gletsch, gletscher, am gletschesten…?

Nachdem philipp maloney seinen fall erfolgreich gelöst hatte, machten wir ums auf den weg zum sonntagsausflug. die wettervorhersage erwähnte für die alpennordseite wolken und nebel, so dass wir kurzerhand eine passfahrt ins wallis aufs programm setzten. bereits beim grimselhospitz entkamen wir den wolken.

der abstieg richtung gletsch eröffnete den blick auf die überreste des rhone gletschers, das hotel bellevue und die furkapassstrasse.

bei der weiterfahrt richtung fiesch passierte uns kurz vor obergoms die furka-oberalpbahn.

von fiesch brachte uns die eggishornbahn auf das eggishorn – wir hatten einen grosszügigen überblick über das grüne tal.

oben angekommen stockte mir der atem – so beeindruckend und fast überraschend war der blick auf den aletschgletscher und die umliegenden berge.

leider waren wir viel zu spät dran, um eine wanderung z.b. zum bettmerhorn in angriff zu nehmen, doch das werden wir für den nächsten sommer planen.

selbstverständlich darf auch das gipfelbild nicht fehlen.

wir spazierten entlang des grats einige hundert meter und kamen kaum vorwärts, da wir kontinuierlich auf den auslöser drückten – und immer wieder neue blickwinkel entdeckten.

die spalten waren selbst aus uneserer distanz zu erkennen, so dass uns sofort klar wurde, dass eine überquerung ohne ortskundigen führer definitiv nicht in frage kommen würde.

wir gönnten uns in der hütte eine kleine stärkung mit herrlichem blick, bevor wir mit der letzten bahn den wunderbaren platz verliessen.

auf dem rückweg legten wir kurz vor obergoms einen fotostop ein. die wunderbaren holzhäuser hatten uns schon bei der hinfahrt fasziniert.

besonders gefielen uns die steinplatten welche die häuser vor mäusen schützen, da mäuse nicht auf glatten flächen überkopf laufen können.

in kombination mit dem sehr alten, dunklen holz ruft jeder blickwinkel wieder nach einem foto.

selbst mehrstöckige häuser balancieren auf den steinen.

die suche nach dem abendessen gestaltete sich schwierig. auf das ersehnte walliser raclette mussten wir verzichten, da das angestrebte restaurant „baschis“ am sonntag ruhetag hatte. in einem wunderschönen restaurant wurde unser wunsch abgelehnt, da es ja noch gar keinen schnee hätte, somit hätten sie noch kein raclette im angebot. obwohl das wildmenue sehr gut aussah, machten wir uns auf den heimweg. es war noch hell und auf dem grimselpass zeigten uns die heraufkletternden nebelschwaden, dass wir nicht mehr im sonnigen wallis waren.

hungrig bekamen wir einen tisch im grimsel hospitz und waren auch mit einem tisch „weg vom fenster“ zufrieden, da es sowieso keine aussicht gab. das essen war fantastisch und wir genossen den stimmigen abschluss eines wunderschönen tages.