin, dass seit dem 15. juli 2013 die eintrittsgelder fuer oeffentliche museen nicht mehr in USD oder EURO bezahlt werden koennen, sondern nur noch in der landeswaehrung kyat.

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es ist der einzige teil, der vom grossen palast noch uebrig ist, da es bereits 1880, lange vor der feuersbrunst 1945 an die jetztige stelle ausserhalb der palastmauern gezügelt wurde.

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die holzschnitzereien lassen erahnen, wie der palast ausgesehen haben muss.

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im innern sei alles vergoldet gewesen, heute sind nur noch leichte spuren davon zu sehen.

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der kleine junge lernt einen unverkrampften umgang mit den uralten schnitzereien – und der moench schien die kommunikation zu schaetzen.

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nachdem der mönch um ein bild mit uns bat (auf seinem smart phone, in daniels hand), freuten wir uns natuerlich auch ueber ein gemeinsames bild – daniel war einmal mehr farblich perfekt abgestimmt.

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gleich hinter dem kloster war eine wiederaufgebaute ordinationshalle, welche die dimensionen der früheren gebäude erahnen liess.

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vor unserem naechsten pagodenbesuch mussten wir blattgold organisieren. in der 36. strasse sind die meisten blattgoldhersteller und das strassenleben war einmal mehr ein bild fuer sich. besonders gefielen uns die beiden jungs, die mitten auf der strasse auf der rechten seite federball spielten.

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um battgold herzustellen wird das gold erst fein gewalzt und anschliessend auf speziellem bambuspapier einen tag lang gehaemmert.

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wenn es flach genug ist, dann packen die damen es gekonnt auf genormte papierquadrate, damit sie so verkauft werden koennen.

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als kleinen verkaufsanreiz klebte die verkaeuferin uns ein stueck ins gesicht.

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es schien ein beliebter verkaufstrick zu sein, denn wir sahen anschliessend mehrere touristen mit den gleichen goldflecken im gesicht.

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bei der mahamuni pagode hiess es wie bei allen pagoden “schuhe aus” und es gab auch schuhschliessfaecher, die man fuer eine kleine spende benutzen konnte.

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der weg zum buddha war aus allen vier himmelsrichtungen gesaeumt mit verkaufsstaenden. entgegen unseren erwartungen waren wir auslaender ueberhaupt nicht die zielgruppe, so dass wir ganz gemuetlich durchlaufen konnten und sehen, wie die leute richtig in den staenden lebten.

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das sortiment war einerseits auf glaeubige abgestimmt.

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bei anderen staenden gab es eher ein gemischtes sortiment – buddha bilder, raeucherstaebchen und goldene stoffeulen.

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die kinderfaenger durften auch nicht fehlen, wobei sich hier auf dem stuhl ein buesi dazwischen geschlichen hat.

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wir setzten uns an eine ecke, um das emsige treiben auf uns wirken zu lassen und wir konnten sehen, dass auch ein moench sich eine kitschige buddha statue wuenscht.

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dann naeherten wir uns dem beruehmten buddha, der mit den jahren von den glaeubigen so mit blattgold zugeklebt wurde, dass die originalform kaum mehr zu erkennen ist. fotos zeigen die form von 1901 und 1935.

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auf den aufnahmen von 1984 und 2010 sieht man deutlich die “verunstaltung”. wieviel gold drauf ist, weiss niemand, aber es wird geschaetzt, dass alleine am arm ca 25cm darauf liegen.

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frauen duerfen sich dem buddha nicht naehern, sie verweilen draussen und beten zu ihm – einige haben auch ihren picknick korb mitgenommen.

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von draussen konnte ich soviel erspaehen, waehrend dani sich mit unserem blattgold bewaffnet auf zum buddha machte.

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er durfte schon in die warteposition hinter dem gitter, bevor ihm alle sagten, dass ab 16h der buddha fuer besucher gesperrt sei – und es war genau 16h. er koenne am naechsten morgen um 4h wieder kommen.

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das war schon etwas enttaeuschend, aber wir genossen die stimmung sehr und liessen die lebendigen situationen auf uns wirken.

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draussen wurde gerade der platz vor der pagode geputzt und die herren hatten offensichtlich viel spass an der wasserschlacht.

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beim osetlichen seitengang haben sich handwerker angesiedelt, die alles fuer den glaeubigen haushalt herstellen. auch hier waren die werkstaetten die wohnungen der besitzer, so dass man im hintergrund eine kueche und betten sehen konnte – auch kinder spielten froehlich zwischen den auslagen.

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wem nach weniger ist, der kann sich hier den goldenen bilderrahmen fuer sein lieblingsbuddhabild anfertigen lassen.

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schwarze buddha figuren wuerden nach erfolgreichem verkauf vergoldet.

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bei der einen dame konnten wir gerade zuschauen, wie sie blattgold auf eine statue auftrug.

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erst wurde lack aufgetragen, danach das blattgold festgedrueckt und nochmals mit lack uebermalt.

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ein weiteres, in mandalay verankertes handwerk ist die seidenweberei.

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die weberinnen haben ueber dem webstuhl ein “webmuster”, nachdem sie die verschiedenen muster direkt einweben.

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die farben glaenzen wunderschoen und es ist unglaublich, wieviel zeit in so einen schal geht. beim besuch im angrenzenden laden konnten wir allerdings dem kaufrausch widerstehen.

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fuers abendessen fuhren wir an die uferpromenade des flusses. das leben findet hauptsaechlich draussen statt, so dass es fuer uns wie ein unterhaltungsprogramm war.

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frischgefangener fisch wurde mit blaettern und eis transportbereit gemacht.

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die tankstelle verkaufte oel und benzin in getraenkeflaschen abgefuellt, nicht zu verwechseln mit den cola, fanta uns sprite mitten im sortiment.

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ein hahn freute sich ueber den verlorenen maiskolben auf der strasse und wurde mehrmals beinahe ueberfahren – hier der stunt vor dem bus. ja, er hat es ueberlebt!

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am fluss selbst waren viele leute am baden, waschen oder kamen gerade mit dem boot an.

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unser restaurant direkt am ufer hatte einige katzen, die sich um die essensreste kuemmerten – und auch als fotomodell posierten. ein schoener abschluss fuer einen vollen tag.

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per schiff zum höhlentempel

Sunday, July 14th, 2013

Ein Tempel war am schoensten per schiff zu erreichen – eine ideale kombination fuer eine sonnenuntergangsfahrt auf dem ayarwaddi. wir charterten ein boot und legten los.

