Archiv für Kategorie ‘katzen’

tierisches osaka – 大阪

Friday, April 25th, 2014

Nach der ankunft in osaka machten wir uns gleich auf den weg zum Aquarium, wo wir den rest der familie treffen wollten, die ein anderes hotel hatten. Irgendwie war das zugsystem hier für fortgeschrittene, denn schon bei den ticketautomaten vermissten wir die beschilderung des streckenplans auf englisch.

ticketautomat

nicht alle stationen waren auf dem plan in englisch angeschrieben und viele linien teilten sich das gleiche perron, so dass uns erst nach mehreren stationen auffiel, dass wir zu weit gefahren sind, bzw. der zug an gewissen stationen nicht hielt, da waren wir wohl doch nicht in der 大阪環状線, der Ōsaka kanjō-sen, also die Circle-Linie, die eigentlich im kreis fahren sollte.

loop line station osaka

und  als wir glaubten, den richtigen zug erwischt zu haben, stiegen bei einer haltestelle plötzlich alle anderen passagiere aus und stellten sich auf den bahnsteig – wir taten es ihnen gleich und warteten auf den nächsten zug – der dann auch wieder nicht dorthin fuhr, wo wir erwarten.

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so hatten wir unfreiwillig eine stadtrundfahrt (zumindest die eine hälfte, dafür mehrmals) und genossen den blick nach draussen – all die details, das alltagsleben spannender als fernsehen.

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nach weiteren zwei mal umsteigen erreichten wir endlich “universal city” und verpassten gerade das stündliche schiff zum aquarium um 10 minuten. Also gingen wir bei den restaurants vor den studios auf essenssuche.

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gut, hatten wir zumindest für einmal geplant, hamburger zu essen – einerseits einen vom lokalen MO’s Burgers (chicken terryaki burger) und bei McDonald’s den Avocado Chicken Burger.

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dann nahmen wir das schiff über die bucht, eine sehr entspannte bootsfahrt, perfekt für unser mittagessen. der terryaki burger schmeckte super, wenn er auch etwas klein war, von den avocados im mcdonalds burger schmeckte man jedoch nicht so viel. für den rest der reise würden wir uns definitiv an traditionelleren japanischen fast-food halten.

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das aquarium, das Kaiyūkan (海遊館) ist ein auffälliges gebäude, hier vom schiff aus und wir erreichten es nach ca 2h anfahrtszeit – die andere familiendelegation war trotz hotelwechsel und mittagspause vor uns da.

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nachdem wir den eingang endlich gefunden hatten, gings erstmal aufs dach – glücklicherweise per rolltreppe. dort begann der rundweg und die noch zu bewältigende strecke war jeweils in meter angegeben. wir starteten bei 990m

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im ersten Bereich waren die Fischotter und Enten zu sehen. über der Wasseroberfläche war es jedoch etwas langweilig, so dass wir uns ein Stockwerk tiefer das schauspiel anschauten. die Fischotter waren blitzschnell unterwegs und zogen beim eintauchen immer einen kometenhaften schweif aus luftbläschen aus ihrem fell hinter sich her.

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von oben sind enten weniger speziell, haben wir doch scharenweise welche vor der haustüre daheim, wenn auch nicht in einem so eleganten schwarz-weissen federkleid. ein perspektivenwechsel macht die tiere gleich wieder interessanter.

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im nächsten bereich waren tiere gebündelt, die auf eis und kälte stehen. den namen dieses putzigen tierchens habe ich leider vergessen, doch wie es einen eisbrocken auf seinen bauch legte und damit spielte, bleibt unvergessen.

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einige gehege weiter waren die kaiserpinguine. auf den zweiten blick sahen wir, dass an der decke eine eismaschine war, aus der immer wieder eiswürfel fielen. die pinguine haben sich um den eiswürfel regen versammelt und es war ein spass, zuzuschauen, wie die eiswürfel dem einen pinguin auf den kopf fielen, dann abprallten und sich auf den anderen pinguienen zu verteilen. auf seinem kopf bildete sich ein kleiner eishaufen.

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ein anderer pinguin sass neben der scheibe und als ich die scheibe mit dem taschentuch für ein foto putzte, versuchte herr kaiser hinter der scheibe mit dem schnabel das tuch zu picken. so ein extrem kommunikatives zootier gibt es selten!

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das kernstück des aquariums war der riesige fischtank in der mitte des gebäudes – der gang führte spiralförmig um das riesige becken, so dass man die verschiedenen ebenen voll auskosten konnte.

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wir setzten uns auf einen der bänke am rand und schauten dem ballett der fische fasziniert zu. aufh wurden wir zeuge der fütterung des wal-hais durch einen taucher.

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um das hauptaquarium waren verschiedene kleinere becken mit allen möglichen fischen – sei es ein sardinenschwarm oder etwas exotischer anmutende geschöpfe.

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ein highlight waren die wasserschildkröten, die durch das wasser flogen.

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kitty, marianne, antonia, hans und martin waren ca 300m vor uns, doch es gab so viel zu sehen, dass wir sie nicht einholten – obwohl sie wahrscheinlich in einem ähnlichen tempo unterwegs waren wie wir. So sahen wir dann auch beim bildervergleich, dass sie teilweise ganz andere tiere sahen – wir verpassten zum beispiel die riesenkrake, von antonia liebevoll dickschnäutzchen genannt. (danke für das bild, marianne!)

dickschnäutzchen

bei den seelöwen konnten wir den tieren von unten beim rumflitzen zuschauen.

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die quallen und sonst eher unscheinbare tiere wurden mit licht wunderbar in szene gesetzt.

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im “streichelzoo” gabs rochen und seesterne. der eine lag friedlich da und war leicht mit sand bedeckt und hatte nach unserem besuch ein lustiges muster auf dem rücken.

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die restliche familie war schon früher fertig und erwischte das 4h schiff zur universal city. wir winkten und wagten uns wieder in den öffentlichen nahverkehr.  nachdem die gully deckel schon auf die bedeutung der burg für osaka hinwiesen, hatten wir auch schon unser nächstes ziel vor augen.

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dort angekommen, orientierten wir uns erstmal beim inhaltsverzeichnis und als profis erkannten wir sofort, dass auch diese karte nicht eingenordet war.

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die burg leuchtete in der abendsonne – und aus der passenden position blieben auch die modernen lifte und lüftungsrohre unsichtbar. interessant war jedoch der etwas weiter gefasste winkel -  die kunstvolle burg mit den bürogebäuden im hintergrund – ein schöner kontrast.

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auf dem rückweg weckten komische geräusche und schreie aus diesem grossen haus unsere neugier. die türe war offen und auch andere leute standen dort und schauten rein.

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wir wurden zeuge einer kendo (剣道) trainingsstunde. kendōkas in allen altersstufen trainierten die kampfsportart. beeindruckt schauten wir zu – vor allem die fussarbeit war bemerkenswert, wenn auch etwas weniger auffällig als die kampfschreie, die gemäss recherche angeben, welcher schlag als nächstes angestrebt wird, damit klar ist, dass es kein zufallstreffer ist..

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als nächstes wollten wir den ausgehbereicht von osaka erkunden. dafür wagten wir uns erst mal durch das oberirdische chaos – die strukturen (3 ebenen von strasse – zug – brücke) lassen nicht vermuten, dass hier öfters die erde bebt.

