ausflug nach ibusuki – 指宿市

obwohl ich bereits in beppu unerwartet in den genuss eines sand-bades kam (eines meiner reiseziele), entschloss ich mich trotzdem zu einem ausflug nach ibusuki, dem mekka des sandbades, etwas südlich von kagoshima – ein perfekter nachmittagsausflug.auf dem weg zum bahnhof traf ich noch auf einen frosch.froschpolitikerich erwischte zufälligerweise den spezial-tourismus-zug mit dem vollen service: die fotografin schiesst mit der kamera der besucher ein erinnerungsbild vor dem zug inklusive accessoires.

fotografinselbstverständlich nahm auch ich die gelegenheit für ein erinnerungsbild wahr.

erinnerungsbildder zug war auch innen sehr speziell – besonders gefielen mir die plätze mit blick nach draussen – in richtung meer. (und ja, ich hatte so einen, ich glückspilzin!)

zugabteilin diesem kleinen zug war der blick über die schulter des lokführers möglich und ein besonderes erlebnis. die klare abfolge der einzelnen schritte sowie der weite blick über die gleise und das land. wunderbar! chauffeurder zug fuhr der küste entlang mit wunderbarem blick aufs meer. wir passierten auch einige dörfer. bei einem standen willkommenswinkerinnen, die den spezialzug bejubelten bei der durchfahrt und so auf ihre region und ihr prinzessin-maskottchen aufmerksam machten. es schien, als ob die menschen extra mit dem auto zum gleis fuhren, um bei der durchfahrt des zuges kurz zu winken.willkommenswinkerin ibusuki war ich dann erstmal etwas orientierungslos, es hatte kein touristenbüro und die läden in der hauptstrasse waren alle geschlossen. es erinnerte an eine geisterstadt.

hauptstrassemein ausflugsziel, das sandbad, war gemäss karte nicht gleich beim bahnhof. da es mir zu kompliziert war, nach dem bus zu fragen oder eine velovermietung zu suchen, spazierte ich los. durch die strassen und dann entlang der küste.  ich war alleine unterwegs, es schien alles wie ausgestorben.

promenadedann erreichte ich den sandbadkomplex – nachdem ich erst fast daran vorbeigelaufen wäre. ich war erstaunt, wie gross und modern das gebäude war. im ticket inklusive war auch die yukata, mit der ich dann vom gebäude dem quai entlang zum strand lief.

mit yukataes ging dann eine treppe runter und dort waren die geschützten sandbadeplätze.

zum strandich wurde fachgerecht neben den anderen besuchern eingebuddelt – perfekt mit dem tuch um die haare. es war warm und das gewicht des sandes drückte ziemlich auf die brust.  sandbaddas schrimchen habe ich extra für das foto bekommen, damit es auch so aussieht wie auf den werbefotos. hier wurden wir nicht „geweckt“, sondern konnten selbst aufstehen nach den empfohlenen 10 minuten. dann gings eingesandet zurück ins bad zum abbaden.eingebuddeltgegenüber vom bad erblickte ich das infozentrum mit einer vergilbten karte von ibusuki und seinen attraktionen. irgendwie fasste es meinen eindruck perfekt zusammen: eine schon etwas in die jahre gekommene touristenattraktion, die ihre besten zeiten schon hinter sich hat.  ibusuki kartefür den rückweg nahm ich den bus – ist auch einfacher, in japanisch nach dem bahnhof (eki) zu fragen als nach dem sandbad.

ibusuki hauptbahnhofwährend ich auf den nächsten zug wartete, genoss ich ein fussbad beim öffentlichen fuss-onsen auf dem bahnhofsplatz. fuss-onsendann fuhr mein zug zurück nach kagoshima – mit einem traurigen gefühl – mit all den berichten über die abwanderung der jungen bevölkerung aus ländlichen regionen wird es wohl viele weitere regionen in japan geben, die in zukunft einen ähnlichen eindruck hinterlassen. meine hoffnung, dass ich einfach nur zur falschen jahreszeit hier war, und es sonst ein pulsierendes örtchen ist, mochte ich jedoch nicht ganz begraben.

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