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das wetter war sehr schoen und ich genoss den fahrtwind.

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wir fuhren vorbei an den doerfern, die ganz ans wasser gebaut waren und es herrschte ein emsiges treiben – viele waren gerade dabei, die abenddusche zu nehmen.

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mit einem lauten “platsch!” liessen sich die kinder von den baeumen ins wasser fallen (ca 4m hoch), plantschten im wasser herum und im hintergrund war immer mal wieder eine pagode zu sehen.

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das ufer wurde steiler und die schatten laenger

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wir legten an und der bootsfuehrer zeigte uns den trampelpfad zum tempel.

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von aussen war er eher unscheinbar und wir wunderten uns ein bisschen, ob der weg nicht etwas zu weit war.

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im innern erwartete uns ein moench und zeigte mit der taschenlampe die reliefs an den waenden. dann fuehrte er uns zu den meditationshoelen – gaenge im hinteren teil des tempels, die ohne taschenlampe komplett dunkel waren – und trotzdem sehr warm. wir genossen die stille und die dunkelheit. wobei wir bis zum schluss nicht ganz verstanden, was der moench uns sagen wollte – doch das war eigentlich unwichtig.

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danach stiegen wir noch im schoensten abendlicht – begleitet von den hunden, die hier zu leben schienen und dem moench normalerweise ankuendigen, wenn besucher vom fluss her kommen.

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das abendlicht war wunderschoen und der meister beeindruckte uns. er lebt schon seit 25 jahren als moench, die meiste zeit hier oben, alleine, denn das zugehoerige kloster wurde schon vor einigen jahren wegen baufaelligkeit geschlossen.

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pagoden in bagan

Saturday, July 13th, 2013

bagan ist des zentrum der pagondenlandschaft in zentralmyanmar. gemäss reiseführer gibt es ca 2500 registrierte pagoden, tempel und klöster

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die meisten wurden vor 800- 1000 jahren gebaut, zur blütezeit des reiches.

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leider hat der bau und der unterhalt zu viele resourcen verbraucht, so dass das reich unterging.

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viele anlagen haben 1975 bei einem erdbeben stark gelitten und wurden teilweise renoviert – allerdings nicht allzu sorgfaeltig, so dass die unesco bagan bisher noch nicht zum weltkulturerbe ernannt hat.

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fortbewegungsmittel

die anlage zeigt sich beeindruckend und vor allem gross. während ich eine kleine pause einlegte, ging dani mit dem velo auf erkundungstour – allerdings bei den temperature nicht gerade das ideale fortbwegungsmittel fuer die mittagsstunen.

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Ansonsten wählten wir die pferdekutsche alstransportmittel, so gaben wir den kutschern (und den pferden) auch in der nebensaison einen Job. Auch kennen die kutscher die spannenden Tempel und ausgucke, so dass wir tolle Ecken entdeckten.

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nachdem es auch in der hochsaison nur ca 250 kutschen gibt, waren wir froh zur regenzeit hier zu sein – sowohl die preise wie auch die verfuegbarkeiten waren jetzt sehr angenehm.

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sonnenuntergänge

Im warmen licht des Sonnenuntergangs strahlten die Bauwerke besonders schön. Am ersten Abend brachte uns der Pferdekutschen zur goldenen bupaya Pagode.

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Mit ihrer goldenen farbe reflektiert die über 1000 jährige stupa das licht besonders intensiv.

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Am nächsten Abend pilgerten wir wie fast alle anderen Touristen zur shwesandaw Pagode. Steil gingen die Treppen hoch.

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Und die mühen wurden mit einem unvergesslichen Ausblick belohnt.

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nicht nur die pagoden leuchteten – auch unsere augen und gesichter.

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nach dem untergang der sonne zeigte sich schon der mond am himmel.

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doch hatten wir nicht jeden abend glueck mit der sonne – auch hier verdeckten wolken die untergehende sonne.

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fuer ein erinnerungsbild reichte es aber alleweil.

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ein weiterer schöner Ort für einen Sonnenuntergang war unser hotelzimmer – wir blicktendirekt auf den Fluss und wie bestellt war ein Fischer am Netze einholen.

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sonnenaufgänge

Der zweite schöne Moment des Tages ist der Sonnenaufgang, wenn die pagoden langsam farbe annehmen.

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in der regenzeit ist der charakteristische bodennebel leider nicht da, doch es war trotzdem traumhaft schoen.

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der sonnenaufgang war aufgrund der wolken nicht immer so schoen, so dass wir uns sehr ueber das gebaeude vor der hoteltuere freuten, welches wir problemlos erklimmen konnten.

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Daniel wagte sich sogar noch ein stockwerk hoeher.

 

 

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ich hingegen genoss den ausblick von der plattform.

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bereits um zehn uhr war es zu warm, um noch weitere pagoden zu bestaunen  – und wir kehrten dann ins hotel zur siesta zurueck.

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buddhas

Jede Pagode beherbergt mindestens einen Buddha, meist ist es ein hauptbuddha und entwederhat es weitere in den nebengebaeuden und/oder in allen vier himmelsrichtungen der pagoda – im gleichen stil, aber doch immer irgendwie anders.

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die meisten buddhas waren in der gleichen pose gestaltet.

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Der größte, den wir sahen, passte kaum in die Pagode – und aufs Bild passte trotz Weitwinkelobjektiv nur knapp die Hand. (Dani hat sich als Maßstab zur Verfügung gestellt)

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Oft ist neben dem Buddha ein Fernsehgerät, welches andere Buddhas ab DVD zeigt – hier schön in der linken Ecke zu sehen. Die DVDs werden auch verkauft.

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An vielen stellen gab es jeweils 8 Buddhas, die die 8 Wochentage myanmars repräsentieren. (Mittwoch gilt als zwei Tage).

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Es bringt Glück, den Buddha seines Wochentages zu waschen, was wir natürlich auch taten.

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vor fast jedem Buddha steht eine spendenbox, auf birmanisch steht angeschrieben, wofuer genau die spende ist. anstelle von kerzen zuendet man nach getaner spende eine bunte gluehbirne an.

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viele buddhas waren schon sehr alt – und meist golden. oft war es selbst mit dem weitwinkelobjektiv nicht moeglich, mehr als nur einen ausschnitt des buddhas abzulichten.

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shwezigon Pagode

Wie der Name sagt, handelt es sich hier um eine Goldene Pagode. Sie wird sehr rege genutzt.