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an der bahnstation waren wir bei weitem nicht die einzigen, die auf einen zug warteten.

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wir kamen direkt in die rush hour und wir fuhren gemeinsam mit der arbeitenden bevölkerung richtung shinsaibashi, dem ausgehviertel.

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die bahnstationen waren brechend voll – gegen den strom schwimmen ist hier definitiv eine herausforderung, glücklicherweise waren wir richtung ausgang unterwegs. (suchbild: erkenne die 2 personen, die die treppe hinuntergehen)

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auf der suche nach einem restaurant sahen wir plötzlich das schild zum katzenkaffee ragdoll – da war ein besuch pflicht, aber da ich hungrig war, würden wir wohl nicht die ganze stunde bleiben. wir bezahlten unsere 1000 Y, bekamen eine nummer um den hals (zum zeit messen), hausschuhe und unsere katzengutzi und wurden angehalten, die hände zu waschen und zu desinfizieren.

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im raum waren einfach ganz viele katzen, viele von ihnen schliefen logischerweise. es roch überhaupt nicht nach katze – im raum hinter dem katzenvorhang war eine katzenklobatterie, die den büsis zu gefallen schien.

katzen café

wir setzten uns erst einmal hin und die hungrigen kamen sehr schnell vorbei, da sie ja wussten, was in den kleinen döschen war, die wir vom besitzer erhielten. und da wir zu beginn die einzigen gäste waren, hatten wir ihre ganze aufmerksamkeit.

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es handelte sich bei allen um rasse-katzen und sie waren herrlich entspannt und kuschlig. ich war erstaunt, wie entspannend dieses katzen kuscheln war – ich vergass total, meinen latte matcha zu trinken.

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nach einiger zeit kamen noch andere besucher, die sich gut auszukennen schienen. wir witzelten noch, dass sie sicher ein abo hätten, und tatsächlich, beim rausgehen sahen wir die “member card” bei der garderobe liegen.

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beim versuch eines selbstportraits mit katzen stellte sich die schwierigkeit, die katzen auch aufs bild zu bekommen.

making-of: selfie mit katzen

und so sah dann das ergebnis aus. nachdem wir ja eigentlich gar nicht so lange bleiben wollten, mussten wir uns nach dem ablauf der stunde richtig losreissen.

selfie mit katzen

als nächstes suchten wir was zum abendessen, was um 21h nicht ganz einfach ist – in japan ist 19h späteste abendessenszeit, so dass die meisten (zahlreichen!!!) restaurants bereits voll waren. wir hatten nach einigen anläufen glück bei diesem okonomyaki restaurant erfolgreich.

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okonomyaki sind anscheinend eine spezialität in osaka und wir genossen es umso mehr, ein “original” zu essen – frisch vom chef zubereitet.

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auf dem rückweg sahen wir von den offenen türen des pachinko (パチンコ) einen herrn in hemd und anzughose bei “dance evolution!” perfekt choreagrphiert mit den figuren auf dem bildschirm. nach ablauf seiner session nahm er das bereitgelegte handtuch, tupfte sich den schweiss von der stirn, packte seine aktentasche und machte sich auf den heimweg – so wie wir.

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kyoto higashiyama – 京都市 東山

Saturday, April 19th, 2014

Nicht weniger als 17 stätten sind von der unesco als welterbe anerkannt. unser erster stop, Sanjūsangen-dō (三十三間堂), ein buddhistischer tempel, ist jedoch nicht auf dieser liste, aber “immerhin” ein nationales kulturgut.

eingangsschild

der sanjūsangen-dō hat seinen namen von der länge (ca 120m) der Haupthalle – es bedeutet 33 nischen zwischen den säulen. das gebäude wurde nach einem Brand 1266 gebaut. auf der veranda hinter dem tempel werden jeweils bogenschiess wettbewerbe (Tōshiya) ausgetragen, wo man möglichst viele pfeile ins ziel schiessen musste, teilweise über 24h – auf der schmalen veranda mit dem dach ein durchaus anspruchsvolle aufgabe.

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im inneren des tempels ist fotografieren strengstens untersagt – gerne hätten wir die zehn reihen mit je 50 lebensgrossen buddhas mit jeweils 40 armen auch im bild festgehalten, so konzentrierten wir uns darauf, die bilder im kopf zu bannen.

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zu fuss gings weiter zum nächsten tempel auf dem programm hoki-ji, der einen grossen buddha beherbergen soll, hans erzählte von der grösse und den schweren locken – der weg war gesäumt von wunderbaren kirschblüten

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vor dem tempeltor posierten wir für ein spontanes gruppenbild. die dame mit dem hund, die gerade vorbeispazierte, war gerade nicht abkömmlich als fotografin, so dass kitty uns ablichtete.

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beim tempel angekommen fanden wir zwar die riesige glocke, doch vom buddha war keine spur – nach rückfrage erfuhren wir, dass die halle mit dem buddha über die jahrhunderte immer wieder abgebrannt und aufgebaut wurde, allerdings gab man nach dem brand in 1973 auf.

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anstelle des buddhas sahen wir jedoch eine japanische hochzeitszeremonie. nachdem die westlichen, weissen hochzeitskleider stark in mode sind, sind die zeremonien in den traditionellen kleidern schon fast eine rarität. die drei stylistinnen (2 für kimono, 1 für haare und make-up) gaben grünes licht, dass das paar bald zum bereitstehenden auto kommen würde. kaum kamen die brautleute aus dem tempel, stürzten sich die stylistinnen vor die beiden und erst als sie grünes licht gaben, durfte fotografiert werden.

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danny führte uns mit dem navi zielsicher durch einen riesigen friedhof zum eingang des nächsten tempels.

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es ging etwas den berg hoch, doch für uns wanderer war dies kein problem, wir genossen den ausblick über die stadt.

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die ungewohnte form der grabsteine und die enge anordung faszinierte uns.

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nach ca 10 minuten hatten wir einen blick über den ganzen friedhof, der sich auf verschiedenen ebenen an den berg schmiegte. irgendwie könnte das bild auch eine hochhaussiedlung darstellen.

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dann erreichten wir das eingangstor, das deva-tor,  von Kiyomizu-dera (清水寺), auf der unesco welterbe liste vermerkt.

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es ist der eingang zu dem tempelkomplex, zu dem unzählige gebäude gehören. unter anderem auch eine “dunkelkammer” in der man eine treppe runtersteigt und im dunkeln den weg sucht – im nachhinein hat uns kitty aufgeklärt, dass dort vor allem frauen hingehen, die um eine einfache geburt bitten. naja – nützt’s nichts, so schadet’s hoffentlich nichts.

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aber das eigentliche wahrzeichen ist der tempelbau mit mit der holzkonstruktion aus 1633.

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die aussicht über die stadt ist wunderbar, hier sieht man sogar deutlich den kyoto tower.

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die tempelanlage beherbergt zwei mehrstöckige pagoden, hier ist diejenige, die ca 10 minuten fussmarsch vom hauptgebäude entfernt und somit fast ohne andere besucher.

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gemäss wikipedia, bedeutet die japanische redewendung 清水の舞台から飛び降りる,  (die Terrasse des Kiyomizu hinunterspringen) “sich zu einem entschluss durchzuringen” und kommt daher, dass demjenigen, der sich die terasse runterstürzte, alle wünsche erfüllt würden. aufgrund der üppigen vegetation hätten ca 85% der springenden überlebt. heute ist dieses “vergnügen” jedoch verboten.

