lebendiges freilichtmuseum trinidad

die fahrt war kurzweilig und wir genossen die strecke. neben den verschiedenen solidaritäts parolen hatten auch die verarbeitenden betriebe schilder an den strassen, die auf das produkt hinwiesen – seien es kühe, schweine oder gemalte pflanzen. für das wahrzeichen der crevetten-fabrik hielten wir an, um es wirklich gut ins bild zu rücken.

werbeshrimp

kurz vor sonnenuntergang erreichten wir la boca, ein kleines fischerdorf gerade ausserhalb von trinidad. unser angesteuertes casa particular war leider schon ausgebucht, doch die schwester von sonia hat auch schon aufgerüstet, die treppen waren einladend bunt.

La boca villa sonia

das zimmer war sehr pink – das badezimmer passte farblich perfekt dazu.

zimmer

das meer lag auf der anderen strassenseite.

meerblick

wir wagten uns gleich hinein – wobei wir die rutschigkeit der algen komplett unterschätzten und ich mich auf dem weg hinein beinahe hingelegt hätte – aber so richtig! die temperatur des wassers war angenehm warm – ein perfekter tagesabschluss!

sonnenuntergangsbad

im hintergrund sahen wir die fischerboote, die für die nachtschicht rausfuhren.

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der örtliche pizzabäcker war leider schon geschlossen, so dass wir das abendessen auf der terrasse von villa sonia einnahmen und wunderbar bekocht wurden.

la boca

das frühstück durften wir auf der terrasse vor unserem zimmer einnehmen – mit meerblick, rührei, früchten, saft, kaffee und brot – ein perfekter start in den tag.

frühstück mit meerblick

Wir freuten uns richtig auf trinidad, hatten wir doch schon so viel über die perle cubas gelesen. die innenstadt war autofrei, so parkten wir das auto noch vor den schranken und freuten uns über die pferdetaxis.

autoverbot

die plaza mayor lag wunderschön in der sonne – die häuser waren liebevoll renoviert und strahlten in den verschiedensten farben.

Iglesia Parroquial de la santísima trinidad

die dreifaltigkeitskirche ist glücklicherweise noch nicht zum museum geworden, sondern wird noch aktiv genutzt.

kirchengänger

Doch irgendwie schienen die personen in der Hauptstraße nicht wirklich da zu wohnen, sondern als fotosujet hingepflanzt. zwei herren zogen auffällig nur an ihrer zigarre, wenn ein tourist vorbei lief. Wir wussten nicht genau, was wir davon halten sollten. bestimmt echt waren die schulkinder, die gerade durchs bild liefen, als wir ein erinnerungsfoto machen liessen und wunderbar das standardbild speziell machten.

plaza mayor

wir bemühen uns ja immer, die bilder etwas persönlicher zu machen, hier mal wieder ein bild von mir mit treppe.

sonne pur

In den gässchen hinter dem hauptplatz wurde es dann viel authentischer. Die leute putzten ihre häuser, kauften eier, fragten uns nach seife, bonbons oder Kugelschreiber.

dorfleben

Selbst wenn wir welche dabei gehabt hätten, wären wir nach 20m wieder ohne gewesen.

seife?

hier fanden wir auch die vögel, die frühmorgens an die frische luft gehängt werden.

haustier

und beim abfallsack runterbringen nimmt mann auch gerne den vogel mit auf den spaziergang.

spaziergang

ein blick in die gasse zeigte uns, dass gerade ein bus mit weiteren besuchern angekommen sein muss – und wir verstanden sofort die bewohner, die sich aus dem stadtzentrum etwas zurückziehen und waren umso vorsichtiger mit fotografieren.

besucher

Wir suchten nach der etwas erhöht liegenden kirchenruine für den rundumblick und nach einem ersten irrweg bemerkten wir, dass die ruine voll eingezäunt war, da sie sich mitten in einer baustelle befand…

ruinenkirche auf dem hügel

es scheint ein wohnblock oder eine hotelanlage zu werden.

eremita de nuestra señora de la candelaria de la popa

So blieb uns der blick vom bauzaun über die Stadt.

ausblick aufs meer

Angefixt vom überblick wagten wir uns noch auf den  klosterturm, das wahrzeichen von trinidad.  er ist teil eines museums, so dass wir erst die exponate bestaunen mussten, inklusive abwehren von toiletten-frauen, die uns lokale 3 peso noten (ca. chf 0,12 wert) mit dem abbild von che verkaufen wollten – wir haben es jedoch verpasst, nach dem preis zu fragen…. dann durften wir auf den turm – und schon während dem hochsteigen erhielten wir tolle ausblicke auf trinidad und die dahinterliegenden berge, die wir am nachmittag erwandern wollten.

bergblick

Die glocken hingen auch noch da, mit dem hinweis,,dass man sie nicht läuten soll.

glockenhut

die plaza mayor aus einer anderen perspektive

glockenturm

Von hier konnten wir sogar das meer sehen!

meerblick

Gleich neben dem museum gönnten wir uns eine kleine pause mit erfrischung – eiskaffee und frischer fruchtsaft – perfekt bei der hitze!

eiskaffee

im casa templo de santería yemayá, dem gotteshaus des afrocubanischen santería kults konnten wir aus zeitmangel nicht mehr über die religion erfahren, welche gemäss reiseführer am 19. märz der gottheit des meeres riesige torten opfert. nächstes mal sollten wir mehr zeit und spanischkenntnisse mitbringen.

templo de Santería yamayá

neben den „offiziellen“ sehenswürdigkeiten gefiel uns das offene leben der menschen – am abend waren die meisten haustüren einfach offen und man sah direkt auf die oma im schaukelstuhl vor dem fernseher. hier ein etwas weniger privates bild – die siesta am arbeitsplatz. für uns stand gerade das gegenteil von siasta auf dem programm – eine wanderung im nahegelegenen nationalpark.

siesta