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bei sonnenschein glaenzt die goldene farbe fast unwirklich.

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die verzierungen heben sich kaum ab.

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bei bewoelkung sieht es wieder ganz anders aus.

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besonders gefiel uns, dass auch hier die glaeubigen den tempel lebendig gestalten.

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fasziniert beobachteten wir die moenche, die technisch voll ausgestattet auch ihre erinnerungsbilder schossen.

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die kinder spielten ungehemmt im tempel und der kleine junge wollte unbedingt fotografiert warden und warf sich in die lustigsten posen, so dass das abdruecken nicht immer ganz einfach war vor lauter lachen.

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fuer 50 rappen kauften wir auf der nicht so touristischen seite ein “opferset” mit wasser, brot, eucalyptus und kokosmilch. eine birmanin fragte mich nach meinem geburtswochentag und uebernahm auch noch gleich die beschwoerung der geister.

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souvenirs

an den pagoden erwarteten uns viele souvenirstaende, allerdings konnten wir uns nicht so richtig fuer etwas erwaermen.

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marionetten leuchteten bunt in der sonne.

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gerne haetten wir das handwerk unterstuetzt, doch irgendwie past so ein objekt weder in unser gepaek noch in unsere wohnung.

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die verkaeufer waren weniger penetrant als erwartet – bei kleineren pagoden hatten sie ein nummern-system, dass fuer jeden tourist nur bestimmte laeden “offen” hatten. der effekt in der nebensaison waren dann doch sehr grosse, mittleidserregende augen – und ein hart-bleiben meinerseits fuehrte zu einem sehr impulsiven, birmanischen ausspruch der einen verkaeuferin.

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Dekorationen

Innerhalb der Pagoden waren verschiedenste Dekorationen. Oft waren es Reliefs.

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oder wandbemalungen – leider oft verblasst.

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auch an den aussenwaenden der pagoden sind darstellungen aus dem leben buddhas zu finden.

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ein grossteil der reliefs wurde jedoch von schatzsuchern entfernt, es hat kaum mehr vollstaendige.

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fotosession

zufaelligerweise sah ich bei der shwezigon pagode, dass gerade ein fotoshooting stattfand – und ich drufte mitknipsen. Richard aus kalifornien sei nur reich, nicht beruehmt – und ich darf die bilder nicht kommerziell nutzen – der katzenblog ist ja nicht kommerziell.

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erst im nachhinein fiel Daniel auf, dass die hinteren beiden moenche die schirme in der falschen hand hielten, so dass das bild bei genauerem hinschauen nicht ganz rund wirkt, bzw. das gesicht des hintersten moenchs oft verdeckt war.

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es war schoen, wie ich einfach so von den tollen motiven profitieren konnte.

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nicht alle jungs schienen es gleich zu geniessen.

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eine fotosession der aneren art erlaubte uns der bauer mit seinem ochsenkarren, der unseren weg kreuzte.

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es schien, als ob er nur fuer uns malerisch vor den pagoden posierte und auch die ochsen schauten brav in die kamera.

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 weitere bilder

und nachdem wahrscheinlich nur noch wir einen unterschied in den pagoden und bildern sehen, hier noch einige aus der selektion, die auch einfach ignoriert warden koennen.

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drei pagoden in yangon

Wednesday, July 10th, 2013

Pagoden sind in Myanmar allgegenwärtig und werden auch aktiv als Gebetshäuser genutzt. die sule – pagode ist zu einem roundabout geworden und steht mitten in der Stadt und eine gute Orientierungshilfe.

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wir besuchten die pagode als erste und verwechselten die spendenbox der schuhaufpasserin mit dem eintrittsgeld, so dass wir als grosszügige spender erschienen. die pagoden stehen jeweils im zentrum und drumherum sind verschiedene “gebäude”, in denen verschiedene buddahs sind. die können auch direkt an die pagode angebaut werden.

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ich erstand ein vöglechen, welches ich zu ehren buddhas fliegen lassen durfte – es verhielt sich erstaunlich ruhig in meinen händen, bevor ich es frei liess. ich war aber so nervös, dass ich vergass, den buddha um etwas zu bitten. immerhin hörte der regen danach auf.

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am fluss lag die botataung pagode, die von außen eher unscheinbar ist.

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Auch sie hat einige Nebengebäude.

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In diesen ist meist ein weiterer Buddha, zu dem man beten kann. Dort ist ersichtlich, dass die tempel und pagoden sehr aktiv genutzt. dies äussert sich auch in der integration von neueren technologien wie led lampen hinter dem buddah, oder dass man statt einer kerze eine glühbirne entzündet, was unser harmoniegefühl doch eher herausfordert.

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Diese Nebengebäude sind innen angenehm kühl und sie dienen auch als Aufenthaltsraum für die Gläubigen, die hier ein Schläfchen halten, quatschen oder sonst die zeit vertreiben.

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Vor jedem Buddha hat es eine spendenbox, die jeweils extrem voll ist. Der Mann hinter dem spendenzentrumtisch nimmt auch spenden mit wünschen entgegen.

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in die haupt pagode konnte man sogar reingehen und die reliquie, ein haar buddahs, sehen. im innern war alles vergoldet – der schein war unwirklich.

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Der weg zu einem weiteren Nebengebäude führte über einen Teich, in dem wir Welse und unzählige wasserschildkröten verschiedenster Gattungen sahen. Wahrscheinlich sind diese auch spenden für Buddha, nur dass sie nicht so einfach wegfliegen wie die Vögel.

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Für uns unfassbar waren die vielen Opfergaben – neben Geld, lotusblüten und weihrauchstäbchen sahen wir sehr viele essensgaben (nur am morgen, da Buddha nur bis 12h isst). Wir fragten uns,was denn mit den gaben geschieht, wenn Buddha fertig gegessen hat. Die Krähen waren eher die Ausnahme. Aber darauf würden wir sicher noch eine Antwort finden.

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Die bekannteste Pagode in Yangon, wenn nicht sogar von ganz Myanmar ist die shwedagon Pagode. Sie ist etwas außerhalb vom Zentrum und die stupa ist mit Blattgold bezogen, ca 9,75 Tonnen Gold.

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Der Treppenaufgang ist gesäumt von. Geschäften, die vor allem Devotionalien verkaufen. Touristen sind nicht mal die hauptzielgruppe, was für uns seh ungewöhnlich war – so konnten wir in Ruhe das Angebot studieren.