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wie es sich für einen richtigen tempel gehört, kann man auch hier glücksbringer kaufen. diese sind jedoch nicht einfach glücksbringer, sondern haben einen bestimmten zweck – für Glück im Strassenverkehr, einfache Geburt, Liebesglück etc.

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nachdem eine tempelentdeckung in einer grossen gruppe schwierig ist, haben wir uns aufgeteilt und unser treffpunkt war ganz einfach – die ersten, die hunger haben, würden eines der vielen restaurants am wegrand aussuchen, die anderen dann einfach dazusitzen. wir waren glücklicherweise nicht die ersten, denn wir hätten ja das menu nicht entziffern können.

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es gab einen fantastischen nudel-zmittag: man musste nur die nudeln bestimmen (soba oder udon) und ob warm oder kalt – schon war bestellt. das getränk in der glasflasche mit rotem ettikett ist übrigens eiskaffee, keine cola.

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danach spazierten wir richtung bushaltestelle – die traditionellen japanischen häuser waren alles souvenirläden oder boten esswaren feil. das gedränge war unglaublich und wir verstanden sofort, weshalb danny für den hinweg die “friedhofsroute” empfohlen hatte.

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besonders fiel uns auf, dass viele junge menschen mit kimonos unterwegs waren. durch die nachfrage erfuhren wir, dassdie stadtverwaltung einen aufruf gestartet habe, dass kyoto doch ein viel schöneres stadtbild abgibt, wenn die traditionellen kleider vermehrt getragen werden. verbunden mit gewissen vergünstigungen leisten erstaunlich viele menschen dem aufruf folge und die stadtverwaltung hat durchaus recht – wir touristen freuen uns und das stadtbild ist wirklich unglaublich viel schöner!

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doch es gab auch die “richtigen” geishas, (芸者, person der künste, in kyoto geiko genannt) – unterhaltungskünstlerinnen. wunderbar gestylt, mit den charakteristischen weissen gesichtern bahnten sie ihren weg durch die menge.

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faszinierend fanden wir die verschiednen hundebesitzer, die mit ihren hunden spazieren fahren. diese kinderwagen ähnlichen gefährte scheinen wirklich für diesen zweck gebaut, erstaunlich, dass es dafür einen markt gibt. hier wollte antonia unbedingt auf ein bild mit den beiden süssen tieren.

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wir waren nicht die einzigen, die mit kindern unterwegs waren.

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bei den souvenirläden gab es sogar einen, der nur katzen verkaufte – ich durfte nicht mal reingehen, denn bei einem kauf müsste ich das objekt ja für die nächsten wochen mittragen, was gerade bei einem fragilen büsi schwierig wäre.

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also konzentrierten wir uns auf souvienirs, die man umgehend verspeisen konnte. kitty spendierte uns ein “warabi-mochi”, ein dessert, das vollkommen mit matcha (grüntee) pulver überzogen war und herrlich schmeckte!

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mit dem bus fuhren wir zum Heian-jingū (平安神宮).

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das vorgestellte torii aus 1929 ist das zweitgrösste in japan und ist in die strassenführung eingebunden.

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nach dem spaziergang, busfahrt und tempelbesichtigungen begnügten wir uns mit dem besuch der toilette und dem blick ueber den platz auf das hauptgebäude.

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nicht nur wir waren von den kirschblüten fasziniert – viele einheimische machten fotos von den wunderbaren bäumen. die dame unten auf dem bild war sogar farblich so passend angezogen, dass sie fast in den blüten verschwand.

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die jungmannschaft verliess uns richtung hotel, während wir den nächsten tempel um die ecke betraten. es war der nanzen-ji (南禅寺). mit grossen augen bestaunten wir die riesige holzkonstruktion des eingangstores, dem sanmon (山門), die kaum auf ein foto passte ohne weitwinkelobjektiv.

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über eine steile treppe erreichten wir den ersten stock – von der höhe in vielen anderen häusern sicher ca der dritte.

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von hier konnten wir das haupttempelgebäude auf augenhöhe sehen und hatten eine tolle aussicht auf kyoto.

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das holztor war wirklich riesig – und das als holzbau auf stelzen – nur schon die rundum-terrasse würde für eine riesige party reichen!

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nach der kurzen tempelbesichtigung machten wir uns auf zum philosopehnweg (哲学の道). ein spazierweg am rand von kyoto, entlang dem der philosoph kitaro nishido regelmässig über seine themen sinnierte.

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der philosphenweg ist ein ca 2km langer weg entlang eines baches, und gerade in dieser zeit wunderschön wegen den kirschblüten. und da sahen wir am rand plötzlich ein büsi sitzen.

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beim zweiten blick sahen wir gleich noch viel mehr büsi, die den leider geschlossenen tee-salon bewarben.

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aber ein bisschen kuscheleinheiten lagen drin – wobei wir feststellten, dass das büsi eher auf das rascheln des plastiksackes reagierte als auf die streicheleinheiten.

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in der nähe des endes vom philosophenweg ist das quartier, in dem kitty bis zur 6. klasse gewohnt hatte. zielstrebig wanderte sie durch die strässchen, die sich zwar ziemlich verändert hatten, bis wir vor dem haus standen, welches ihr vater selbst entworfen hatte.

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und wie es der zufall wollte, kam gerade der besitzer des hauses aus der gartentüre, als wir davorstanden und reinschauten. nachdem kitty erklärte, wer sie ist, hat er uns alle reingebeten – erst in den garten, der wie alle gärten der umgebeung wunderbar gepflegt war. das haus war eines der ersten “westlichen” häusern in der umgebung gewesen.

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speziell war damals wie heute das runde fenster, wobei die einrichtung im innern komplett anders war als damals. kitty erzählte einige anekdoten aus dem leben dort und zeigte uns, dass im garten von damals heute drei häuser stehen. so ein glück, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen ort waren und der heutige besitzer so freundlich war.

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pünktlich zum abendessen waren wir wieder beim hotel und genossen das okonmiyaki お好み焼き.


ski saisonende

Sunday, March 30th, 2014

die skisaison in diesem jahr endet etwas frueher als in den letzten jahren, da wir ja schon bald wieder verreisen. die saison war gepraegt von schneemangel, doch die verantwortlichen der bahnen haben ganze arbeit geleistet, am letzten wochenende haben wir noch immer super pistenverhaeltnisse angetroffen – zumindest am morgen.

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den nachmittag liessen wir auf dem balkon ausklingen und verputzten die letzten weihnachtsguetzli – auch die buesis genossen die sonne sichtlich. wir freuen uns schon aufs naechste jahr!

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wie im fernsehen!

Sunday, March 9th, 2014

wir erwischten ein traum-wochenende zum skifahren. am samstag waren wir etwas zu spät unterwegs und mussten bei der gondelbahn erst mal anstehen. am sonntag waren wir dann gleich frühmorgens auf der Piste.

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der schnee wurde zwar gegen mittag schon sulzig, doch so lange wollten wir ja nicht sikfahren, haben wir doch noch genügend sonst um die ohren.

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das sonntagsfrühstück genossen wir auf der terasse und auch die büsis schienen sich über die sonnenwärme zu freuen.

