konzertgenuss

Endlich war es soweit, sonntag abend. Pünktlich machten wir uns aif den weg und das tram fuhr gerade ein, perfektes timing! Etwas irritiert waren wir schon, als das tram gleich vor dem casino abzweigte, doch ausser uns schien es nur zwei andere  zu stören, die auch nach dem world forum fragten. Der tramfahrer hatte anscheinend die falsche route programmiert und fuhr seelenruhig weiter. Dank den anderen beiden und dem navi auff danis händy liefen wir quer durch und erreichten das world forum nur etwas später als geplant.

ticket

Nach der einnahme der plätze sahen wir, dass ganz vorne am bühnenrand einige leute standen – dani erklärte sich beriet, auf die taschen aufzupassen und ich stand vorne – aug in Auge mit nick cave (die erste von rechts bin ich)

erste reihe

Bei einem lied ging er ins Publikum und forderte die dame mit dem handy (inkl aufhellicht) zum tanz auf und steckte ihr händy in ihren Ausschnitt – das licht sei einfach zu hell.

konzert

Ein lied später balancierte er auf den stuhllehnen nach hinten und lief durch die reihen – blieb vor daniel stehen und suchte sich eine hübsche dame, die er nach vorne holte.

sail your ships

Sofort bewegte sich die menge nach.vorne und ich stand am bühnenrand. So weit vorne stand ich noch nie bei einem konzert (seit dem iggy pop konzert in leysin in 1993 oder so) – es war unglaublich. Durch nick’s aversion gegen kameras und handys genoss ich ganz einfach die vorstellung und beschränkte mich aufs fotografieren, wenn er am klavier sass.

piano

Mein rechtes ohr war dann doch etwas gestresst gleich jeben der box und nachdem er den ship song sehr früh spielte, entschied ich mich, den top platz bei „into my arms“ zu verlassen und wieder zu dani auf den Sitzplatz zu gehen – immerhin waren wir ja zusammen am konzert.

ganz nah dabei

Der blick war auch nicht schlecht und wir genossen den rest des konzerts. Während er den ersten zwischen ruf mit „fuck you!“ Beantwortete, wurde er anschliessend viel kommunikativer. Den „warren, i love you!“ Ruf unterstrich er mit:“ warren, i love you too!“  Als er einen weiteren zwischenruf nicht verstehen konnte, bat er um saallicht und die person aufzustehen. Bei den zugaben nahm er wünsche aus dem publikum entgegen.

sail your ships around me

Ein tolles konzert – mit eher ruhigeren nummern, aber energievoll, auch wenn warren ellis, der multiinstrumentalistische konzertmeister, bei den vorhergehenden konzerten wie ein unhaltbarer dervisch auf der bühne herumwirbelte, nur einen geigenbogen nach hinten warf und die ganze zeit sass. Wir werden alle nicht jünger. Das ganze wochenende zeigte, dass konzertreisen einen speziellen reiz haben, man kommt an orte, die man sonst weniger besuchen würde. Mal sehen, wo wir als nächstes hinfahren.

mit distanz