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Die Pagode selbst ist von vielen kleinen Türmchen und Schreinen umgeben, in denen wieder Buddhas für spezielle Anliegen oder Zielgruppen sind.

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Die zahlreichen Nebengebäude hatten jeweils noch mehr Buddhas in allen Positionen und Größen. Hier nur ein Beispiel.

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Wir waren überwältigt von den Eindrücken und entschieden uns, gegenüber dem Buddha für die am Samstag geborenen, einfach hinzusetzen und zu beobachten – besser als jedes Fernsehprogramm!

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Besonders gefiel uns, dass die Pagode von einheimischen aller Altersgruppen besucht wurde und auch für moderne Birmanen einer Rolle spielt – auch hier werden neue Technologien eingebunden. Wir bemerkten kaum, wie die zeit verstrich und freuten uns Schon auf den Besuch der nächsten Pagode.

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die schatzinsel

Thursday, May 9th, 2013

heute war es endlich soweit, dass wir das weihnachtsgeschenk von max und mattia einlösen konnten – ein besuch in der oper! nach der begutachtung des orchestergrabens nahmen wir unsere plätze ein und folgten gespannt der aufführung der schatzinsel.

anschliessend fuhren wir zu uns heim und es gab ein grillznacht – wobei wir bei dem schlechten wetter so kurz wie möglich draussen blieben und gemütlich drinnen assen. ein sehr schöner tag!


start ins london-wochenende

Thursday, April 18th, 2013

dieses wochenende war ein besuch in london auf dem programm – auf piste 28 begann der ausflug.

abflug

unser hotel lag gleich beim hyde park und am morgen lachte die sonne und die häuser strahlten – ein perfekter tag!

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der bus fuhr mich zum v&a museum, ich hörte von mehreren Quellen von der Ausstellung von und über David Bowie. Die schlange vor dem ticketschalter erschreckte mich etwas und nachdem mein erster Versuch scheiterte, jemanden weiter vorne zum ticketkauf für mich zu überreden, überlegte ich in der Schlange weiter. Nach gut 35 Minuten überlegen hatte ich mein Ticket für ein zeitfenster in etwa einer stunde.

V&A Museum

somit hatte ich zeit, das museum zu entdecken – erstaunlicherweise war ich noch nie zuvor hier. Die sammlung ist nicht ganz einfach einzuordnen. Ich begann im 6 Stock um im Hinblick auf mein neues Hobby  vielleicht im Bereich “Keramik” Inspiration finden. Der weg führte durch die spannende Möbel Galerie. Bei der Porzellan Abteilung war ich schlicht überwältigt. Aus aller Welt stapelten sich die Teller, Tassen, Vasen und Figuren meterhoch.

porzellan

neben vielen porzellanfiguren in allen farben und formen faszinierten mich die japanischen vasen am meisten, doch die waren so hoch oben, dass ich sie gar nicht richtig ablichten konnte.

endlose schätze

Eine Datenbank erlaubte eine Suche nach Stichworten, so dass man bestimmte teile schnell finden konnte. da gab es dann alle angaben, inklusiv der art, wie es ins museum kam – bei einigen war aufgelistet, das sie an stelle von erbschaftssteuern angenommen wurden. wobei – auch wenn die figuren wertvoll sind, in unserem wohnzimmer müsste ich sie nicht unbedingt haben.

porzellan

Ebenso verweilte ich in den Architektur Räumen und wanderte zwischen Skulpturen aus allen Epochen. bei den skulpturen im parterre sah ich den jungen herrn voll vertieft in seine zeichnung.

 inspiration

wie schön er das Museum mit ehrfürchtigen altertümern gemütlich macht.

man at work

Die konstante Modernisierung und Aktualisierung war live zu beobachten.

neue ausstellung

Die David Bowie ausstellung war sehr spannend, sowohl inhaltlich wie auch gestaltungsmässig – kameras waren leider nicht erlaubt. Auf jeden fall benötigte ich anschliessend eine Stärkung im Café, wo ich mich in den speiseräumen fast wie eine Königin fühlen konnte.

lunch

Frisch gestärkt machte ich mich auf den weg zum Trafalgar Square, und erreichte ihn im perfekten abendlicht.

trafalgar square

Aufgewärmt habe ich mich dann in der Nationalgalerie, mit Blick auf die wertvollen Gemälde – fotografieren verboten, daher der ausblick auf den platz.

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mit dem bus fuhr ich weiter und genoss den ausblick auf das leben in der strasse.

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Gegen Abend hatte ich dann genug von Museen und doch war es zu früh um heimzugehen. Also spazierte ich ins Ticket Office des Palace Theaters und war doch nicht ganz bereit, den vollen Preis von 80£ für ein Ticket für “singing in the Rain” zu Zahlen, so spontan. Der Verkäufer zeigte mir dann die günstigen Tagestickets für 25£, und meinte, dass man dort alles sehen würde, aber nass werde. Naja, ein bisschen Wasser hat ja noch niemandem geschadet, und soooo schlimm konnte es ja nicht sein. Ich nahm in der ersten Reihe ganz links Platz und hatte einen herrlichen Blick – jede Mimik der Schauspieler zu sehen war ein Erlebnis! Und als es dann auf der bühne warm zu regnen begann, dachte ich noch immer, dass sie übertreiben würden. Erst als der Hauptdarsteller zu tanzen begann und ich begriff dass auf der Bühne ca 5cm Wasser standen, wurde mir klar, dass es kein entrinnen gab. Bei den ausladenden Tanzschritten spritzte das Wasser herrlich in den Zuschauerraum – und ich war ziemlich nass.

cleaning in the rain

In der Pause wurde die Bühne vom Wasser befreit und meine Kleider trockneten schnell, war ja nicht so schlimm und war gut bezahlt. Eher überraschend war dann, als die Zugabe kam und der Regen erneut auf die Bühne prasselte und das ganze Ensemble voller Schwung tanzte und spritzte. doch fürs foto danach war ich wieder trocken und lächelte.

