fürst igor in zürich

heute war für mich dank kitty ein langersehnter wunsch in erfüllung gegangen:  der besuch einer oper im opernhaus zürich – und bei dem typischen aprilwetter war es genau das richtige für einen gemütlichen sonntag nachmittag. frisch gestärkt mit einem kunsthausbrunch kämpften wir uns durch die windböen und regengüsse zur oper und lauschten gespannt der einführung, hatte ich doch von borodin’s „fürst igor“ vorher noch nichts gehört.

da lernten wir, dass die ungewöhnliche länge zurückzuführen sei auf die liebe der russen zum wiederholen von tatbeständen in unterschiedlichen oder auch der gleichen worten. oper wurde von borodin  icht fertig geschrieben, sondern von freunden aus den fragmenten fertiggestellt.

die aufführung selbst war sehr aufwändig – wir waren fast versucht zu denken, dass auf der bühne mehr personen waren, als im zuschauerraum.  nachdem das fotografieren im opernhaus verboten ist, hier das „eröffnungsbild“ von der offziellen opernhaushomepage:

spannend war die inszenierung insofern, als dass sie zu beginn eher traditionell war und gegen ende immer moderner wurde, z.b. mit maschinengewehren und stacheldraht. besonders eindrucksvoll fand ich die tanzszenen – dank der tollen plätze in der zweiten reihe konnten wir die bewegungen aus nächster nähe sehen – die hand des dirigenten flog ab und zu durchs bild und in der pause konnten wir einen blick auf seine notitzen werfen.

das schlussbild schloss dann wieder den kreis zur traditionellen inszenierung, wobei weiterhin bombastisch mit dem riesigen denkmal.

das opernhaus selbst gefiel mir sehr gut – wobei es irgendwie klein erschien, doch die bauzeit von etwas mehr als 1.5 jahren waren doch imposant.

in der pause wagten wir den blick in den orchestergraben.

nach der pause gabs noch kurz ein beweisbild – allerdings etwas dunkel.

auf dem rückweg zum auto war der sturm und regen vorbei, die strassen noch nass, aber die sonne strahlte und der bärlauch duftete.