ab in den süden!

nach den erlebnisreichen tagen in ilulissat fiel uns der abschied nicht leicht, doch das bedeckte wetter minderte den abschiedsschmerz ein bisschen. hier der letzte blick auf einen eisberg….

wir ergatterten uns fensterplätze doch die wolken hingen so tief, dass wir nach wenigen minuten nichts mehr sahen. auch nach den zwischenlandungen war es nicht anders, es gab nur einen kurzen blick aufs inlandeis.

 

 

bei der landung in narsarsuaq erwartete uns jackie am flughafen. wir hatten eine woche zuvor von nuuk aus mit ihm gesprochen und ihm vage unsere ankunftsdetails durchgegeben. wir waren beeindruckt. er erfragte unsere wünsche und stellte sogleich ein tolles programm für die nächsten tage zusammen. die erste nacht verbrachten wir in narsarsuaq, 160 einwohner, 1 internationaler flughafen, ehemalige us basis – und das schönste – die eisberge hinter der landebahn.

das hotel war eine umgebaute militärunterkunft, was am kasernencharme des zimmers gut ersichtlich war.

auch die lichtschalter schienen noch originale zu sein.

die aussicht war erwartungsgemäss nicht berauschend, auf den nächsten block, doch die damen bei der zigarettenpause bringen etwas farbe ins spiel.

und dann sahen wir sie: die höchsten bäume in grönland! umgehend erinnerten wir uns an die geschichte vom grönländischen mädchen, welches in de 50ern vom dänischen lehrer aufgefordert wurde, einen baum zu zeichnen. da sie noch nie einen baum.gesehen hatte, erfand sie einen, was dann jedoch als falsch gewertet wurde.

bei jackie mieteten wir fahrräder um zu den überresten des krankenhauses des amerikanischen stützpunktes zu fahren.

der kamin ist das einzige was noch steht von der anlage mit 1000 betten.

um den grund für die riesige kapazität des krankenhauses ranken sich geschichten, z.b. dass die verwundeten des koreakrieges hier behandelt worden seien. hier das bild des stadplanes aus dem museum.

auf dem bild scheint der kamin kleiner als in wirklichkeit, daher ein bild mit referenzpunkt.

einige reste von heizkörpern waren noch zu sehen, aber weit weniger, als ursprünglich da gewesen sein mussten.

selbst das fundament war komplett überwachsen und kaum mehr ersichtlich. erstaunlich, was die natur in wenigen jahren zurückerobert.

viel früher als abgemacht waren wir bereit zur abfahrt – irgendwie hatten wir das gefühl, ausser dem museum schon alles gesehen zu haben.

auf der bootsfahrt begegneten wir eisbergen – sie waren viel kleiner und weniger zahlreich als im norden, doch ihre farbe war bestechend blau, also richtiges blue-ice.

was dies für unseren fotochip bedeutete muss nicht weiter erwähnt werden….