samstags in moskau

auch heute schafften wir es nicht rechtzeitig aus dem bett, um lenin zu besuchen. dafür konnten wir bei tageslicht die schneeräumung in moskau beobachten: schwere maschinen schieben den schnee zu mannshohen haufen zusammen, die dann mit lastwgen abtransportiert und entsorgt werden (nicht ganz klar wohin, es heisst irgendwas von reinigung bevor sie in den fluss geworfen werden…hauptsache, sie sind danach weg).

die schneeschipper haben definitiv einiges zu tun in der stadt!

wie im taj mahal gibts im kreml keine verpflegung, so dass wir uns erst mal stärkten. unbegreiflich, wie die hot-dog verkäuferin den ganzen tag über an ihrem stand aushält – der hot-dog war auf jeden fall innert 2 minuten total kalt (schmeckte aber super!!!!)

der platz zwischen den kathedralen lädt zum fotografieren ein – trotz kälte!

die malerischen zwiebeltürme vor dem stahlblauen himmel – ein blickmagnet!

in der maria-entschlafens-kathedrale konnten wir keinen unbemalten zentimeter sehen – und so genossen wir die wärme und die sitzgelegenheit um alles auf uns wirken zu lassen – hier wurden die zaren gekrönt.

mit der tiefer stehenden sonne treten die konturen noch schöner hervor und die farben werden noch intensiver

selbst die hausfassade sieht faszinierend aus.

und vor dieser kulisse musste ich einfach vor die linse springen!

in der waffenkammer sind unzählige schätze ausgestellt und unter anderem auch waffen und rüstungen. bei der untenstehenden rüstung konnten wir nicht anders als das fotografierverbot zu ignorieren – wie sollten wir sonst den katzenbloglesern begreiflich machen, dass gewisse rüstungen den gegner eher zu lach-krämpfen bewegt haben müssen als zu furcht? ob sich das so ausgerüstete pferd je wieder bei seinen freunden zeigen konnte?

wieder draussen erwartete uns ein wuderbarer sonnenuntergang, die wahrzeichen von moskau idyllisch beleuchtet.

der blick auf die gefrorene moskwa, im hintergrund eine der sieben stalins schwestern, die christerlöserkathedrale im vordergrund.

um den kreml herum liefen wir über den roten platz (und natürlich das obligate foto von der basilius kathedrale) zum gum, um uns zu stärken.

der schokoladenkuchen schmeckt vor dieser kulisse noch viel besser! und warm ist es hier auch!

auch heute waren einige hochzeitspaare unterwegs, und was die können, das können wir schon lange (im fotografischen sinne)

da war sie wieder! und der reflex blieb – kamera in position und foto vor dem wahrzeichen.

nachdem uns ein maler 10 min beim kamera einrichten zuschaute, fragte er, ob er ein foto machen soll. wir staunten nicht schlecht, als wir einerseits das ergebnis (ohne blitz) und die kameraeinstellungen (alles auf manuell gestellt) sahen. hätte uns kalte knie erspart…

zum aufwärmen setzten wir uns dann in die provisorische schokoladnizna beim eisfeld und schauten dem bunten treiben zu. aufgewärmt vom tee nahm ich die einmalige gelegenheit wahr, auf dem roten platz eiszulaufen. (mit basilius kathedrale im hintergrund, natürlich!)

und hier mit dem gum im hintergrund

erst noch etwas unsicher, doch mit der zeit fühlte ich mich besser und fühlte mich unglaublich privilegiert.

anschliessend machten wir noch eine sight-seeing tour in der metro – doch das wird ein eigener eintrag. als die batterien der kameras endgültig ihren geist aufgaben, wollten wir das nachtleben entdecken. das hauptkriterium zur auswahl des clubs war die distanz zur metrostation. die vodkabar erfüllte die kriterien und war mir noch ein begriff vom letzten aufenthalt. so stapften wir durch den schnee und über die vereisten trottoirs. vor dem eingang sahen wir zwar das schild und weihnachtsdeko war auch noch da, doch die türe war verschlossen und der kleber verhiess nichts gutes.

während wir fotos schossen, kamen drei russinen und waren auch erstaunt über die geschlossene bar. sofort luden sie uns ein, mit ihnen in den nächsten club zu fahren – getreu dem motto „no risk – no fun“ fuhren wir mit und wurden nicht enttäuscht – der jet set club in moscow ist in einem alten haus mit wunderbaren stukaturen und die musik riss voll mit.

das taxi brachte uns dann sicher nach hause – ein facettenreicher tag!