angrillen – oder ende der terrassen saga

die vorbereitungen zum heutigen angrillen begannen bereits im mai. während seines urlaubs plante der hausarchitekt dani die neugestaltung unserer terrasse und suchte erfolglos einen schreiner, der uns dies bauen könnte, also schritten wir zur tat. die recherche bedeutete stunden im internet und in baumärkten, wo die herausforderungen an eher unerwarteter stelle lagen. kurz vor baubeginn wurden die letzten unkrautreste mit dem flammenwerfer vernichtet.

nachdem wir endlich die geeigneten holzplanken gefunden hatten (ein hauptschwerpunkt lag in der verfügbarkeit), freuten wir uns schon auf deren lieferung – zum transport in den 6. stock hatten wir externe hilfe aufgeboten. doch nachdem der lieferant wieder losfuhr, entdeckte dani, dass uns die falschen latten geliefert wurden. somit kommando zurück, lange diskussionen mit dem baumarkt, die unser problem nicht wirklich ernst nahmen, neuer liefertermin gut eine woche später und ein wochenende bauzeit weniger. bei der richtigen lieferung bildeten  die helfer  im treppenhaus eine kette und die 72 bretter waren innert kürzester zeit bei uns im wintergarten und die arbeit konnte beginnen – als erstes wurden alle (zugeschnittenen) latten ausgemessen.

doch wie wäre es anders zu erwarten gewesen – die Zuschnitte waren nicht wie bestellt ausgeführt, so dass wir einige zu lange bretter hatten und 5 stück fehlten.

der herr vom obi in volketswil kannte wohl unsere nummer und adresse in der zwischenzeit auswendig (die fehlenden bretter hatte er richtig zugeschnitten am gleichen abend vorbeigebracht) und er wahr wohl nicht so begeistert, als seine chefin ihn erneut anwies, uns zu besuchen, diesmal mit der kreissäge bewaffnet, um die 15x 2xm abzuschneiden.

bei brütender hitze markierten wir die platzierung der bohrlöcher und frachteten die bretter einmal mehr vom wohnzimmer zur terasse und wieder zurück.

die probebohrungen ergaben, dass eine vorbohrung für die schrauben definitiv schöner aussehen, auch wenn dies 12 x vorbohren pro brett bedeutete – also grob 860 löcher. zum glück hatten wir zwei akkubohrer, so dass wir im akkord arbeiten konnten.

und dann war es endlich soweit, die gummiunterlagen und holzkonstruktion waren ausgelegt, die abstände definiert und die ersten bretter wurden angeschraubt – bei brütender juli-hitze!

die doppelte bewaffnung war effizienz- und motivationssteigernd – und bei sonnenuntergang war schon einiges verlegt.

der fortschritt war nicht mehr aufzuhalten und gleich nach der arbeit begaben wir uns wieder auf unsere baustelle – zum glück waren die abende trocken und lang!

nach gut einer woche war dank langen abendarbeiten das ende absehbar (es wäre sicher etwas schneller gegangen, wenn ich nicht jeden abend bereits einen termin gehabt hätte und mehr hätte helfen können).

und dann war es soweit, das letzte brett wartete darauf, eingepasst zu werden.

natürlich ist es nur mit holzplanken nicht getan – etwas grün sorgt für die entspannung des auges und das naturgefühl. nachdem wir bei marcel vor gut einem jahr wunderbare gräser gesehen hatten, war der fall klar, das wollten wir auch. doch wir bemerkten schnell, dass gras nicht gleich gras ist und sie sich von farbe, höhe und blüten stark unterscheiden – und auch hier, die verfügbarkeit war ein kriterium. in cham konnten wir im schaugarten die verschiedenen arten in voller pracht betrachten und entschieden uns für das gracilimus.

natürlich konnte bei den gräsern auch nicht alles rund gehen – erstmal war es eine herausforderung, 4 gleiche töpfe zu finden, da die baumärkte nur für kleinstmengen ausgerüstet waren – bestellfrist 6 wochen – doch zum glück gibt es mehrere baumärkte mit gleichem sortiment. als wir dann die vorbestellten pflanzen eintopften und auf die fertige terrasse stellten, bemerkten wir, dass eine der pflanzen eine «silberspinne» war, so dass eine erneute fahrt nach cham während den ladenöffnungszeiten aufs programm kam. dass ich dort dann beim ausparken ein anderes auto streifte, ist nur ein nebensatz – viel wichtiger war, dass ich so die gelegenheit für einen kaffee mit mama hatte.

für die andere hälfte der terrasse haben wir den kunstrasen «evergreen» gekauft. am ersten liefertag haben die starken herren die 8.15 x 4 m teppich schon mal in den 6 stock hochgetragen. in mühsamer arbeit auf knien hat dani dann die 4 m breite auf 3.70m zugeschnitten, nur um kurz vor dem ende festzustellen, dass die länge nur 7.5m betrug. also auch hier wieder ein anruf zu unserem lieferanten, bzw. zur chefin des verkäufers, die erstaunlich schnell den neuen teppich brachten – «wir haben 9.2m gemacht, damit es sicher reicht!». beim zuschneiden fiel dann auf, dass  es doch nur 8.2m waren, aber da es reichte, sahen wir von einer weiteren beschwerde ab.

die büsis fanden das gras super, und zirpa brauchte doch einige zeit, bevor sie merkte, dass sie es nicht fressen kann.

nun nahm das bauwerk schon langsam form an – die farben harmonieren gut mit dem see und der wiese dahinter.

das nächste deko-element waren die steine, die bei nässe eine sichere passage über den feuchten rasen garantieren.

das kiesbett und der feigenbaum vollendeten das bild.

bei voller sonne war es fast zu warm, so dass wir am nachmittag die wärme kaum aushielten.

am tag nicht sichtbar ist das lichtkonzept zum sicherstellen, dass das werk auch bei dunkelheit seinen reiz hat – natürlich mit fernbedienung.

nach mehrwöchiger plan-, recherche- und bauzeit war unsere terrasse endlich bezugsbereit. doch gerade in diesem moment verabschiedete sich der sommer, so dass wir die einweihung von einem wochenende zum nächsten verschoben.

heute war es endlich soweit – das wetter war zwar regnerisch, doch wir liessen uns nicht davon abbringen anzugrillen und wir freuten uns, dass soviele spontan zeit hatten.

tatkräftig halfen die herren beim anfeuern und bald hatten wir eine schöne glut fürs grillgut.

die sonnenstoren wurden zum regenschutz un alle fanden ein plätzchen im trockenen. die mitgebrachten salate und desserts vervollständigten das buffet.

besonders für kuchen war gesorgt – patricia mit der klassischen tarte tatin..

…und robert imponierte uns mit einer Schwarzwäldertorte – so richtig selbstgemacht von a bis z!

im zeichen des eher nassen & kalten sommers haben wir für die einweihung einen charakteristischen tag erwischt  – es kann nur besser werden! herzlichen dank nochmals an yvonne für das cheminee, wir werden an dich denken, wenn es unsere herzen und füsse erwärmt!

(bitte entschuldigt den aussergewöhlich langen text – doch das meiste konnten wir nicht in bildern festhalten und die geschichte wollten wir auf jeden fall teilen, zur erläuterung, weshalb wir die terrasse noch viel mehr schätzen!)