antrittsbesuch bei beverly

Monday, 28. September 2015 – 6:28 pm

heute durften wir beverly besuchen. beverly wohnt seit 3 tagen bei lily und mama (ja, in der reihenfolge) und ist einfach zuckersüss.

im tunnel

beverly ist noch super klein und verspielt – lily weiss noch nicht genau, was sie von der neuen mitbewohnerin halten soll. immerhin gibts jetzt viel neues spielzeug.

neue mitbewohnerin

und bei dem süssen wesen kann man nicht nur zuschauen, das muss man es einfach auf den arm nehmen.

neue schwester

natürlich wurden wir gleich als kletterbaum eingesetzt – was uns überhaupt nicht störte! so ein süsses und liebes büsi, hoffentlich bleibt es noch lange klein!

neue schwägerin

pilzwochenende

Sunday, 27. September 2015 – 6:50 am

der trockene sommer liess die pilze bisher nur spärlich spriessen und wir zogen am freitag ohne grosse erwartungen los – zwei tage vorher lag die schneefallgrenze noch bei 1500m. am ersten suchort wurden wir so mässig fündig es gab zwar viele schöne und verschiedene pilze, doch die meisten kannten wir nicht.

waldpilzwald

die 7 ganz frischen eierschwämmli waren ein highlight. ansonsten einige schafporlinge und die üblichen verdächtigen gelben röhrlinge.

500g

trotzdem entschieden wir uns anschliessend für einen kurzen abstecher zum steinpilzwiesli. schon auf dem weg dahin sahen wir einige rauhfussröhrlinge. auf der wiese selbst waren sahen wir als erstes einen abgebrochenen pilz, d.h. vom steinpilz war die kappe weg, doch der übrige fuss hatte einen durchmesser von ca 7 cm, eindeutig identifizierbar am angewachsenen intakten kollegen.

1.25 kg

wir schauten weiter und je genauer wir schauten, desto mehr von den braunen kappen sahen wir aus der wiese leuchten, teilweise waren es ganze familienverbände!

drillingspilz

im nu war die tasche voll und unsere shoppingliste um einige zutaten länger und die gemischte pilzpfanne mit pasta das perfekte abendessen, begleitet von einem kleinen vorspeisen-salätchen.

salat mit steinpilzen

die schwierigkeit liegt meist darin, vor den anderen pilzsammlern die plätzchen abzusuchen. also machte ich mich am samstag morgen früh auf den weg, um von der käserstatt runterzulaufen, an den üblichen orten vorbei. das wetter war herrlich

muggenstutz

ich war die erste auf dem weg und die stege teilweise noch mit reif bedeckt.

erste!

pilztechnisch war jedoch nix los, ich genoss den spaziergang. in lischen traf ich mich mit dani und wir begannen die verschiedenen wege abzupilzen. aus der bahn hatten wir zwei parasol gesehen, die wir als nächstes ernteten. dann entdeckte dani ein steinpilz, ein monster-exemplar – etwas reif und leicht angeknabbert (auch schnecken wissen, was gut ist), aber riesig, die waage zeigte 760g an für den einen pilz. der weitere weg war pilzmässig unspektakulär, wir suchten einen neuen weg richtung bidmi durch den wald.

pilzriese

somit wird der menüplan in den nächsten tagen wahrscheinlich einige pilze enthalten, mal sehen, ob wir der pracht überdrüssig werden… wobei – die chance ist sehr klein….

pilzpfanne

eine woche später hatten wir leider nicht mehr so viel glück – wir fanden noch zwei steinpilze auf der wiese und in der mörlialp sahen wir zwar wunderbare pilze, jedoch kannten wir diese nicht.

kulturwochenende

Saturday, 5. September 2015 – 8:45 am

das frühstück genossen wir heute bei miyuko mit jennifer und jürgen, die ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen habe. am abend hatten wir ein date mit dominiue und harry zum entdecken der museen in zürich, die heute die ganze nacht offen haben. den startpunkt wählten wir bei ihnen um die ecke, bei der villa patumbah.

startbild

die villa patumbah wurde mitte des 19. jahrhunderts vom reichen herrn grob im vorort von zürich errichtet und fasziniert durch die wunderbare ausstattung. Der hausherr selbst verstarb kurz nach der fertigstellung und seine frau und kinder wohnten weiterhin hier.

pathumba haus

im oberen stock ist eine kuppel eingebaut mit einem innen-innenhof – das thema ist asien und wenn man genau auf die zeichnungen schaut, ist gut ersichtlich, dass die maler und architekten noch nie in asien waren, aber eine gute vorstellungskraft hatten.

pathumba

die villa war zwischenzeitlich auch ein altersheim und wurde erst kürzlich frisch renoviert. die details sind beeindruckend, nur schon die bemalungen im treppenhaus sind ein kunstwerk.

treppenhaus

den nächsten stop legten wir beim botanischen garten ein und war es schon richtig dunkel – wir suchten etwas zu essen doch irgendwie war die suche nicht so erfolgreich.

botanischer garten

Beim landesmuseum hatten wir kein Glück, denn die tickets für die baustellenbesichtigung waren alle schon weg, aber es hatte noch würste. Die ritterrüstungen interessierten wir uns nicht so und wir fuhren zur uni. Im archeologischen museum besuchten wir die mumie und ihre kollegen, die gerne für ein selfie still hielten.

beauty selfie

die alten statuen waren toll ins licht gesetzt und kamen sehr schön zur geltung.

