kulturkonzentrat & grosser bahnhof

auf dem flug hatte ich die ehre, neben einem erstflieger zu sitzen. der sympathische herr erzählte von seinem beruf als tenor und wie bei einem kurzfristigen ausfall eines sängers nach ersatz gesucht wird – was jedoch nicht ganz einfach ist, da ja jede aufführung auch eine andere „choreographie“ hat. nach einem gemütlichen Freitag in der Stadt trafen wir Gabi und horst auf der Chorempore der Thomaskirche

gabi & horst

Wir hatten wieder einmal Glück und durften von dort dem thomanerchor und dem Gewandhausorchester beim weihnachtsoratorium nicht nur lauschen, sondern auch zusehen.

chor empore thomaskirche

einigen musikern konnten wir buchstäblich über die schulter schauen.

schulterblick

Beeindruckt hat uns einmal mehr der thomaskantor mit seinem lebendig dirigierenden thomaskantor.

thomaner chor

Der Blick in die ausverkaufte Kirche war faszinierend und die 2 Stunden läuteten für uns die Weihnachtszeit ein.

volle thomaskirche

dani hatte vor meiner Ankunft bereits das Kulturprogramm des Wochenendes studiert und noch immer hatten wir die Qual der Wahl. Nach einer ersten shoppingrunde mischten wir uns unter die Leipziger und fuhren mit der Bahn durch den neuen City-Tunnel, der am Sonntag für den regulären Verkehr geöffnet wurde. Wir stiegen ein beim wilhelm leuschner platz.

eingang city tunnel

Die halle war riesig und lichtdurchflutet, erinnerte so gar nicht an eine „u-bahn“

grosser bahnhof

Mit der Bahn fuhren wir zum bayrischen Bahnhof (der jetzt endlich auch wieder eine art Bahnhof ist) – die Station ist auch modern gestaltet und mit bunten Akzenten versehen.

bayrischer bahnhof

schön passt der neue eingang zum alten tor, welches während den bauarbeiten zur seite und nach abschluss wieder an die alte stelle geschoben wurde.

bayrischer bahnhof

Beim Ausgang wurden wir noch interviewt für eine Zeitung und die Journalisten gaben sich erst nach dem Foto als Bild Reporter zu erkennen – unsere aussage haben sie doch etwas tendenziös in die eine richtung gebogen, doch immerhin gibt es ein schönes Foto von uns beiden.

bild zeitung

der zug auf dem rückweg in die city war relativ überfüllt, und wir waren mutig genug, die erste Klasse zu besetzen.

erste klasse

Der nächste Programmpunkt war die Oper, für mich eine Premiere. Das Opernhaus ist ein wunderbares Beispiel von stalinistischer Architektur – prunkvoll und mit Liebe zum Detail umgesetzt. hier ein blick von der empore.

opernhaus

das treppenhaus bot fotomöglichkeiten en masse – hier eine impression.

opertreppenhaus

Wir hatten am Morgen Tickets für die ballettaufführung „eine weihnachtsgeschichte“ erstanden. In bunten Bühnenbildern war die Geschichte umgesetzt und wir waren begeistert von der Inszenierung. Nicht nur die Kondition und körperliche Leistung der Protagonisten, auch die schöne Umsetzung und unaufdringlich eingesetzte Technik wurden zu einem abgestimmten gesamtbild.

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den ursprünglichen Plan, nach der Aufführung auf dem Weihnachtsmarkt einen kurzen flammlachsstop einzulegen wurde durchkreuzt von der Unsicherheit, ob wir für das ausverkaufte Konzert „swing symphony“ des MDR Orchesters zusammen mit der hr big band im Gewandhaus überhaupt Tickets bekommen würden. in der pause blickten wir schon mal vom opernhaus zum gewandhaus.

weihnachtsmarkt

nach einem kleinen sprint über den platz stellten wir uns in die restkartenwarteschlange und erhielten die letzten zwei zusammenhängenden Tickets, gleich bei der orgelempore – wir hatten einfach riesiges glück, denn so konnten wir den neuen chefdirigenten kristjan järvi voll in aktion sehen. er hatte eine go-pro kamera umgehängt und wir hoffen gespannt auf eine mögliche tv-ausstrahlung des mitreissenden konzertes.

gewandhaus

nach so viel kultur konzentrierten wir uns am sonntag auf die kaffee kultur und genossen den traditionellen weihnachtskaffee bei gabi und horst – selbstgebackene plätzchen und stolle inklusive.

kaffeetisch

den verpassten flammlachs von samstag holte ich am montag nach – ich traf mich mit gabi und horst in der mittagspause auf dem finnsichen weihnachtsmarkt.

finnenmarkt

die flammlächser werden auf holzbretter genagelt und dann am feuer gegrillt – dann mit brot oder als suppe verspiesen – ein leckerbissen sondergleichen!

flammlachs

dann war schon wieder zeit für den abschied – gleich vor dem hotel stolperte ich in die neue s-bahn station „marktplatz“, die s-bahn brachte mich direkt zum flughafen – danke, liebe leipziger für die investition, die mir persönlich den fussmarsch zum bahnhof ersparte – was ich gerade aufgrund des vielen gepäcks besonders schätzte! einmal mehr ein wunderbares wochenende!

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