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Ein kleines Hungergefühl trieb konnte ich dann mit einigen dim sum bekämpfen und mit dem bus fuhr ich nach hause – schade, hatte es auf unserer spur keinen stau, ich hätte gerne den ausblick noch etwas genossen.

heimweg


sechseläuten

Monday, April 15th, 2013

zum ersten mal musste ich nicht arbeiten an sechseläuten, so dass ich mit freuden mit patricia, sanni und carmen ein plätzchen für den umzug suchte. das grün des gastkantons st.gallen war omnipräsent und ihr motto vom baby jail song weckte erinnerungen an die teenagerzeit.

parkplätze für pferdekutschen wurden schon lange abgeschafft, doch das fahrgespann war sehr kreativ, die bedienung des restaurants servierte problemlos auch nach draussen.

gut ausgerüstet mit hobelkäse und weisswein warteten wir auf den beginn der parade.

pompös zogen die zünfte vorbei. vor lauter panik vor erneuter papieransamlung kaufte ich kein programm, so dass ich die vielen ehrengäste gar nicht erkannte.

wobei auch nicht immer klar war, ob es wirklich ehrengäste waren oder gut angezogene zünfter.

doch ehrengäste und promis sind ja nur halb so wichtig wie andy und reto bei der weggen zunft.

ganz traditionell war ich mit blumen ausgerüstet und bekam küsschen und feine brötchen – passten perfekt zum käse und weisswein.

wir kämpften uns noch vor ende des umzugs durch richtung böögg – mit einem kurzen foto stop auf der gemüsebrücke.

dann versuchten wir uns richtung sechseläutenwiese vorzukämpfen, was bei dem andrang von leuten fast unmöglich war.

wir wählten eine seitengasse, von wo wir zumindest sicht auf den böögg hatten, wenn auch mit vielen bäumen davor. die flammen loderten, die ersten knaller waren schon explodiert, doch wir warteten lange auf den erlösenden lauten knall des kopfes. nach endlosen 35 minuten und 11 sekunden war der spuk vorbei.

wir hatten genug von der menschenmenge und verzogen uns richtung rimini, um die sommer saison mit einer pizza und einem barbara zu eröffnen. auf dem weg sahen wir noch zeichen der festivitäten, schön, wenn zürichs strassen für einmal etwas bunter sind!

 


sevilla im ausnahmezustand

Thursday, March 28th, 2013

an gründonnerstag ist in sevilla der höhepunkt der karwochen prozessionen – soweit wir den plan verstanden haben, waren für den heutigen tag ca 8 prozessionen geplant, die letzte würde ihre kirche erst gegen mitternacht beginnen. im hinblick auf die anstrengenden aussichten während der prozessionen, nahmen wir es eher ruhig und ich verbrauchte nicht zuviel energie und speicherplatz für “normale” sehenswürdigkeiten, die wären dann ja bei einem zweiten besuch auch noch da.  aber so ganz ohne geht es dann doch nicht, hier ein bunt verzierter hauseingang.

der metropol parasol ist erst seit 2011 fertig und verleiht dem platz eine spezielle atmosphäre.

im gegensatz zu ronda, wo die trachten nur bei drei frauen im umzug getragen wurden, scheint es in sevilla durchaus üblich, sich auch als zuschauerinnen im traditionellen schwarz zu kleiden.

die meisten balkone waren rot/gold abgedeckt und an jeder ecke sahen wir bereits gekleidete büsser auf dem weg zu “ihrer” kirche.

auf dem weg zum startpunkt der ersten prozession beobachteten wir wie die büsser in der kirche “einchecken”.

beim eingang gibt es dann doch eine gesichtskontrolle, d.h. die büsser müssen den hut kurz abheben.

die ersten prozessionen beginnen schon nachmittags und vor der kirche warten tausende. den rest der gruppe verlor ich bereits vor beginn der ersten prozession, aber das war ja nicht weiter schlimm – es wäre wohl sowieso zu schwierig gewesen, mehr als 2 personen zu koordinieren. zuerst kamen die büsser aus der kirche – es waren unzählige, diesmal mit weissen hüten.

leider konnte ich hier nicht wie in ronda einen guten platz zum fotografieren finden, also teilte ich mir einen container mit einigen kindern – die waren zwar ab und zu im bild, doch durchaus auch ein motiv. eine freundliche spanierin mit ihrem holländischen mann gaben mir gute tips.

die jesus statue ging erst zur nachbarskirche, um den dortigen jesus zu grüssen, da dieser aufgrund des schlechten wetters am vortag nicht wie geplant nach draussen konnte. (so eine englischsprechende spanierin als nachbarin ist gold wert!)

als zweites kam maria aus der kirche und der platz wurde still (was in spanien durchaus sehr ungewöhnlich ist). sie wurde von einem kleinen balkon neben der türe von einer älteren sängerin (ohne mikrofon) angesungen – der ton war etwas leise aber ging durch mark und bein. anschliessend wurde maria noch mit blütenblättern überschüttet – ein schönes bild, obwohl der baum stört.

gerne wollte ich nun richtung parasol gehen, eigentlich gleich um die ecke, um dort eine andere prozession zu sehen. doch bei vielen strassen war kein durchkommen – luzerner fasnacht ist da für anfänger. also veränderte ich die taktik, ich wartete einfach, bis eine statue vorbeigetragen wurde. hier kam gerade eine maria vorbei. vor meinem standpunkt hielt sie gerade an und die kerzen wurden wieder angezündet.

während dieser zeit kam der ganze zug zum stillstand, so dass die motive ruhig standen und ich den bildaufbau überlegen konnte.

die schwierigkeit bestand dann eher darin, dass keine anderen leute gerade vor das motiv standen. oft waren es auch fotografen, die sich überhaupt nicht um den zug zu scheren schienen und rücksichtslos durch die büsser liefen.

den grund für die kinder in der ersten zuschauerreihe war schnell erkannt: einige büsser verteilten süssigkeiten aus ihren taschen.

die grossen statuen werden von jungen männern getragen, die gut an den tüchern auf dem kopf zu erkennen sind. wenn sie mit der last umherlaufen, sehen sie nichts.

sie bewegen sich auf die zurufe und klopfzeichen von einem herrn im anzug.

bei einer pause können sie sich kurz setzen, danach geht es aber wieder hoch. jeder trägt eine last von ca 60kg auf dem nacken.

ein langer umweg führte mich zum parasol, wo ich einen zug in voller länge sehen konnte. sie sind immer gleich aufgebaut. zuerst kommen die büsser mit ihren hüten. viele sind in den socken oder barfuss unterwegs. je nach kirche sind es bis zu 1000 büsser.

einige büsser tragen auch ein symbolisches kreuz durch die strassen. jede kirche hat eine unterschiedliche farbkombination von hüten und kleidern.

dann kommt die heiligenfigur, im ersten zug wird jesus durch die strassen getragen.

die träger der statuen werden regelmässig abgelöst – ich wurde gerade zeuge von einem schichtwechsel.