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am sonntag fuhren wir kurz nach zürich, denn ute hat karten für die aufzeichnung von giacobbo/müller ergattert. wir stellten uns schon sehr früh vor die türe und ca 30 minuten vor der türöffnung reichte die schlange um den ganzen platz.

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die aufzeichnung war lustig und wir waren beeindruckt, dass die aufzeichnung in einem rutsch gedreht wurde, also ohne schnitt zwischendurch. nachdem wir die sendung am sonntag kurz vor dem einschlafen schauen, hatte das ganze eine sehr entspannende wirkung und ich musste mich zusammenreissen, nicht zu offensichtlich zu gähnen, wir sassen ja doch relativ weit vorne.

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Faszinert schauten wir zu, wie die ganze show am stück aufgezeichnet wurde. Als gastkomiker war aus gegebenem anlass de spitzbueb aus basel mit schnitzelbängg. Hier das schlussbild und jetzt gehts gleich heim zum sehen, ob man uns sieht im fernsehen.

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chästeilet im hasliberg

Saturday, September 7th, 2013

Nach den vielen Ausflügen in die Umgebung genossen wir die nähere Umgebung währen den letzten Tagen. Die Katzen schienen unsere Anwesenheit auch sehr zu genießen – vor allem die warme schlafunterlage.

Home sweet home

zirpa erkannte trotz der langen abwesenheit die orange decke wieder.

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doch lange hielten wir es drinnen nicht aus. wir fuhren in die käserstatt und wanderten meinen lieblingsweg in die mägisalp.

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auf der mägisalp gabs sogar ein bild für die wäscheleinenkollektion gleich neben den kuhglocken.

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auch sonst war feststimmung angesagt, es war chästeilet. die live-musik animierte zum käsekauf und wir erstanden ein mutschli für unsere “we’re back” party.

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wir waren anscheinend schon relativ spät unterwegs, die ersten anderen gäste waren schon am nickerchen.

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mit touristisch scharf geschulten auge erwischte dani auch die bunt geschmückten kühe und den bauern beim alpspaziergang.

Alp-Abtrieb

instinktiv gabs auch hier ein bild von einem anderen touristen am fotografieren – nicht ganz so schön wie in asien, aber passend.

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von der mägisalp flitzten wir mit dem trotti ins bidmi – und auf der strecke sah ich im wald ganz viele pilze stehen – wir packten euphorisch die ganze migros-tüte voll.

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wir entdeckten noch weiter pilze unter anderem ein eierschwämmli und einige schopftintlinge. kaum zu hause, baten wir christian um hilfe bei der bestimmung und er identifizierte den grössten fang als “schönfussröhrling”, eine ungniessbare pilzart. so blieb von der ursprünglich grossen ernte nur noch ein kleines, aber feines tellerchen.

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einige tage später waren wir auf der schwarzwaldalp durchaus erfolgreicher – die habichte haben wir gleich noch in essig eingemacht und sind so bereit fürs raclette im winter!

Sammelergebnis


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Friday, August 30th, 2013

wir beenden unsere reise, wo wir sie angefangen haben – in bangkok, im riverside hotel, bei der khao san road. wir genossen die vertraute umgebung und genossen beim frühstück den blick auf das strassengeschehen – wobei die katze des restaurants einen noch besseren platz hatte als wir.

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nachdem meine seidentücher, die ich vor 20 jahren gekauft habe, endgültig auseinanderfallen, suchen wir einen schneider für neue. doch die preise sind weit über unseren vorstellungen. dank meiner tasche aus myanmar geben sich die verkäufer als.burmesen zu erkennen. wir verstehen endlich den sinn des handelns, dass es um ein gespräch geht. wir gehen mit stoff aus dem laden und suchen uns eine näherin. die dame sitzt elegant gekleidet am strassenrand und macht uns einen unschlagbaren preisvorschlag – so macht es doch mehr spass, die arbeit direkt zu vergeben, ohne die grossen margen für den schneider. so zahlen wir weniger als 1/4 des ersten preisangebotes.

doch nicht nur beim schneider, auch sonst erregt meine tasche (oder der longyi) aus myanmar aufmerksamkeit – ein strahlendes lächeln oder ein fröhliches “mingalaba!” und die burmesen “outen” sich. der strahlende sparschweinverkäufer schien ein thai zu sein, aber das angebot war faszinierend.

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am abend flannierten wir durch den nachtmarkt und suchten nach souvenirs, doch irgendwie verkauften alle stände die gleichen sachen, so dass wir gar keine lust mehr zum einkaufen. also schlenderten wir durch die strasse. viele mitarbeiter von striplokalen präsentierten ihr “menu” der kunststücke der damen – wir wagten uns gewisse punkte gar nicht vorzustellen.  ein schöner abschluss der asia reise, auch wenn wir schlussendlich die extratasche für einkäufe vergeblich mitgeschleppt hatten – erinnerungen und bilder brauchen nicht so viel physikalischen platz.

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begegnungen in siem reap

Thursday, August 15th, 2013

während zu beginn die langen busfahrten noch fast einen eigenen artikel erhielten, gibts für die 6h fahrt von phnom pen nach siem reap nur gerade eine kurze erwähnung – und das busticket als illustration.

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wir buchten unter anderem eine fototour. dort äusserten wir den wunsch, ev. ein kloster zu besuchen. so führte uns elliott, der fotograf, uns in ein kleines kloster innerhalb von angkor thom, bei dem die leute segnungen abholen. die “pagode” war ein einfaches holzhaus, eine art multifunktionszimmer.

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an einem ende war die küche, natürlich mit holzfeuer und grossen töpfen – einfach steine auf den holzbrettern.

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in der nacht schlafen die mönche auf den bastmatten und auch ein fernseher war zu sehen.

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selbstverständlich hat es auch hier eine wäscheleine.

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die klosterkatzen lernten wir auch kennen. Eine Schwarze Mutterkatze und ihre zwei jungen wohnten hier.

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Die kleine war sehr neugierig und zutraulich, sie schien sich sehr für Fotografie zu interessieren, sie wollte auch die Bilder von sich sehen.

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unser fahrer, mr. det, unterstützte uns mit den erläuterungen zu den verschiedenen zeremonien.

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ein älterer mönch ist der hauptmeister – sein tiefer blick und die sonore stimme haben uns gepackt.

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da die segnungen sehr populär sind, hat es auch weitere mönche, die für segnungen zur verfügung stehen. elliott meinte, es sei nicht so viel los wie sonst – der jüngere mönch wartete definitiv piktoresk auf kundschaft.

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es gibt mehrere zeremonien, wir erkannten zwei: die segnung mit wasser und die längere (ca. 45min) einzelprozedur mit vielen hilfsmitteln. besonders wichtig ist das wasser in der schale vor dem mönch, das mit kräutern und segnungen angereichert ist.

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in einer ecke wurden die utensilien für die verschiedenen zeremonien hergestellt. eine art minischrein aus bambus.

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aus maismehl werden menschliche figuren gefertigt, die anschliessend in die minischreine gelegt werden.

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der bambusschrein wird anschliessend hinter den gläubigen gestellt und mit einem faden zum mönch verbunden. weiter haben wir leider nicht gesehen, da eine weitere zeremonie unsere aufmerksamkeit erhaschte.

