wintersporttag auf dem oeschinensee

wie am wochenende üblich, schauten wir am morgen aus dem fenster und der strahlende sonnenschein lockte uns auf die skipiste. oben angekommen, sahen wir, dass der wind für einige lifte zu stark war und auch die piste nach dem regen der letzten tage nicht gerade schön zum fahren war. also fanden wir uns nach einigen runden wieder daheim ein, um den königskuchen zu essen. beim zeitungslesen sahen wir, dass der oeschinensee überraschend zum eislaufen freigegeben war, die webcam zeigte einen menschenleeren see, also nichts wie hin! schlittschuhe in kandersteg ausleihen, in die gondelbahn (unser ski-abo war hier sogar gültig) und auf dem winterwanderweg zum see.

schuhwechselnach den schneefällen in diesem winter hatten wir überhaupt nicht damit gerechnet, doch die starken regenfälle der letzten tage liessen den schnee schmelzen und legten eine wasserschicht auf den see, die anschliessend gefror. die andere konsistenz des eises war sofort spürbar, gleich zu beginn war es sehr holprig und wir waren froh, dass dani sich für die wanderschuhe entschied, so konnte ich mich an ihm festhalten.

spuren im eisdann wurde das eis etwas glatter und ich konnte über das eis gleiten. es war herrlich! teilweise war das eis jedoch auf der obersten schicht ziemlich dünn, so dass sie bei belastung einbrach, die unteren schichten hielten jedoch problemlos.

eisprinzessindie schwierigkeit bestand eher darin, dass wenn man mit den schlittschuhen über das eis glitt und plötzlich stecken blieb, dass frau dann plötzlich auf dem bauch über das eis schlittern könnte. nachdem wir zwei solche fälle gesehen hatten, entschied ich mich für langsames und vorsichtiges eislaufen. auch beim laufen war es etwas gruselig, da durch die löcher das zwischen den eisschichten vorhandene wasser austrat und es trotz der freigabe des sees ein etwas mulmiges gefühl hinterliess.

oeschinenseedie szenerie war magisch. obwohl das eis nicht schwarz sondern eher weiss war, spiegelten sich die umliegenden berge und es war ein fotografieparadies. nachdem ich zufälligerweise tags zuvor die fotos vom vorjahr sortierte, hatte ich die schönsten blickwinkel noch präsent.

ganz alleinewährend dani dem „ice walk“, dem wanderweg auf dem see, entlang lief, genoss ich das eislaufen um ihn herum. so erkundeten wir fast alle teile des sees und sahen verschiedene eisformen, beispielsweise mit einschlüssen.

selfiestickdie heikleren stellen mit der dünneren eisschicht konnten wir gut anhand der „tannenbäume“ bei den schlittschuhspuren erkennen.

unebenheitenan einigen stellen waren wir die ersten, die drübergingen, meine eislaufspuren waren danach klar erkennbar.

erste spurengegen 15 uhr waren wir fast die letzten, die sich noch auf dem see tummelten. leider hatten wir nicht daran gedacht, den schlitten mitzunehmen, mit dem wir locker auch nach bahnschluss ins tal hätten rutschen können, so dass wir nach einer kleinen stärkung wieder zur bahn zurückliefen und runterfuhren.

oeschinensee