entdeckungsreise in die umgebung

nicht schlecht staunte ich am montag morgen über den schneefall auf dem weg zum bahnhof. am bahnhof half mir ein freundlicher herr beim ticketkauf und los gings. das kleine kind gleich hinter meinem sitz stellte mit freudigen ausrufen direkt hinter meinem linken ohr sicher, dass ich auf keinen fall noch etwas schlafen konnte, kaum entspannte ich mich kurz, schreckten mich die schallwellen im oberen frequenzbereich wieder auf – und immer auf die gleiche stelle!

in der gegend sind die leute nicht nur beim ticketautomaten unglaublich kommunikativ. von einem „ihr schnürsenkel ist offen“ in der bahn, „der nächste fährt 11:19, die uhr ist dort drüben“ an der bushaltestelle bis zur handfesten kommunikation einer alten dame die mich mit einem sanften griff an den hintern vom gehsteig wegschob, offensichtlich stand ich ihr im weg. ich beschloss, mich den lokalen gegebenheiten anzupassen und raunte der dame, die sich dem busfahrplan näherte ein „in drei minuten“ zu. sie schien sich nicht weiter zu wundern, schaute nicht weiter auf den plan und bedankte sich für die information.

in der porzellanmanufaktur nahm ich an der „tonführung“ durch die schauwerkstatt teil und hatte keine grossen erwartungen. nach einem film sahen wir in einem raum einem herrn zu, der an der fussbetriebenen töpferscheibe mit ruhiger hand eine kleine tasse ausformte.

diese wurde dann in eine gipsform gepackt und von hand in die richtige dicke geschnitten. hinter dem.jungen herrn zeigten die modelle die verschiedenen arbeitsschritte bis zur verkaufsfertigen tasse.

im nächsten raum setzte die boussiererin die verschiedenen einzelteile mit schlicker zu einer figur zusammen.

mit der individuelle  ausgestaltung der details hinterlässt sie ihren stil auf der fertigen figur.

im nächsten demonstrationsraum sahen wir die unterglasurmalerei. diese wird vor dem brennen aufgetragen. das sogenannte zwiebelmuster ist in wirklichkeit ein granatapfelmuster.

wie auch beim töpfern ist die farbe vor und nach dem brennen etwas unterschiedlich. das grünbraun wird danach zum bekannten kobaltblau.

die überglasurmalerei wird nach dem brennen aufgetragen, die bemalten stücke werden dann aber noch ein drittes mal gebrannt und auch da verändert sich die farbe nochmals. die goldränder werden anschliessend nochmals poliert.

in der ausstellung waren alle farben an einer wand aufgezeigt.

wunderschön auch die abstufungen im einzelnen.

im laden war ich auch von den outlet preisen beeindruckt und ich verliebte mich (glücklicherweise?) in keines der eher kitschigen stücke. die suche nach einer katze war auch erfolgreich: eine kachelofenplatte!

auf einer grossen fläche wurden filigrane, bunte werke aus den letzten jahrhunderten ausgestellt.

eine stärkung gabs dann aus echtem meissner porzellan im cafe: kartoffelsuppe mit brot und quark.

zu fuss machte ich mich auf den rückweg, wobei mir die zahlreichen häuser in baufälligem zustand auffielen, wahrscheinlich trug das kalte wetter noch weiter dazu bei.

voller elan erklomm ich den burgberg und fand den weg in die freiheit.

auf dem burgberg stach der dom sofort ins auge, die albrechtsburg, links davon, ist eher unscheinbar.

erst besichtigte ich den dom – es gab keine führungen im winter, so dass ich die verschiedenen ecken auf eigene faust entdeckte. eine kleine wendeltreppe führte auf einen balkon mit herrlichem blick ins kirchemschiff.

in einem vorraum waren friedrich der streitbare und seine nachkommen beerdigt.

auf dem weg nach draussen, im kreuzgang war dann das bild für den katzenblog.

ich war schin fast auf dem weg in die stadt zurück, als ich nochmals umdrehte zur albrechtsburg. der eintrittspreis war schon etwas am oberen ende, doch ich hatte ja nichts anderes los, so dass ich auf entdeckungsreise ging.

die albrechtsburg war bis mitte.19. jahrhundert die produktionsstätte fürs porzellan, als sich der damalige herrscher dazu bekannte, die  burg zu renovieren. nun ist es ein wunderbares gebäude mit vielen wandgemälden.

besonders gefiel mir das wendeltreppenhaus.

die gefängniskammer wartete mit schönen krizzeleien auf.

durch die scheiben hat man früher wohl noch nicht soviel gesehen wie durch das ersatzglas

das wetter lud nicht wirklich ein zum schlendern und da am montag auch die meisten kleinen läden geschlossen sind, war das flanieren auch keine option. auch vor dem hintergrund, dass es mir ja an wirklich nichts fehlt. es war dann auch zu kalt, um noch auf die volle stunde zu warten, bis dass die porzellanglocken des meissener kirchturms eine lange melodie spielten, abe für die kurze klingel um halb war ich gerade rechtzeitig da.

auf dem weg zum bahnhof wurde beim blick zurück klar, wie der burgberg zu seinem namen kommt.

somit wählte ich den etwas weiteren heimweg via dresden, wobei ich die stadt nicht mehr so weitläufig  in erinnerung hatte.  somit gabs ein kurzes „beweisbild“ von der frauenkirche, asiatische nudeln und ich machte mich auf den „heimweg“ nach leipzig.

passend zum schnee machte ich mich für den ausflug zum mount everest bereit. das asisipanometer hat für einige monate das bild vom mount everest aufgehängt.

im stadtzentrum von leipzig gibts weiterhin veränderungen – hier soll gemäss unseren informationen ein neues motel one entstehen – aber wahrscheinlich sind die zimmer noch nicht fertig für nächstes jahr zur buchmesse

um elf gabs eine führung im assisipanorama mit spannemdem hintergründen zum gasometer und dem.berg, inklusive klima, geschichte der erklimmungsversuche und dem buddhistischen glauben.

mittagessen gabs mit gabi und horst in der uni kantine, die trotz semesterferien gut besucht war. den nachmittag verbrachte ich shoppend und kaffeetrinkend und plötzlich wars schon zeit für die rückreise.