vom pingu gepickt!

Vor gut 7 monaten hatten wir den termin gebucht: dani darf im zoo die pinguine füttern! pünktlich um 10 waren wir beim eingang und urs, der tierpfleger wartete schon auf uns. in der futterküche erzählte urs über die beiden pinguinarten  des zoos – die kleineren humboldt pinguine und die grossen königspinguine. Wir durften in ein schächtelchen mit federn von kleinen königspingus fassen – so unglaublich fluffig und weich! anscheinend müssten die kleinen entwöhnt werden, da die eltern sie füttern würden, solange sie betteln würden. einige der jungtiere würden 2 wochen, andere 2 monate benötigen, bis sie sich vom angebotenen fisch ernähren würden.

babyfütterungdie königspinguine waren fast vom aussterben bedroht, da die walfänger sie als feuermaterial für die schiffe benutzt hätten – holz oder andere brennbare materialien gabs ja dort weit und breit nicht. eine grauslige vorstellung! Aber zurück zum erfreulicheren. während ich draussen wartete, erhielt dani noch eine instruktion und sie kamen raus. die pingus reihten sich schön auf und freuten sich über die fische – teilweise erwischten sie auch den finger, aber gaben dann auf, wenn der fisch im rachen steckte. die schwierigkeit bestand darin, dass die fische gerade in den schnabel geführt werden müssen, da sie sonst nicht runtergeschluckt werden können. hängt ein fisch quer, ist er „verloren“. Die kleinen waren zwar dabei aber eher desinteressiert – sie bekamen dann ja anschliessend etwas von den eltern .

fisch! mehr!Eine ältere pingu dame, die nicht mehr so gut sieht, positionnierte sich neben danis bein und pickte jeweils sanft dagegen um sicherzustellen, dass sie nicht vergessen wurde.

fütternnach gut 15 minuten war der prallgefüllte, rote eimer mit fisch leer und die königspinguine satt.

fisch!!!die nächste station waren die humboldtpinguine, die an der küste südamerikas leben und lieber in wärmeren temperaturen unterwegs sind als ihre grösseren artgenossen. daher sind sie im winter drinnen. während sie in der freien natur vom aussterben bedroht sind, gibt es in den zoos sehr viel nachwuchs, so dass jeweils eines der beiden eier durch ein gips ei ersetzt wird. die paare bleiben ein leben lang zusammen. in den zoos wird dies direkt gesteuert.

indoor fütternhier war die fütterung lebendiger – die vögel wuselten durcheinander und es war für daniel gar nicht so einfach, den fisch dorthin zu werfen, wo die pingus gerade nicht waren.

bei den pinguinen waren auch die flugunfähigen, fischessenden dampfschiffenten, die auch in der freien natur im gleichen habitat wie die humboldtpinguine leben. viel zu schnell waren die tiere satt und dani kam wieder nach draussen zu sven, leyla und mir. anschliessend spazierten wir noch etwas durch den zoo um im elefantenhaus etwas essen zu gehen. leyla wachte in der zwischenzeit auf und freute sich an den dickhäutern, die vor unserem tisch umherstreiften.

elefantentbesuchdraussen konnten wir die elefanten nochmals bestaunen.

blickdann wars schon wieder zeit zum heimgehen, vom fischgeruch begleitet als umgehende erinnerung an die spezielle begegnung.

elefanttschon eine woche später waren wir wieder im zoo – diesmal zur pinguinparade.

elegante pinguinedie pinguine kannten dani jedoch nicht mehr vom letzten mal und ohne fisch sind wir einfach schon uninteressant.

ganz nahund da es so kalt war, machten wir einen abstecher in die masoala halle. gleich beim eingang klebte ein tier an der wand, das irgendwie aussah, als sei es gerade von einem auto überfahren worden, was jedoch schwierig gewesen wäre, an einer senkrechten wand. es handelt sich hier um einen plattschwanzgeko.

komisches tierfür einmal schafften wir es nicht ohne kauf durch den zoo shop -die tasche musste einfach mitkommen!

zoovenir