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das ritual mit dem wasser laeuft folgendermassen ab. die glaeubigen kommen in den raum und geben dem moench eine spende und legen ihr anliegen dar.

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dann gehen sich die bittstellenden umziehen, der mönch wartet.

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im kambodschanischen badeanzug (umgewickelter sarong) setzen sie sich hin und der mönch beginnt mit der segnung. das wasser wurde vorhergehend mit dem gesegneten wasser aus der schale vor dem meister gemischt.

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bis zu 20 liter wasser wird über die gesegneten geschüttet – die jungen wasserträger pumpen das wasser aus dem brunnen nebenan und tragen es zur zeremonie.

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nach erfolgter segnung schlüpfen die gläubigen wieder in ihre nomalen kleider und fahren sicher mit dem roller davon.

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nicht nur frauen nehmen den service in anspruch. das zuschauen war faszinierend, vor allem fiel uns auf, dass der ältere mönch sehr kräftig war und sein linker oberarm muskel viel ausgeprägter als der rechte.

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wir waren sehr überrascht, dass in den tempelanlagen noch so viele leute leben (in myanmar wurden alle aus bagan umgesiedelt) und auch mehrere klöster sind. auch innerhalb von angkor thom, gegenüber vom bayon, wurden wir zeuge einer meditationsstunde – mit den hunden in der hintersten reihe, die still dalagen.

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die meditiationsstunde war gerade vorbei und ein jüngerer mönch leitete das anschliessende gebet.

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die farben und die gesten waren eindrücklich.

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dann wurden die hunde gekuschelt – tempelhunde sind mit die schlausten, denn hier werden sie gefüttert und gestreichelt.

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wir kamen mit ihnen ins gespräch und zeigten ihnen die bilder. besonders angetan hatte es uns der ältere meister mit seinen tätowierungen, dem strahlenden lächeln und den blitzenden silberzähnen.

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die mönche rauchen hier getrocknete tabakblätter und elliott, als raucher, tauschte eine zigarette gegen ein gerolltes tabakblatt. das gegenseitige feuergeben war ehrensache.

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doch so richtig wollte es doch nicht klappen, die handelsübliche zigarette musste erneut angezündet werden.

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das urteil war eindeutig: die tabakblätter schmeckten definitiv besser – sehr fein und kratzten überhaupt nicht im hals. auch wussten die mönche, dass die gekauften zigaretten krank machen, die natürlichen jedoch die lungen etc. nicht angreifen. und wenn der meister das sagt, da muss das ja stimmen!

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eine unumgängliche begegnung vor den tempeln sind die vielen kinder und halberwachsenen, die penetrant jeden touristen ansprechennund ihre armbänder, flöten oder postkarten verkaufen wollen. die etwas älteren haben fixe stände – gerade noch ausserhalb der tempel.

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die situation ist durchaus vielschichtig. Die Kinder tun uns sehr leid, die souvenirs verkaufen anstatt in die schule zu gehen, aber genau indem man ihnen was abkauft, unterstützt man ihre ausbeutung.

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mit mitleiderregemdem blick wiederholen sie in hoher stimme die gleichen sätze, egal, wie oft man freundlich nein sagt: “buy bracelets, thre for one dollaaar!!!” und verfolgen einen auf mehreren metern.

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“ten postcards, only one dollaaarrr!” und dann werden in unzaehligen sprachen die zehn postkarten durchgezaehlt – inklusive chinesisch, russisch und japanisch.

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Beim dritten tempel (wenn dann auch noch die sonne scheint und es warm wird) ist es dann unglaublich schwierig, die kleinen verkäufer nicht einfach unwirsch abzuwimmeln. mit eliott haben wir dann eine taktik gelernt – wir setzen den gleichen blick und die gleiche stimme auf – und schon huscht ein lächeln über ihr gesicht.

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eine weitere möglichkeit besteht darin, die kamera hervorzunehmen. das hält sie zwar überhaupt nicht davon ab, weiter ihre waren anzubieten, aber wir haben eine schöne gelegenheit, uns in portraitfotografie zu üben und beim zeigen der Bilder eine andere Kommunikationsebene zu betreten.

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früh morgens unterwegs waren wir noch die einzigen potentiellen käufer, doch pünktlich um 8:30 rollte eine welle von tuktuks und autos an, alle kinder rannten umgehend zu den neuankömmlingen – ein bild für die götter, allerdings nicht festzuhalten mit der kamera. dafür hier die ankunftswelle durch den stand.

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zur Stoßzeit beim ta prohm Tempel versuchten wir die Situation fotografisch festzuhalten. Die Busse spuckten die Insassen im minutentakt aus und die kleinen Verkäufer waren zur stelle.

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Mit der zeit versuchten sie uns nichts mehr zu verkaufen, sondern wir wurden ein Teil von ihnen, der auch auf den nächsten Bus warteten. gerade die mädchen im teenager alter sind dick eingepackt, inklusive handschuhe, um sich vor der sonne zu schützen, auch hier ist helle haut ein schönheitsideal.

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weitere begegnungen in den tempeln waren die touristengruppen. wir versuchten wenn immer möglich zu vermeiden, gleichzeitig mit tourbussen an einem tempel zu sein, doch es liess sich nicht immer ganz vermeiden. getreu dem motto aus der not eine tugend zu machen, versuchten wir die bunten farbtupfer in die bilder zu integrieren.

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als wir erstmal das auge dafür geschärft hatten, wurden die motive auch immer schöner.

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eine begegnung tierischer art hatten wir im hotel. wir hörten immer wieder ein geräusch, das wie ein lauter schluckauf toent. im hotel hatten wir gelegenheit, jemanden nach dem zugehörigen tier zu fragen – es war ein tockay gecko. ein gecko, ca 30 cm lang. der mitarbeitende zeigt mir auch, dass im hotel einer wohnt – so besuchten wir ihn jeden abend – hier ein bild der scheuen kreatur.

auch sonst sahen wir einige tiere. wir waren fasziniert von den vielen ameisenarten, die alle nebeneinamder existierten. für die roten ameisen hatte mr. det, der fahrer von der fototour ein rezept. man nehme fein gehacktes, rohes rindfleisch, mische gewürze und rote ameisen hinzu und warte ein bisschen. die säure von den ameisen lässt das fleisch gar werden und fertig ist die mahlzeit. leider ist dies in restaurants nicht erhältlich, dort werden limonen ausgepresst für die säure.

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fasziniert waren wir auch von den schmetterlingen – bezüglich farbenpracht und grösse haben wir noch nichts vergleichbares gesehen.

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bei diesem kampf waren wir doch etwas überrascht zu sehen, dass der schmetterling die spinne überwältigte – oder vielleicht ist es gar kein schmetterling, sondern ein anderes insekt, dass sich mit bunten flügeln schmückt?

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die serie “besuch beim coiffeur” fand in kambodscha ein neues kapitel – dani durfte die haare schneiden. es hatte zwar nicht ganz so viel personal wie bei mir in myanmar, aber der preis war fast unschlagbar bei usd 3.

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eine sehr zufaellige begegnung hatten wir am letzten abend auf dem klassischen sonnenuntergangstempel. unsere abendessenspartner von laos aus wuppertal hatten sich genau den gleichen punkt ausgesucht. somit führten wir die tradition des gemeinsamen abendessens gerne weiter – und zwar so erfolgreich, dass wir ganz vergassen fotos zu schiessen, hier also der leergegessene tisch.