gleich dahinter läuft die kapelle, die mit trommeln und trompeten den marsch begleitet.

die herausgeputzten kapellen sind nicht von der kirche selbst, sie werden jeweils “angemietet”.

einige der trompeten sind sehr klein und ihre musik ist für unsere ohren eher unharmonisch, aber es passt wunderbar zu der szenerie, vor allem im dunkeln ist es sehr gespenstisch.

vom balkon stehten die bewohner in der ersten reihe auge in auge mit den figuren.

doch was von weitem noch wie ehrfürchtiges beten aussieht, könnte bei näherer betrachtung fast als langeweile interpretiert werden.

erwartungsgemäss bahnte sich nach dem jesus zug  auch maria mit ihren begleitern durch die menschenmenge.

nach so viel rummel fand ich endlich ein plätzchen zum sitzen und was zu essen. aber auch dort jagte ein motiv das nächste.

von weitem konnte ich die musik einer prozession in der nähe hören, doch ich brauchte beim besten willen eine pause.

die büsser, die wir  am nachmittag beim einchecken gesehen hatten, traf ich nach einbruch der dunkelheit wieder an

wenn der zug zum halt kam, scharten sich die kinder um die büsser und baten um etwas wachs aus den langen kerzen, um diese auf eine kleine alu-kugel tropfen zu lassen und die wachskugel im verlauf des abends immer weiter wuchs.

mit einer wachsschnur wurden die erloschenen kerzen wieder neu entfacht.

zwischen zwei prozessionen schaffte ich es sogar auf den balkon beim parasol und hatte einen guten blick auf den start einer nächsten prozession, wenn auch nur auf einen kleinen bereich des geschehens.

auf dem weg zum bus kam ich nochmals ins gedränge und hatte ein wiedersehen mit dem jesus vom parasol, der schon auf dem heimweg war.

und wo ein jesus, da kann auch eine maria nicht weit sein! und gerade an meinem standpunkt (mit blick auf den turm der kathedrale) dreht sich die statue um die eigene achse und wird als dankeschön vom hausdach mit blütenblättern beworfen.

die menge der blütenblätter war unglaublich – sie waren echt und nicht aus papier – definitv angenehmer als die konfetti. die strassen waren noch voll, als ich mich auf den weg zum bus machte – 2h heimfahrt vergingen wie im flug.


entdeckungsreise in die umgebung

Monday, March 18th, 2013

nicht schlecht staunte ich am montag morgen über den schneefall auf dem weg zum bahnhof. am bahnhof half mir ein freundlicher herr beim ticketkauf und los gings. das kleine kind gleich hinter meinem sitz stellte mit freudigen ausrufen direkt hinter meinem linken ohr sicher, dass ich auf keinen fall noch etwas schlafen konnte, kaum entspannte ich mich kurz, schreckten mich die schallwellen im oberen frequenzbereich wieder auf – und immer auf die gleiche stelle!

in der gegend sind die leute nicht nur beim ticketautomaten unglaublich kommunikativ. von einem “ihr schnürsenkel ist offen” in der bahn, “der nächste fährt 11:19, die uhr ist dort drüben” an der bushaltestelle bis zur handfesten kommunikation einer alten dame die mich mit einem sanften griff an den hintern vom gehsteig wegschob, offensichtlich stand ich ihr im weg. ich beschloss, mich den lokalen gegebenheiten anzupassen und raunte der dame, die sich dem busfahrplan näherte ein “in drei minuten” zu. sie schien sich nicht weiter zu wundern, schaute nicht weiter auf den plan und bedankte sich für die information.

in der porzellanmanufaktur nahm ich an der “tonführung” durch die schauwerkstatt teil und hatte keine grossen erwartungen. nach einem film sahen wir in einem raum einem herrn zu, der an der fussbetriebenen töpferscheibe mit ruhiger hand eine kleine tasse ausformte.

diese wurde dann in eine gipsform gepackt und von hand in die richtige dicke geschnitten. hinter dem.jungen herrn zeigten die modelle die verschiedenen arbeitsschritte bis zur verkaufsfertigen tasse.

im nächsten raum setzte die boussiererin die verschiedenen einzelteile mit schlicker zu einer figur zusammen.

mit der individuelle  ausgestaltung der details hinterlässt sie ihren stil auf der fertigen figur.

im nächsten demonstrationsraum sahen wir die unterglasurmalerei. diese wird vor dem brennen aufgetragen. das sogenannte zwiebelmuster ist in wirklichkeit ein granatapfelmuster.

wie auch beim töpfern ist die farbe vor und nach dem brennen etwas unterschiedlich. das grünbraun wird danach zum bekannten kobaltblau.

die überglasurmalerei wird nach dem brennen aufgetragen, die bemalten stücke werden dann aber noch ein drittes mal gebrannt und auch da verändert sich die farbe nochmals. die goldränder werden anschliessend nochmals poliert.

in der ausstellung waren alle farben an einer wand aufgezeigt.

wunderschön auch die abstufungen im einzelnen.

im laden war ich auch von den outlet preisen beeindruckt und ich verliebte mich (glücklicherweise?) in keines der eher kitschigen stücke. die suche nach einer katze war auch erfolgreich: eine kachelofenplatte!

auf einer grossen fläche wurden filigrane, bunte werke aus den letzten jahrhunderten ausgestellt.

eine stärkung gabs dann aus echtem meissner porzellan im cafe: kartoffelsuppe mit brot und quark.

zu fuss machte ich mich auf den rückweg, wobei mir die zahlreichen häuser in baufälligem zustand auffielen, wahrscheinlich trug das kalte wetter noch weiter dazu bei.

voller elan erklomm ich den burgberg und fand den weg in die freiheit.

auf dem burgberg stach der dom sofort ins auge, die albrechtsburg, links davon, ist eher unscheinbar.

erst besichtigte ich den dom – es gab keine führungen im winter, so dass ich die verschiedenen ecken auf eigene faust entdeckte. eine kleine wendeltreppe führte auf einen balkon mit herrlichem blick ins kirchemschiff.

in einem vorraum waren friedrich der streitbare und seine nachkommen beerdigt.

auf dem weg nach draussen, im kreuzgang war dann das bild für den katzenblog.

ich war schin fast auf dem weg in die stadt zurück, als ich nochmals umdrehte zur albrechtsburg. der eintrittspreis war schon etwas am oberen ende, doch ich hatte ja nichts anderes los, so dass ich auf entdeckungsreise ging.