ägypten

die alten schrifttafeln beeindrucken mich immer wieder – die texte auf anhieb fehlerfrei zu stein zu bringen wäre für mich nicht nur aufgrund der fehlenden meisselkenntnisse eine herausforderung.

kritzeleien

Im kunsthaus gönnten wir uns einen absacker vor dem miro im innenhof. Ein weiteres kulturelles erlebnis war die Heimfahrt. tatsächlich haben wir verpasst, das letzte tram um 0:45 ab dem bahnhof zu nehmen. die vorschläge der sbb app halfen nciht richtig weiter und mit ziemlichem jogging aufwand erwischten wir dann den 1:05 nachtbus beim Shilquai, der uns dann in 38 minuten nach hause brachte. wir hatten die vordersten plätze, also perfekte aussicht – und fassten den vorsatz, uns besser mit dem nachtbussystem in zürich auseinanderzusetzen. am sonntag gabs dann noch etwas kultur, jeannette lud zur vernissage in schaffhausen und die bilder sprachen uns nach wie vor an – doch haben wir gerade keine wände frei.

jeannette

schiffahrt mit musik

Saturday, 29. August 2015 – 3:52 pm

nachdem bei alain auch in diesem jahr keine warm-up party stattfand, trafen wir uns bei sascha in der neuen wohnung. der zug brachte uns sicher zum stadelhofen, von wo wir uns zum bürkliplatz, bzw. der Anlegestelle durchkämpften. wir tankten nochmals richtig wasser auf, da die sonne brannte.

anfahrt

das schöne an der streetparade ist für uns ältere semester, dass es früh anfängt und wir schon am nachmittag zur musik tanzen können, die sonst erst um 3h morgens beginnt. daher freuen wir uns schon das ganze jahr auf tom novy und dani könig auf dem boot.

gruppenbild

auch einmal pro jahr treffen wir christine – und traditionell gibts ein gruppenbild, jedes jahr sehen wir jünger aus.

mit christine

der wettergott spielte definitiv mit in diesem jahr – weder zu heiss noch zu kalt und strahlender sonnenschein.

sonnentantz

die dämmerung setzte schon früher ein als in den jahren zuvor und tauchte alles in das warme licht.

sonnenuntergang

kaum ging die sonne unter, zeigte sich der mond am himmel hinter dem opernhaus, ich kann mich nicht erinnern, schon einmal den mondaufgang beobachtet zu haben, in so einer schönen szenerie.

mondaufgang

später erhellte der himmelskörper die nacht – eine spezielle atmosphäre.

vollmond

dann brach die letzte stunde an – dani könig und tom novy verpassten ihr den passenden sound und wir schauten aus nächster nähe zu – bis zum letzten bass.

dj at work

der heimweg durch die vermüllten strassen ist immer wieder ein höhepunkt – das bild zeigt so schön die stimmung am ende der parade – die überreste der feier, die traurigkeit, dass es vorbei ist und die hoffnung, dass es nächstes jahr wieder so gut wird – irgendwie wie bei der luzerner fasnacht am aschermittwoch morgen um 4h, wenn die letzten fasnächter durch die gassen ziehen, kaum glauben wollen, dass die schönen tage schon wieder vorbei sind und es noch mindestens 365 tage bis zum start dauert.

traurige reste

postkartenausflug

Thursday, 20. August 2015 – 8:43 am

nachdem wir beide noch nie in zermatt waren, packten wir die chance beim schopf und buchten eine nacht im tourismusort schlechthin. der masterplan hielt den ausflug bildlich fest.

masterplan

wir starteten vom hasliberg und fuhren via grimsel und furka ins vallis, vorbei an der sepp blatter schule nach täsch. im parkhaus fanden wir sogar eine steckdose, sprangen in den zug und erreichten zermatt.

anfahrt

das hotel riffelberg war auf halbem weg zum gornergrat und gleich neben der festspielbühne für die vorstellung am abend. wir checkten ein und genossen den wellnessbereich. die sauna hatte ein panoramafenster direkt aufs matterhorn, welches sich leider scheu in den wolken versteckte.

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das sprudelbad auf der terrasse war warm und hat bei schönem wetter auch einen fantastischen blick auf das wahrzeichen.

