heldenstadt santiago de cuba

das frühstück durften wir am gleichen Tisch wie das Abendessen einnehmen – direkt am meer. Unser bekannter vom vorabend schaute vorbei und brachte uns eine mango, zwei flaschen honig und bergkaffee, der ziemlich unregelmässig geröstet war, aber sehr handgemacht aussah. Frisch gestärkt machten wir uns auf den weiteren weg.

Frühstückstisch

der erste teil der weiterreise war das letzte stück küste vor santiago de cuba.

weg am morgen

in einer bucht sahen wir ein nicht ganz so alltägliches objekt im wasser – ein panzer. wir konnten jedoch nicht erkennen, wie lange er schon im wasser lag, ob es noch ein mahnmal aus einem unabhängigkeitskonflikt oder einfach kreative entsorgung war.

abfall

Nachdem santiago de cuba nicht gerade den besten ruf geniesst für ein entspanntes besichtigen, war ich froh, dass wir die stadtbesichtigung mit dem friedhof santa ifigenie begannen.

friedhof

das inhaltsverzeichnis liest sich wie das who is who in der cubanischen geschichte.

inhaltsverzeichnis

carlos manuel de céspedes, der vater des vaterlandes liegt hier genauso wie  emilio bacardí y moreau, der sohn des gründers der rumfabrik.

bacardi

etwas weiter hinten fand compay secundo vom buena vista social club seine letzte ruhe.

buena vista

Das grösste mausoleum hingegen beansprucht josé martí, cubas nationalheld.

mausoleum

im innern kann man von der gallerie auf das grab schauen, das mit einer cubanischen flagge abgedeckt ist.

jose martí

Die wachablösung findet alle halbe stunde statt, so dass wir kurz nach der ankunft zeuge der zeremonie wurden.zur marschmusik ab band kamen drei wachmänner im stechschritt zum mausoleum.

neue schicht

dann gabs ein gruppenbild von allen zusammen.

wachablösung

anschliessend zogen die abgelösten herren mit begleitung wieder ab, unter den wachsamen augen des zeremonienmeisters.

 

abtredende schicht

es fiel uns ein weiteres mal auf, dass viel für den erhalt der denkmäler gemacht wird, an verschiedenen stellen sahen wir arbeiter am reparieren der wunderbaren grabsteine.

reparatur

Nach dem Friedhof besuch suchten wir unser nachtquartier und kämpften einmal mehr gegen Einbahnstrassen, unterschiedliche strassennamen, verschwundene casas particulares und fehlende wc-brillen. Im stadtzentrum wurden wir beim casa mundo freundlich empfangen und hatten unsere basis aufgebaut.

strassenzug

Die hitze verwandelte unsere Hirne in matsch, was das denken erschwerte – also erst mal in die bäckerei mit aircon für kuchen und glacé.

helado

Anschliessend wandelten wir um den platz und waren schon wieder komplett aufgeheizt – so dass wir bei der churros dame um die ecke gleich wieder umsatz machten.

churros

In der fussgängerzone waren wir nicht alleine unterwegs und in einem der getränkestände stand ein gast mit gitarre und die anderen gäste sowie das bedienpersonal sangen mit – mehrstimmig, einfach so.  auch hier sahen wir die cubaner bei ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung: auf einem stuhl vor dem Haus sitzen und mit Freunden quatschen. Jeder auf seiner eigenen Sitzgelegenheit.

kaffeeklatsch

Am abend wollten wir erst eine der bekannten shows ansehen, wel he jedoch erst nach 22h begannen. Wir folgten den musikklängen uns standen vor einem lokal, wo wir für ca. 1 chf eingelassen wurden. mit freude lauschten wir der musik und fasziniert beobachteten wir die tanzenden paare. Jedes hatte seinen ganz eigenen tanzstil, sehr ausdrucksstark. Ein jüngerer herr fragte dani, ob er mit mir tanzen dürfe, was er glücklicherweise ablehnte. Die Aufforderung eines älteren herrn konnte ich dann nicht ablehnen. Er stellte sich als tanzlehrer vor und wies mich geschickt in die Schritte ein.

kapelle

Das Frühstück bei mundo mundete sehr. Besonders fiel die Tischdecke ins auge, die uns daran erinnerte, dass bald weihnachtsgeschenke besorgt werden müssten.

frühstück

Auf der Suche nach wasser konnten wir es nicht lassen, wieder und wieder die kamera zu zücken, ein scheuer versuch, das bunte treiben und die farben cubas einzufangen. wir begannen gleich vor unserem hotel

hauptstrasse

in der nebenstrasse gings gleich weiter mit bunten häusern.

farbenkreuz

viele häser waren auch baufällig und gerade im zuge der renovation, hier erhaschten wir einen blick in ein ehemaliges bankgebäude, der tresor war beeindruckend.

tresorraum

wir fanden ziemlich schnell die fussgängerzone und hier fanden wir auch die angeschriebenen gully-deckel – nicht so schön wie in japan, aber spezifisch.

gully deckel

die geschäfte waren eher leer, bzw. das grosse sortiment war in den devisenläden.

fussgängerzone

die rege bautätigkeit und die wunderbare bausubstanz fiel uns auch hier ins auge

hotel imperial

das hotel imperial wird wohl beim nächsten besuch auch gäste beherbergen.

hotel imperial

an einem platz sahen wir die spieltische. man trifft sich auch in der grosstadt zum domino oder dame spielen.

spielecke

die beiden herren spielten dame mit schwarzen kronkorken und weissen pet-flaschen deckeln in einer unglaublichen geschwindigkeit und konzentration – mit freude schaute ich zu.

dame

dieser herr scheint auf einen spielpartner zu warten.

siesta

der verkehr war auch hier übersichtlich und die fernbusse bunt und gut gelüftet.

bus

santiago de cuba hat meherere grosse plätze – der grösste, der parque céspedes war beeindruckend. an der südseite steht die catedral de nuestra señora de la asunción, in der diego velázquez begraben sein soll, jedoch ohne hinweis auf einen grabstein. wir konnten uns selbst kein bild vom innenraum machen, da sie leider gerade wegen renovationsarbeiten geschlossen war. doch auch die aussenansicht war imposant.

cathedrale

gegenüber an der nordseite war das rathaus, von dessen balkon fidel castro 1959 den sieg der revolution verkündet hat.

balkon

auf der ostseite war das älteste steinhaus von cuba aus dem jahr 1515. bzw eines der 5 ältesten steinhäusern in amerika.

museo de ambiente hostórico cubano

das haus war in einem sehr guten zustand und der innenhof sehr schön.

museo de ambiente hirstorico cubano

eigentlich hätte man fürs fotografieren drin eine extra gebühr bezahlen müssen. das wars uns dann doch nicht wert. als wir im zweiten stock von einer führerin empfangen wurden, hat sie uns klar die schönsten perspektiven hingewiesen und gesagt, wir sollen einfach fotografieren – über ein kleines geschenk für ihre enkel würde sie sich freuen.

muesum

nachdem die dame uns auf jedes spezielle möbelstück hinwies, fotografierten wir als zeichen des respekts einige der originalstücke.

sekretär

gleich um die ecke war ein pizza-stand mit reger kundschaft – doch irgendwie haben wir uns noch immer nicht getraut, die cubanische pizza zu probieren. und schon wars zeit zum weiterfahren richtung baracoa.

pizzaecke