fussballfieber

die europameisterschaft bestimmte für einige zeit das abendprogramm. Es würde definitiv den rahmen sprengen (und wahrscheimlich auch einige leser langweilen) über jeden abend einen langen eintrag zu verfassen, daher eine zusammenfassung.

In Zürich sind die öffentlichen Schauplätze im Gegensatz zu deutschlands fanmeilen mit teilweise über 100’000 Zuschauern eher bescheiden und da das Wetter zu Beginn ziemlich kühl war, versuchten wir unser glück beim ersten deutschlandspiel im güterbahnhof. Der anfängerfehler lag darin, dass wir viel zu spät, nämlich 45′ vor dem Anpfiff auftauchten und somit in der Halle mit dem grossen Bildschirm keinen Platz mehr fanden.

Der Lerneffekt trat einige Tage später ein, als ich mich gleich nach Türöffnung (3 3/4h vor anpfiff…!!!!) in den Saal bewegte und einen Tisch reservierte – ohne Handtuch, sondern mit Präsenz. Interessanterweise war ich bei weitem nicht die erste. So hatten wir einen perfekten Platz, doch aufrund des grossen Andranges und der etwas chaotischen Organisation war es für die etwas später auftauchenden fast umöglich in den saal zu gelangen, doch mit etwas List haben wir es trotzdem geschafft.

Als das Wetter dann zum guten drehte, suchten Patricia und ich eine Möglichkeit die zweiten spiele der gruppe Ukraine-Frankreich-Schweden-England draussen zu schauen. Damit sich unser diätplan nicht nur auf würste begrenzt, schmiss patricia ihren grill an und verwöhnte uns mit einem feinen znacht. das erste spiel des abends wurde aufgrund des gewitters abgebrochen, so dass wir gemütlich fertig essen konnten und danach in die stadt fuhren. nach einigen sondierungsbesichtigungen entschieden wir uns für die reithalle und fanden sogar sitzplätze und lustige nachbarn.

Das Wetter blieb stabil hochsommerlich, so dass wir für das erste Spiel der dritten runde unser Open Air Kino und den Grill in betrieb nahmen. Die gäste verwöhnten uns mit ihren herrlichen salat kreationen. Für die erste Halbzeit war es draussen leider noch zu hell, doch die zweite verfolgten draussen.

Ein Spiel mit englischer Beteiligung wollte ich in einem Pub schauen, so dass ich mich mit dave in baden im pickwick traf. Welch ein Unterschied zu Zürich! Wir trafen ca 45′ vor Anpfiff des entscheidenden Spiels ein und fanden problemlos die besten Plätze:draussen, gleich vor dem Fernseher und überdacht. Als england dann noch gewann schmeckten unser bier und die Burger gleich doppelt so gut

Patricia und ich verabredeten uns am nächsten schönen Abend wieder in der Reithalle, wo sie mir einen Platz frei hielt. Kaum stieg ich zum Tram aus, öffnete der Himmel die schleusen. In kleinen Etappen kämpfte ich mich vor und benötigte mindestens 15′ für die kurze Strecke. Ohne die Aussicht auf einen Platz im trockenen wäre ich wohl direkt wieder Heim. So wurde der Abend trotz (oder gerade wegen) Regens sehr lustig.

Patricia übernahm erfolgreich unsere Spieleplanung und lotste uns immer wieder zu neuen ausstrahlungsorten. Die Ziegelhütte war eine tolle Entdeckung, auch für nach der em.

Ein wunderschöner biergarten und in einer Scheune eine grosse Leinwand, wo unsere Tische gleich davor standen.

Nach dem Spiel zeigten sie noch den Film „Fussball wie noch nie“ – und der Name war Programm: ein Fussballspiel von 1971, bei dem die kamer die ganze zeit nur einen Spieler (george best mit Nummer 11) im Fokus hatte, d.h. Wenn George nicht gerade beim Ball war, konnte man nicht erkennen, wie das Spiel lief. Etwas ungewohnt aber ein durchaus spannender Ansatz.

ein weiteres spiel schauten wir auf patricias hd fernseher und vergnügten uns kulinarisch mit dem Grill und den mitgebrachten Salaten. ich will gar nicht wissen, wie ich die zeit nach der em erleben werde, irgendwie muss man sich plötzlich wieder gedanken machen, was man denn unternehmen könnte und wohin. doch davor, erstmal herzliche gratulation an den europameister spanien (das finale schauten wir übrigens gemütlich daheim)