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drei pagoden in yangon

Wednesday, July 10th, 2013

Pagoden sind in Myanmar allgegenwärtig und werden auch aktiv als Gebetshäuser genutzt. die sule – pagode ist zu einem roundabout geworden und steht mitten in der Stadt und eine gute Orientierungshilfe.

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wir besuchten die pagode als erste und verwechselten die spendenbox der schuhaufpasserin mit dem eintrittsgeld, so dass wir als grosszügige spender erschienen. die pagoden stehen jeweils im zentrum und drumherum sind verschiedene “gebäude”, in denen verschiedene buddahs sind. die können auch direkt an die pagode angebaut werden.

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ich erstand ein vöglechen, welches ich zu ehren buddhas fliegen lassen durfte – es verhielt sich erstaunlich ruhig in meinen händen, bevor ich es frei liess. ich war aber so nervös, dass ich vergass, den buddha um etwas zu bitten. immerhin hörte der regen danach auf.

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am fluss lag die botataung pagode, die von außen eher unscheinbar ist.

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Auch sie hat einige Nebengebäude.

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In diesen ist meist ein weiterer Buddha, zu dem man beten kann. Dort ist ersichtlich, dass die tempel und pagoden sehr aktiv genutzt. dies äussert sich auch in der integration von neueren technologien wie led lampen hinter dem buddah, oder dass man statt einer kerze eine glühbirne entzündet, was unser harmoniegefühl doch eher herausfordert.

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Diese Nebengebäude sind innen angenehm kühl und sie dienen auch als Aufenthaltsraum für die Gläubigen, die hier ein Schläfchen halten, quatschen oder sonst die zeit vertreiben.

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Vor jedem Buddha hat es eine spendenbox, die jeweils extrem voll ist. Der Mann hinter dem spendenzentrumtisch nimmt auch spenden mit wünschen entgegen.

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in die haupt pagode konnte man sogar reingehen und die reliquie, ein haar buddahs, sehen. im innern war alles vergoldet – der schein war unwirklich.

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Der weg zu einem weiteren Nebengebäude führte über einen Teich, in dem wir Welse und unzählige wasserschildkröten verschiedenster Gattungen sahen. Wahrscheinlich sind diese auch spenden für Buddha, nur dass sie nicht so einfach wegfliegen wie die Vögel.

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Für uns unfassbar waren die vielen Opfergaben – neben Geld, lotusblüten und weihrauchstäbchen sahen wir sehr viele essensgaben (nur am morgen, da Buddha nur bis 12h isst). Wir fragten uns,was denn mit den gaben geschieht, wenn Buddha fertig gegessen hat. Die Krähen waren eher die Ausnahme. Aber darauf würden wir sicher noch eine Antwort finden.

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Die bekannteste Pagode in Yangon, wenn nicht sogar von ganz Myanmar ist die shwedagon Pagode. Sie ist etwas außerhalb vom Zentrum und die stupa ist mit Blattgold bezogen, ca 9,75 Tonnen Gold.

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Der Treppenaufgang ist gesäumt von. Geschäften, die vor allem Devotionalien verkaufen. Touristen sind nicht mal die hauptzielgruppe, was für uns seh ungewöhnlich war – so konnten wir in Ruhe das Angebot studieren.

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Die Pagode selbst ist von vielen kleinen Türmchen und Schreinen umgeben, in denen wieder Buddhas für spezielle Anliegen oder Zielgruppen sind.

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Die zahlreichen Nebengebäude hatten jeweils noch mehr Buddhas in allen Positionen und Größen. Hier nur ein Beispiel.

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Wir waren überwältigt von den Eindrücken und entschieden uns, gegenüber dem Buddha für die am Samstag geborenen, einfach hinzusetzen und zu beobachten – besser als jedes Fernsehprogramm!

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Besonders gefiel uns, dass die Pagode von einheimischen aller Altersgruppen besucht wurde und auch für moderne Birmanen einer Rolle spielt – auch hier werden neue Technologien eingebunden. Wir bemerkten kaum, wie die zeit verstrich und freuten uns Schon auf den Besuch der nächsten Pagode.

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wanderparadies þórsmörk

Friday, June 28th, 2013

irgendwie hatten wir genug vom regen, so dass wir  þórsmörk, gleich hinter dem eyafjallajöküll im sueden ansteuerten – einerseits fuehrt ein einfacher jeep track rein, andererseits soll dort das wetter immer etwas besser sein als an anderen orten in island. auf dem weg dahin stoppten wir beim seljalandsfoss, der auf den ersten blick wie ein normaler wasserfall aussah.

speziell daran war der weg, der hinter dem wasserfall durchfuehrte, so dass man (je nach windrichtung) trockenen fusses einen blick hinter den wasserfall werfen konnte.

eine interessante perspektive und mit den wolken ist auf den ersten blick kaum ersichtlich, welche struktur dem wasser und welche den wolken zugehoert.

der erste teil des weges fuehrte durch ein wunderbares tal – und hier sahen wir auch das schaf des tages. weiter hinten hat es keine schafe mehr.

der jeep track war gut zu fahren und wie im reisefuehrer erwaehnt, hatte es etwa ein duzend furten, wir haben gar nicht mitgezaehlt. die meisten waren ziemlich einfach, bis auf eine kurz vor unserem ziel, der basar huette. der fluss hvanna war reissend und sah sehr tief aus, so dass dani lieber einmal durchwaten wollte, um den untergrund abschaetzen zu koennen. dank der gruendlichen recherche  setzte er den jeep sicher ans andere ende und wir erreichten unser nachtlager zeitig.  

uns war leider nicht bewusst, dass es in der huette keine moeglichkeit zur verpflegung gab, so dass wir zwar nicht hungrig, aber nach einem eher kreativen abendessen (bier, trockenfisch, kekse) zu bett gingen. am anderen morgen gab es fuer 400ISK 3 minuten heisses wasser zum duschen. draussen war es neblig und regnete, so dass wir keine grosse tour planten, sondern uns fuer kleinere rundwege entschieden.

wir begannen mit dem ‘abendspaziergang’ aus dem reisefuehrer, dem gruenen rundweg um den felsen hinter der huette – dauerte ca 45 minuten.

am nachmittag waren wir bereit fuer etwas mehr steigung und entschieden uns fuer den roten weg auf den rettarfell.

der anstieg war etwas heftig, doch die aussicht ueber das tal super schoen. zur anderen seite sahen wir einen teil des eyafjallajöküll, der groesste teil lag jedoch im nebel.

auf dem gipfel wehte ein starker wind, so dass wir die aussicht nicht lange geniessen konnten und uns an den abstieg machten.

der rote rundweg fuehrte durch eine bizarre landschaft, offensichtlich vulkanischen ursprungs. der weg war oft steil und wir waren froh, dass der regen aufgehoert hatte.

die formen der vom wind erodierten lavaskulpturen erinnerten irgendwie an skandinavisches design. sie fuehlten sich an wie strassenbelag, also so kleine steinchen, die mit teer zusammengepappt wurden.