die albrechtsburg war bis mitte.19. jahrhundert die produktionsstätte fürs porzellan, als sich der damalige herrscher dazu bekannte, die  burg zu renovieren. nun ist es ein wunderbares gebäude mit vielen wandgemälden.

besonders gefiel mir das wendeltreppenhaus.

die gefängniskammer wartete mit schönen krizzeleien auf.

durch die scheiben hat man früher wohl noch nicht soviel gesehen wie durch das ersatzglas

das wetter lud nicht wirklich ein zum schlendern und da am montag auch die meisten kleinen läden geschlossen sind, war das flanieren auch keine option. auch vor dem hintergrund, dass es mir ja an wirklich nichts fehlt. es war dann auch zu kalt, um noch auf die volle stunde zu warten, bis dass die porzellanglocken des meissener kirchturms eine lange melodie spielten, abe für die kurze klingel um halb war ich gerade rechtzeitig da.

auf dem weg zum bahnhof wurde beim blick zurück klar, wie der burgberg zu seinem namen kommt.

somit wählte ich den etwas weiteren heimweg via dresden, wobei ich die stadt nicht mehr so weitläufig  in erinnerung hatte.  somit gabs ein kurzes “beweisbild” von der frauenkirche, asiatische nudeln und ich machte mich auf den “heimweg” nach leipzig.

passend zum schnee machte ich mich für den ausflug zum mount everest bereit. das asisipanometer hat für einige monate das bild vom mount everest aufgehängt.

im stadtzentrum von leipzig gibts weiterhin veränderungen – hier soll gemäss unseren informationen ein neues motel one entstehen – aber wahrscheinlich sind die zimmer noch nicht fertig für nächstes jahr zur buchmesse

um elf gabs eine führung im assisipanorama mit spannemdem hintergründen zum gasometer und dem.berg, inklusive klima, geschichte der erklimmungsversuche und dem buddhistischen glauben.

mittagessen gabs mit gabi und horst in der uni kantine, die trotz semesterferien gut besucht war. den nachmittag verbrachte ich shoppend und kaffeetrinkend und plötzlich wars schon zeit für die rückreise.


zweiter buchtag

Friday, March 15th, 2013

frisch gestärkt begannen wir den buchtag beim ard forum “druckfrisch”: denis scheck beginnt mit einer kurzweiligen kurzrenzesion der meistverkauften bücher (ohne religion) , in wenigen sätzen auf den punkt gebracht, kann hier nachgeschaut werden (sehr empfehlenswert) er definiert auch seine meinung zu bestsellern : “meistverkauft”, sei nicht gleichbedeutend mit “die besten”. man solle sich vorstellen, dass man das meistverkaufte essen in deutschland aufgetischt bekommen würde.

unsere anglerstühle bewährten sich beim ard studio konnten wir problemlos in eine lücke sitzen und auf den auftritt von michail gorbatschow zu warten. doch kurz davor erwähnte die moderatiorin, dass alle termine des friedensnobel preisträgers an der messe abgesagt wurden. somit setzten wir den anlass in die peterskirche wieder aufs programm setzten.

kurz nach drei erreichten wir den austragungsort, reihten uns in die schlange, anglerschemel auf der empore aufgestellt. kurz nachher wurde die türe geschlossen und weitere ca 500 interessierte hatten keinen zugang mehr.

mit etwas verspätung begann das gespräch mit hans dietrich genscher und michail gorbatschow. eine spannende reise in die vergangenheit. die stimmung in der peterskirche war berührend. man konnte förmlich spüren, wie das publikim sich des historischen moments bewusst war und den herren ihre dankbarkeit und wertschätzung erweisen wollten.

im gespräch wurde klar, dass der fall der mauer in dieser form nur möglich wurde, weil sich die beiden männer vertrauten und sich an ihre versprechen hielten. michail gorbatachow erzählte, wie er als 14 jähriger die besetzung seiner heimatstadt durch die deutschen erlebte, welche gereueltaten aus den umliegenden gegenden gemeldet wurden. sein weg zum studium nach moskau führte über stalingrad, wo er das ausmass der zerstörung sehen konnte. er hat sich damals geschworen, das so etwas nicht wieder der passieren dürfte – wahrscheinlich auch einer der gründe, weshalb die panzer in deutschland 1989 in den kasernen blieben.

nach gut 1.5 stunden verabschiedeten sich die herren unter grossem applaus.

wie im letzten jahr haben wir komplett vergessen zu essen und somit nutzten wir die pause für einen besuch bei den bagel brothers und machten uns dann gesättigt wieder auf zur peterskirche.

in der vergleichsweise leeren peterskirche einer diskussion von peer steinbrück, dem sohn von willy brandt und einem weiteren historiker lauschten. nachdem man von politikern meist nur ausschnitte im fernsehen sieht, genoss ich es, das volle bild zu sehen – ich war überrascht von herrn steinbrücks geschliffene ausdrucksweise und selbstironie.

nach einer kurzen pause im hotel machten wir uns auf den weg zur distillery, dem slam poetry abend, doch einige andere hatten die gleiche idee, so dass wir zu “ilses erika” fuhren, das lokal mit der wohnzimmeratmosphäre.

“dann lynch’ ich deinen hummer” war der titel der lesung mit philipp weiss und françois grosso – hat uns sehr gut gefallen, vor allem, dass wir anschliessend noch einige worte mit den autoren wechseln konnten.


auftakt buchmesse

Thursday, March 14th, 2013

nachdem die lufthansa freundlicherweise mein gepäck direkt ins hotel lieferte, konnte ich direkt zur messe fahren.

dann hatte ich die qual der wahl – ein feuerwerk an veranstaltungen und leider fast alle gleichzeitig. so pendelte ich zwischen zwei “bühnen” hin und her – der lvz autorenarena und der leseinsel der jungen verlage. so lauschte ich dem leben von udo reiter, dem langjährigen mdr intendanten, der seit 40 jahren im rollstuhl sitzt. thomas gottschalk entdeckte und günter jauch gefeuert hatte.

die eiskunstläuferin marika kilius beeindruckte mit ihrer form mit ihren 70 jahren. sie vertritt die these, dass kinder am besten zwischen 2 und 4 mit sport in berührung kommen.

auch ums thema kinder gings bei katharina saalfrank, die ehemalige super nanny. sie hinterliess bei mir jedoch einen etwas gekünstelten eindruck.

um 17h bewegten wir uns zum schweizer stand, dort waren beat schlatter und stephan pörtner für die präsentation ihres buches angesagt. eine kurzweilige stunde mit annektoten aus den leben und auszügen aus dem buch.

