messesonntag

heute waren wir etwas später dran, doch ausschlafen ist auch wichtig.

zugfahrtwir begannen in der manga halle, die hatten wir bis dahin gar nicht besucht. Beim schwarzen sofa wurden wir zeuge der signierstunde von ken akamatsu, einem manga zeichner. Es war perfekt japanisch organisiert: ca 1h davor konnte man nummern beziehen. Eine stunde später war die autogrammstunde. Der künstler sitzt auf dem podest, umingt von seinen 4 bodyguards (nur 2 im bild).

bodyguardsdie autogrammjäger stellen sich geordnet in eine reihe und erhalten eine grosse, limitierte Karte für das autogram. am anfang der schlange geben sie ihren namen bekannt, dass er auch korrekt geschrieben wird. Einzeln dürfen sie auf das podest vor den künstler treten, geben ihr handy der begleit-dame, welche dann ein foto macht – mit dem künstler und der signierten karte.

finale der autogrammstundeAm ende der audienz erhalten die helfer noch eine karte (mit foto) und der künstler zieht gut bewacht von dannen. Wunderbar zum zusehen. der nächste stop war die lvz arena. claudius niessen, der erfinder der L3 und sonstigen lesefesten, und clemens meyer, ehemaliger gewinner des leipziger buchpreises stellen ihr buch „zwei himmelhunde“ vor – ihre feldstudie vom schauen von b-movies. Sie weisen darauf hin, dass die heutigen kino syndikate unsere Sehgewohnheiten so beeinflussen, dass neue filme aus anderen ländern als usa kaum frisch in die kinos kommen.

filme, die man besser liestbei der leseinsel der jungen verlage genosen wir poetry slammer und die lesebühnen autoren, als vorgeschmack für den abend. Gerade die jungen slam poeten überzeugten mit ihren engagierten texten – sprachgewaltig, rythmisch vorgetragen und mit einer botschaft.

junge verlagefrüh machten wir uns wieder auf den weg in die stadt. nach einer kurzen pause im hotel gönnten wir uns die feinen tempura, von denen ich seit dienstag vorschwärmte. die erste angepeilte veranstaltung in  der vodkeria war leider schon voll (weiber, vodka, vulgarismen), also zog es ins direkt ans connewitzer kreuz für einen tee und dann zur lesebühne. wir wollten ja nicht wie letztes jahr spiessig eine stunde vorher dort sein, doch als wir um 19:15 eintrudelten, war schon eine riesige schlange vor dem eingang und die sitzplätze alle besetzt – so liessen wir uns auf der bühne nieder. anscheinend erhielten nicht alle in der schlange einlass – wir beschlossen, nächstes jahr wieder spiessig zu sein und früher aufzuschlagen.

lesebühnewir kamen auch ins gespräch mit unseren sitznachbarn. der herr links von uns hatte auch gerade ein buch veröffentlicht über den fussball – sehr spannendes thema. Die autoren trugen ihre neuen texte vor – es war eine freude, auch wenn wir sie nur von hinten sahen – ein schöner abschluss der buchmesse, das hotel für nächstes jahr haben wir schon gebucht!   bis zum nächsten jahr