nach einem staerkenden keks (viel mehr hatten wir ja nicht mehr zu essen) traten wir die rueckfahrt an – nach dem regen der vergangenen stunden war mir etwas bange vor der doch relativ schwierigen furt der hvanna. dort angekommen sahen wir mit freude, dass die furten nicht sich selbst ueberlassen, sondern gepflegt werden. wir schauten dem furtenbagger eine weile zu und auch den anderen jeeps und bussen beim passieren.

im wissen um die gepflegte furt legten wir eine spazierpause zur naechsten huette ein – gerne wollten wir sehen, ob diese besser ausgestattet war als unsere. der weg zu fuss ueber den grossen fluss ‘krossa’ war definitiv einfacher als wenn man haette furten wollen, gemaess reisebuch hat es ind er heutte ein fotoalbum der abgetriebenen autos und wir waren nicht erstaunt, einen traktor bei der huette zu sehen.

der fusspfad war schoen ausgebaut und der bilick in die andere richtung war spannend trotz nebels – die erhoehung rechts ist der rettarfell, auf den wir heute morgen wanderten. wir fragten uns, ob die schwarze farbe im flussbett der krossa noch ein ueberbleibsel des vulkanausbruchs von 2010 war, fanden aber keine antwort. die andere huette war tatsaechlich besser ausgestattet, wir konnten sogar einen kaffee erstehen!

den naechsten stop legten wir zur erkundung einer schlucht ein. picknickbaenke signalisierten, dass dies ein beliebter stop bei reisenden ist.

der weg war zwar flach, aber aufgrund des untergrunds doch anstrengend und wir ueberquerten den fluss doch einige male zu fuss. bis ganz ans ende schafften wir es nicht, waren aber beeindruckt, dass ein so kleiner fluss eine so grosse schlucht graben kann – er scheint wohl nicht immer so klein zu sein.

wieder im auto bestaetigte der blick zurueck unseren entscheid, weiter nach vorne zu fahren.

und dann hatte es ploetzlich diese abzweigung in der strasse, die wir ‘ganz zufaellig’ nahmen. es entwickelte sich in einen richtigen jeep track und das ziel war der auslaeufer des gletschers, den ich schon bei der hinfahrt fasziniert fotografierte. dani genoss die anspruchsvolle fahrt.

 

 

am ziel angekommen, sahen wir gerade eine reisegruppe zu fuss vom gletscher her kommen und folgten ihren fussspuren. diese fuehrten ueber einen der baeche – als furt-experten stellten die fuer uns jedoch kein hindernis dar. wir hatten schon blick auf das gletscherende und einen mit asche ueberschuetteten teil.

erst fanden wir einen von asche bedeckten gletscherrest, also ein riesiger eisklumpen, allerdings nicht mit dem gletscher verbunden.

am fuss des gletschers ist eine eishoehle und daraus kommt wasser – ganz frisch und kalt.

 

in einem der fotobuecher ueber den ausbruch vom eyafjallajöküll sahen wir ein bild von 2010, auf dem vor dem gletscher ein see ist, was jetzt alles trocken ist.

 

 

schweren herzens rissen wir uns los und machten uns auf den weg zu unserem abendquartier – die sonne brachte die krossa so schoen zum leuchten. 

wir uebernachteten auf einem bauernhof und sahen schafe, kuehe und einen hund. kurz nachdem wir bemerkten, dass eine hofkatze fehlt, waren wir beim auto um unser gepaeck rauszuholen – und ploetzlich sprang der hofkater einfach so ins auto und inspizierte alles. zwischendurch holte er die streicheleinheiten ab und begann es sich auf dem ruecksitz bequem zu machen. unserer aufforderung, das plaetzchen zu raeumen, folgte er nur unter lautstarkem protest.

unser zimmer war in einem haus, das wir mit einem belgier teilten und die terrasse war einmalig schoen.  

vom wohnzimmerfenster aus sahen wir den spektakulaeren sonnenuntergang. ich rannte nach draussen und erwischte sie gerade noch.

dani hingegen blickte in die andere richtung und auch dort legte das warme licht einen weichzeichner ueber die landschaft.

das fruehstueck war unglaublich reichhaltig und unsere gastgeberin gab uns auch den tip, dass auf den westermanninseln gutes wetter sei – also nix wie hin! 

 


10 jahre mit zirpa & pitschan

Thursday, April 18th, 2013

heute vor genau 10 jahren sind zirpa und pitschi von der tiervermittlung muhmentaler zu uns gekommen – unglaublich, wie die zeit vergeht! hier einige impressionen:

2004:

2005

2007

2008

2010

2013

besonderen dank auch an dominique, die wunderbare ersatzmutter!

 


zweite katze

Thursday, February 21st, 2013

nach dem erfolgserlebnis der ersten katze, streichelte ich den nächsten tonklumpen wieder in eine katzenform. schon nach dem ersten abend waren die grundzüge bereits zu erkennen.

am zweiten abend gings dann an die feinarbeit, doch irgendwie schaute die katze traurig statt konzentriert.

so konnte ich doch das büsi nicht in die welt schauen lassen – also bekam es kurzerhand einen positiveren blick.

es war nicht ganz einfach, das gesicht ohne grosse details zu formen – vor allem, dass es nicht wie ein schweinchen aussah.

nach einigen tagen des trocknens durfte ich die glasur auftragen. ich war sehr gespannt, da ich die “erlaubnis” bekam, eine doppelte glasur zu machen.

überraschend wurde ich herzlich empfangen von der fertigen katze – leider war ich mit dem zug unterwegs und das büsi konnte mich erst die darauffolgende woche nach hause begleiten. mal sehen, wo es ein plätzchen bekommt!


weihnachtsfeiertage

Monday, December 24th, 2012

das ausgefüllte adventsprogramm liess den rückzug in den hasliberg erst kurz vor weihnachten zu, so dass wir das “hochfahren” der wohnung relativ schnell in angriff nahmen. zuerst füllten wir die meisenknödel auf. doch irgendwie schienen wir das ettikett falsch gelesen zu haben, es scheint sich um dohlenknödel zu handeln.

regelmässig um die mittagszeit besuchen uns die dohlen und unser knödel wird trotz der harten vogelfutter konkurrenz besucht.

die kiste mit dem weihnachtsschmuck und den schwippbogen befand sich im aufgeräumten keller an seinem plätzchen. bei der dekoration unterstützte zirpa mit vollem einsatz.

der duft der frisch gebackenen lebkuchen füllte auch das treppenhaus und brachte wohl alle nachbarn in weihnachtsstimmung.

das diesjährige lebkuchenhaus hat nicht einfach ein stockwerk mehr, sondern es hat auch ein etwas spezielleres design.

aber auch das noch so spezielle design wird mit zuckergussschnee zusammenzementiert.

rechtzeitig zum fototermin rissen die wolken auf und die sonne strahlte auf das designerhaus – inspiriert von herzog & de meurons vitra design museum.

am 24. dezember erwachten wir bei blauem himmel und waren zeitig auf der skipiste.

die aussicht von hochsträss haut mich jedes mal wieder um, vor allem wenn die pisten dann noch so leer sind – also gleich die kamera gezückt und abgedrückt.

in der balis war nicht allzuviel los, und wir genossen dein weihnachtsnachmittagskaffee im neuen geschirr.

wie immer zu beginn der saison konnten wir von der wunderbaren szenerie nicht genug bekommen und es gab fast an jeder ecke einen fotostop – hier auf dem heimweg.

