fasnachtsvirusausbruch in luzern

nach dem „tatort“ am sonntag abend, welcher in luzern an der fasnacht spielte, meldete sich bei mir das fasnachtsvirus mit einem akuten ausbruch. also stürzte ich mich in mein fasnachtskleid und fuhr nach luzern, um den umzug zu sehen. zur eröffnung erfreute die wey-zunft das publikum mit orangen und zältli.

doch da ich sehr kurzfristig ankam, waren die besten plätze schon besetzt, so dass ich kaum etwas sah – und auch beim fotografieren waren meist köpfe vor der linse. somit zog ich in die altstadt und genoss den rummel und die vielen schönen einzelmasken.

ich war erstaunt, wie viele schon am montag nachmittag unterwegs waren. auch bemerkte ich, dass ich praktisch als einzige mit einem strassenkleid unterwegs war (und ohne schminke im gesicht), fühlte mich fast wie ein unverkleideter (zürcher!!!) und schwor mir, für nächstes jahr ein motto auszusuchen – ist es doch faszinierend, die verschiedenen gestalten im gespräch zu sehen.

die ganze stadt wimmelte nur von bunten gestalten – ich kam aus dem staunen und freuen nicht mehr heraus.

den reussquai nutzten einige gruppen als bühne. allerdings bekam ich schon fast hunger – erst beim candle light dinner…

…und gleich nebenan beim fondueplausch mit melkschemeln. es braucht eigentlich nicht viel, nur etwas kreativität!

auf dem rathausplatz spannten die krienser wöschweiber wäscheleinen vom einen ende zum anderen und ich konnte ihnen beim waschen zuschauen.

auf der rathausbrücke wurde ein pissoir eingerichtet – mit toilettenfrau und türöffner.

besonders gefiel mir die kreativität bei den Kinderkostümen – keiner zu klein, um mit an die fasnacht zu gehen!

faszinierend waren auch die gefährte, die für die kinder gebastelt wurden. von den ganz kleinen froschkönigen…

…bis zu den voll integrierten kapitänen.

kreativ auch gargamel mit seinen eingeschlossenen schlümpfen, die so auch nicht verloren gehen können in dem trubel.

ein symptom des fasnachtsvirus ist das rumhüpfen zu musik – und daran mangelte es bestimmt nicht- eine trommelgruppe inbay watch kostümen liessen die menge tanzen.

glücklicherweise liefen nicht alle guggen im umzug mit, so dass ich auch in den genuss von platzkonzerten unter der egg kam.

im gegensatz zum abendlichen treiben gabs doch noch ein durchkommen und so konnte ich ohne probleme die perspektive der musiker einfangen.

am späteren nachmittag traf ich petra nach ca 25 jahren wieder, sie war mit ihren kindern und freundinnen als einhörner unterwegs. wir trafen uns im schweizerhof und auch dort waren wieder kreative gestalten mit ihren fahrbaren untersätzen unterwegs.

mein letzter zug fuhr schon relativ früh zurück in den hasliberg, doch für ein abendbild mit der fasnächtlich geschmückten kappelbrücke reichte es noch.

tags darauf hatte ich noch nicht genug und traf mich mit nadine und fabio zum kinderumzug.

vorher spazierten wir bei schneetreiben noch etwas durch die stadt und begutachteten die vielen gestalten.

die mitgeführten utensilien sind meist irgendwo geparkt, wenn die gruppe sich in einer kneipe aufwärmt, also perfekt für ein foto.

der kinderumzug ist nicht vom fasnachtskommittee organisiert, so dass es kein klares programm gibt und soviel ich verstanden habe, einzelmasken einfach mitlaufen können. doch es hat auch die eine ode