messe abendprogramm

Nicht nur an der messe herrscht hochbetrieb, auch das abendprogramm ist gefüllt und wir standen vor der qual der wahl. Wir ents hieden uns für „weniger ist mehr“ und gingen dieses mal am donnerstag schon früh in die moritzbastei für die lange leipziger lesenacht, L3.

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In drei räumen fanden von 18:30 bis nach mitternacht lesungen statt – selbst hier: die qual der wahl. Meist handelte es sich um junge autoren, was es besonders spannend machte. Wir erstanden drei bücher mit widmungen – „das fell der tante mitri“ – hörte sich erst etwas fad an, doch nachdem die junge autorin aus österreich daraus las, wollten wir unbedingt wissen, wie es weiter geht. Das zweitevon ahne, „zwiegespräche mit gott“ und von sebastian23 aus der poetry slam Szene sein brilliant vorgetragenes „theorie und taxis“.

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Der Schweizer Abend im Schauspiel am Donnerstag war eine Überraschung im sehr positiven Sinne. Damit wir für den Porträt Slam auch gute Plätze hätten, setzten wir uns schon früh hin und schauten das ganze Programm. Über Pedro Lenz wurde in der Schweiz auf jedem Kanal berichtet, doch bei diesem fussballbuch „dr goalie bin ig“ habe ich immer weggehört. Er kam mit einem Pianisten auf die Bühne.
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Und dann begann er zu lesen – schweizerdeutsch – das Publikum lachte, liess sich aber auf das Ganze ein und der Rhythmus der Sprache, mit dem Klavier, das hörte sich fantastisch an. Selbst die deutsche Übersetzung hielt den Rhythmus bei – und es ging überhaupt nicht um Fussball! das hörbuch landete sofort auf unserer Einkaufsliste.

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Dann gab es eine vorführt von Schwingen – von schwingergedichten begleitet – oder war es umgekehrt? Die Schwinger waren bodenständig sympathisch und der gedichteschreiber hat sich eine starke Nische ausgesucht, aber es passte.

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Beim poetry Slam, unserem ersten, waren Slammer von Deutschland und der Schweiz vertreten, und die Texte waren mehrheitlich super. Spannend war der Aspekt, dass alle ihren eigenen Stil hatten, sei es vom thema, der sprachwahl, der Art des vortragens – die Zeit verging im Flüge.

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Der Samstag Abend gehört traditionell der litpop. Wir ignorierten all die andern, hochkarätigen Veranstaltungen und waren gleich zu Beginn da. Der Anfang machte Stefan Bachmann, ein Schweizer, der mit seinem Fantasy Roman in den USA einen Verkaufsschlager landete, und das mit knapp 20 Jahren. Spannenderweise las er mit einem englischen Akzent.

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Auf Ralf König Habe ich mich schon den ganzen Abend gefreut – eine Lesung von einem Comic? Ja, geht, mit den projezierten Bildern an der Wand und einer wandelbaren Stimme wurden die Figuren fast zum Film. Und Herr König wär der letzte Autor in dem Raum, so dass er die Hinweise der Moderatorin, dass er aufhören sollte, einfach ignorierte.

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Anschliessend Genossen wir das Konzert von alligatoah, einem deutschen sprach-Musik-Künstler.

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Die halle kochte und mit 40 Minuten war sein Auftritt viel zu kurz, denn er hatte auch nicht sein ganzes Repertoire durchgespielt…. Aber man konnte nix machen…

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Da blieb uns halt nur noch übrig, die Party zu geniessen… Hätte schlimmer kommen können…

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