die weihnachtsfeierlichkeiten im chalet akeley genossen wir traditionell mit gutem essen, vielen geschenken (vor dem essen ausgepackt!) und einem wunderschönen weihnachtsbaum.

lily freute sich sehr über die geschenke – vor allem über die bändeli und das papier, als alles wild im wohnzimmer verteilt auf dem boden lag und so zum perfekten katzenspielplatz wurde.

auch die tage nach weihnachten waren ideal zum skifahren – der schnee herrlich, der himmel meist blau (oder wie hier mit wunderschönen wolkenformationen dekoriert) und die pisten meist erstaunlich leer.

selbst am stephanstag, der traditionellerweise einer der geschäftigsten tage der saison sein soll, waren wir fast alleine auf der piste. die schneebedingungen waren traumhaft und die paar wolken störten nicht weiter auf dem weg vom alpentower nach reuti.


neues hobby

Saturday, December 15th, 2012

langsam fange ich an, meine vorsätze umzusetzen: gestalterisch tätig zu sein war ein langehegter wunsch – also habe ich mich für einen töpferkurs angemeldet, nachdem ich schon seit jahren an dem schild vorbeifahre und franziska schon seit jahren dort hingeht. frau steiner drückte mir einen klumpen ton in die hand und ich begann ihn in die form zu streicheln. ich war überrascht, dass nach gut 2 stunden bereits soviel geformt war.

am zweiten abend höhlte ich das büsi aus und arbeiete an der kopfform.

am dritten abend war es trocken und ich konnte es mit glasur versehen, so dass es vor weihnachten gebrannt war und es heimkommen durfte. sein plätzchen ist im hasliberg auf dem ofen. mal sehen, vielleicht wird dies mein neues geschäftliches standbein?


adventszeit

Sunday, December 2nd, 2012

traditionell beginnt die adventszeit mit dem erstadventskranzen bei chrigi daheim. der schnee und die sonne brachte uns so richtig in weihnachtsstimmung.

die gemütliche küche duftete schon von frisch geschnittenen zweigen und frischem tee. um den gemütlichen tisch liessen wir unserer kreativität freien lauf.

bei dani lockten die nüsse auf dem kranz gleich ein eichhörnchen an, welches zwar keine traditionelle weihnachtsfigur ist, aber trotzdem sehr gut passte.

nach getaner arbeit waren einmal mehr einfach alle werke der ausstellung sehr gut gelungen und wurden wir grosszügig verköstigt.

wieder daheim freuten sich die büsis über die spannenden gerüche der kränze. wobei das grosse “reinsitzen” diesmal ausblieb.

nachdem chrigi sich die hand verstauchte, durfte ich als gotti mit ferroccio spazieren gehen. doch erst wurde geputzt und die aufwärmyogaübungen gemacht.

im schnee war es etwas einfacher für mich, da das gras nicht gleich auf dem präsentierteller lag und ich so weniger aufpassen musste. er verhielt sich so lieb, dass ich mich entschloss, die etwas grössere runde zu laufen, es waren ja herrliche bedingungen!

dann hatten wir unser spezielles erlebnis. ferroccio schaute interessiert zu der dame, die 3 pferde spazieren führte und wollte vor lauter faszination weder vor- noch rückwärts laufen. wir machten schön platz, als die drei pferde an uns vorbeigingen, doch dann schlug eines aus in richtung ferroccio. beim ausweichen stolperte er rückwärts über den graben zwischen weg und acker und lag plötzlich auf dem rücken da. wir waren beide sehr erschrocken, fingen uns aber bald wieder und beruhigten uns komplett beim grasen am waldrand. unseren spaziergang beendeten wir ohne weitere folgen.

pünktlich zum samichlaus kam der schnee auch wieder nach zürich und am morgen bot sich folgendes bild:

zwei tage später hat sich die schneedecke vergrössert und wir fühlten uns fast wie im hasliberg.

wir “motivierten” zirpa gleich zu beginn für einen ausflug im schnee, doch irgendwie schien es sie sehr schnell wieder in die wohnung zu ziehen.

pitschi durfte auch ihre schnee-erfahrung machen, doch bei diesem mitleidserweckenden blick musste ich sie gleich wieder an die wärme lassen.

die ausflüge im schnee genoss ich vor allem mit woogie. aufgrund ihrer knieverletzung war spazieren angesagt – in der tollen landschaft bei strahlendem sonnenschein ein wahrer genuss.

woogie schien die ausflüge auch zu geniessen, interessiert schaute sie in der gegend herum.

der fische schnee knirschte unter den hufen und wir wollten kaum mehr umkehren.

die götti/gotti weihnachtsfeier bei mattia und thea war wie immer sehr schön. die kinder freuten sich über den besuch, den weihnachtsbaum und erstaunlicherweise auch über die geschenke

gaby verwöhnte uns einmal mehr kulinarisch und nico, der sommellier, unterstrich den festlichen rahmen mit hochkarätigem wein.


freiluftherbst

Friday, November 9th, 2012

der herbst wartet mit sehr schönem wetter auf und seit ich meine tage nicht mehr im büro verbringe, kann ich die sonnentage auch vermehrt geniessen. eine besondere motivation sind die ausflüge mit woogie. so können wir auch neue wege entdecken, selbst wenn wir ab und zu auf dem holzweg landen.

die spaziergänge halten uns beide fit und insbesondere in der kälteren jahreszeit bleiben meine füsse viel wärmer.

bei der ankunft im stall sitzt jeweils ein mehr oder weniger grosses begrüssungskommittee.

das erste zeichen, dass es kälter wird, sind die lebendigen kühlerfiguren, die gleich nach der ankunft von der wärme der motorhaube profitieren.

andere geniessen die sonnenwärme an speziell exponierten plätzchen, hier “fire”, der im winter besonders kuschlig ist.

ein reitweg führt an den gärten von einfamilienhäusern vorbei, auch bei katzenfreunden. hoch zu ross ist man ja sogar etwas höher als die google street view kameras, so dass man einen wunderbaren blick über den gartenzaun werfen und das obligatorische bild für den katzenblog schiessen kann.

eher erstaunt nahm ich die grossen vögel zur kenntnis – das sind doch nicht etwa störche, die den abflug richtung süden verpasst haben….? die jungstörche bei tjark sind ja schon mitte august losgeflogen.

tatsächlich sah ich eine woche später einen weissstorch aus der nähe im feld gemütlich umherschreiten. er wird ja hoffentlich wissen, was er tut und doch noch losfliegen.

kein herbst ohne einen raschelspaziergang im wald. ein spezieller war mit chrigi bei ihr zu hause, wo wir durch die bunten blätter raschelten.

einen besonderen ausblick genoss ich vom hochsitz, der glücklicherweise meinem gewicht stand hielt.

ein besonderer höhepunkt war der ausflug mit meinem gottenpferd feroccio. beim putzen zeigte er mir mit freuden, dass auch er fleissig yoga übt und den herabschauenden hund schon fast perfekt beherrscht. noch einige wochen mehr üben, und er schafft den handstand.

der spaziergang selbst war eher unspektakulär – nach kurzer zeit hatte feroccio erlickt, dass wenn er stehenbleibt, ich meine kamera hervorsuche und ich so abgelenkt bin, dass er ein bisschen fressen kann.