den auftakt des abendprogramms machte die lange nacht der kurzen krimis auf dem südfriedhof. es war schon etwas unheimlich, denn im frischen schnee sahen wir nur wenige fusspuren zum haus. die lesung war schon in vollem gange, als wir buchstäblich reinschneiten.

in der pause liessen wir dann unser portrait in blut malen, erstaunlich, wie r.a.f. immert minuten so treffsicher ein portrait von uns anfertigte.

beim signieren des buches “alte frau zum kochen gesucht” kamen wir ins gespräch mit stephan hähnel, der uns auf die criminale hinwies, das jährliche treffen von krimiautoren aus dem deutschsprachigen raum, welches 2013 im raum bern stattfinden wird. da suchen wir doch gleich das programm.

anschliessend wechselten wir in die moritzbastei zur langen leipziger lesenacht zu einer anschaulichen demonstration von opportunitätskosten. in vier kellern lesen jeweils 2-3 autoren aus ihren büchern. somit ist das gefühl, dass man etwas verpasst bei einer nicht ganz so spannenden lesung, sehr präsent und es bleibt der vorsatz, sich fürs nächste mal besser vorzubereiten. mit einer neuen buchwunschliste machten wir uns auf den heimweg.

mein koffer wurde übrigens um 5:13h morgens ins hotel geliefert, so dass ich doch frische unterwäsche hatte.


dr mond isch bleich, s’isch morgestraich!

Monday, February 18th, 2013

kurz vor sechs holte uns peter vom hotel ab und wir spazierten zum cliquen keller der alten schnoogecherzli. die laterne mit dem sujet “e buvette uff dr minschterplatz” war schon draussen aufgestellt und mit einer kerze beleuchtet.

nach eingehender bewunderung gings in den keller, wo wir mit einem “gläsli wysse und sunnerädli” den keller und die schönsten, alten laternen bewunderten.

“dr zeedel” wurde vorgelesen, der das sujet begleitet: der pfarrer vom münster wehrte sich im vergangenen jahr gegen eine open-air beiz auf dem münsterplatz, obwohl der platz auch sonst rege für kommerzielle veranstaltungen genutzt wird. dies in kreativen reimen in baseldytsch.

eine kleine anprobe mit einer larve gabs für daniel, bevor wir aufbrachen.

die laterne wird an den startpunkt des morgenstraichs “gepfiffen”: die laterne voraus, dann die piccolo spieler hinterher (traditionell ohne trommeln), gleich danach die begleiter (wir). so gings von der leimenstrasse zum bankenplatz auf der strasse, und selbstverständlich hatten vortritt – eine ampel phase war meist nicht lange genug, um den ganzen zug passieren zu lassen. doch nicht nur die autofahrer, auch die busse und trams warteten geduldig – und wo es ging, liessen wir sie auch vorbei.

kurz vor dem bankenplatz wartete auch rose auf die laterne, die im letzten jahr ihren hundertsten geburtstag feierte. ihr mann war in der clique aktiv und sie öffnet noch immer ihre haustüre am montag nachmittag, damit das geld aus dem blaggeddeverkauf gezählt werden kann.

nach ablieferung der laterne gabs einen snack (safranrisotto) absacker in der safranzunft. die ganze innenstadt war voller cliquen, die ihre laternen in position brachten, zum teil noch abgehängt. vorfreudig fielen wir ins bett.

der wecker klingelte um 3h und wir waren nicht die einzigen unterwegs zur freien strasse und sicherten unseren platz in der ersten reihe. die cliquen stellten sich auf (yy stoh!). punk 4h morgens erlöschte die strassenbeleuchtung und die tambourmajoren gaben mit dem komando “morgestraich – marsch!!” den startschuss.

mit tormmeln und pfeifen wurden die laternen durch die strassen getragen. jede clique definiert ihre eigene route.

die cliquen trugen traditionell keine einheitlichen kostüme, jeder nach seinem geschmack. die zum sujet passenden kostüme werden erst für den cortège am nachmittag angezogen.

die kälte zwang uns schon kurz vor 5 zur traditionellen mehlsuppe, von wo wir den barfüsserplatz überblicken konnten und die laternen vor der schönen kulisse vorbeizogen.

danach kämpften wir uns durch die menschenmengen zum “drey keenig”, wo wir nach peter und den schnoogecherzli ausschau hielten. die laterne wies uns den weg und dann gabs noch ein gemeinsames foto fürs album.

und dann noch eines mit larve.

die müdigkeit liess nicht lange auf sich warten, und während dani sich auf den heimweg machte (er musste ja arbeiten), gabs für mich 2 stunden schlaf und anschliessend arbeitete ich noch an meiner präsentation, um dann den cortège am nachmittag zu geniessen. beim kunsthaus traf ich mich beim tinguely brunnen mit véronique (und ihrem mann pascal), die ich seit unserer gemeinsamen internatszeit, also seit gut 20 jahren nicht mehr gesehen hatte, aber dank ihrem “albtraum in silber” gleich erkannte. (hier ein bild von dem treffpunkt)

der cortège fand bei herrlichstem sonnenschein statt, perfekt für fotos. doch wir standen leider nicht in der ersten reihe, so dass es etwas schwierig wurde, die wunderbaren waggis ohne köpfe abzulichten.

sie verteilten fleissig räppli, orangen, blumen und süssigkeiten.

dann legten wir einen kurzen boxenstop bei sylvia ein, mitten in der innenstadt, um véroniques brille an die maske zu leimen, einen waggis zu trinken und einen speziellen blickwinkel von oben auf ein schissdräggziigli zu geniessen.

auf dem weg zum cliquen treffpunkt für véronique begleitete uns markus, und die beiden musizierten durch die gasse. für mich einer der schönen einblicke in die fasnacht, die mir als “besucher” verborgen geblieben wären.

gerne wäre ich noch länger geblieben, die wetterbedingungen waren herrlich und die räppliwerfenden waggis, einzelmasken und gruppen wärmten mein herz.

das fasnachtsvirus hat mich voll gepackt, vor allem dank dem persönlichen einblick durch peter und véro – ganz lieben dank! hoffentlich hält das strahlen in den augen noch lange an – zumindest die konfettis werden mich wohl noch einige zeit begleiten, haben sie sich doch in die hintersten ritzen meiner kleidung geschummelt. nächstes jahr plane ich besser voraus, um mehr als nur einen tag zu geniessen.