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entspannt genossen wir das abendessen und waren pünktlich zur aufführung auf unseren plätzen. die aufführung gefiel uns sehr gut – es ging um die erstbesteigung und wir waren begeistert, wie die geschichte unter einbezug der weiteren umgebung mit den ereignissen auf dem dorfplatz spannend erzählt wurde. spannend fanden wir auch die erinnerung, dass die leute in den bergen vor 150 jahren sehr arm waren und die touristen mit ihrem geld eine perfekte einkommensquelle waren.

schlussapplaus

auf einem bild im riffelhaus konnten wir sehen, dass vor 150 jahren die gletscher die täler noch ganz ausfüllten und so unsere unterkunft auch den erstbesteigern als herberge dienten, da sie quer über die gletscher zum matterhorn steigen konnten. im gästebuch sind noch die einträge der erstbesteiger. der hotelmanager erzählte von seiner tante, die vor 80 jahren als kind von hier jeweils 2 mal pro tag zu fuss mit der milch ins tal lief und wieder zurück – ein weg 2h. in der erinnerung sei dies eine gute zeit gewesen, da der marsch weniger anstrengend gewesen sei als sonst mitzuarbeiten und eine gewisse freiheit liess.

vor 105 jahren

pünktlich zum sonnenaufgang begaben wir uns auf unseren balkon mit matterhornsicht – und wurden nicht enttäuscht: es war fast ganz sichtbar.

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etwas später verzogen sich die wolken noch etwas mehr, so dass wir fast ein postkartenbild schiessen konnten.

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frisch gefrühstückt nahmen wir den nächsten zug zum gornergrat. ich konnte den blick kaum vom matterhorn lassen, selbst die spiegelung im fenster führte zu einem begeisterten klick auf den auslöser.

spiegelung

natürlich waren wir wir richtige touristen – das bild mit dem schäfli vor dem (etwas mehr bewolkten) matterhorn und dem gornergrat-schild durfte nicht fehlen.

gornergrat

bei einem kleinen spaziergang auf dem gornergrat sahen wir andere touristen auf der suche nach der perfekten foto perspektive, so dass wir stinkfrech von ihren erkenntnissen profitierten und sie gleich als fotografen anstellten.

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dann liefen wir hinunter zum riffelsee. wir fühlten uns fast wie in japan, die reisegruppen versprühten richtiges japan gefühl. der reiseführer mit dem murmeltier auf der schulter zeigte den gästen die besten foto-positionen, einer nach dem anderen schoss sein bild.

japan live

der glanzpunkt war das hochzeitspaar aus china, die braut wanderte in ihrem wunderbaren hochzeitskleid von einem fotopunkt zum anderen – ich hätte das meinem kleid nicht zugemutet, schon gar nicht den schuhen! wir hofften, dass sich das matterhorn doch noch unverschleiert zeigen würde.

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auf der wanderkarte waren die verschiedenen postkartenmotive deutlich eingezeichnet und dank der fotobegeisterten mittouristen haben wir sogar schöne bilder mit uns beiden drauf – nur die wolken verraten, dass es keine fotomontage ist.

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dank unseres frühen starts gleich oben auf dem berg waren wir noch vor mittag wieder im dorf und begaben uns auf den zweiten berg, das rothorn. gemäss wanderkarte beinhaltet die 5-seen wanderung die schönsten blicke, also nix wie los. den ersten see sahen wir schon kurz nach der ankunft auf der bergstation.

zum see!

der wettergott war heute nicht in postkartenstimmung – die wellen auf dem see liessen keine spiegelung zu und die wolken verfälschten die markanten umrisse. dies trübte jedoch nicht unserer freude über die schöne natur.

spiegelsee

vom see aus konnten wir das berghaus sehen – also nix wie hin! eine hütte mit liegestühlen und blick aufs matterhorn – paradies auf erden!

sonnenpause

neben einem glace stand hatte es auch eine rutschbahn, wie ich sie aus kindertagen kenne vom schulhaus in sempach.

gratwanderung

gut erholt machten wir uns an den abstieg. wir entschieden uns für den wanderweg entlang der moräne und waren etwas irritiert, dass er nicht ausgeschildert war.

wanderweg

je weiter wir darauf wanderten, desto klarer wurde uns, dass der weg gesperrt war, denn die seitenmoräne, auf der er lief, war stellenweise weit abgebrochen und unter dem weg ausgehöhlt bzw. komplett weggebrochen.

wanderweg

wir liefen in sicherem abstand vom weg, sehr beschwerlich auf der schräge und waren verwundert, dass die absperrung nicht deutlicher war.

weg..?

wir waren sehr erleichtert, als wir die gefährliche passage geschafft hatten und endlich wieder auf dem richtigen weg waren.

da kamen wir her...?

der weitere teil der wanderung war weniger anspruchsvoll und die bänke luden zu einer pause mit postkartenblick.

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ziemlich aus der nähe sahen wir auch murmeltiere, die wir beobachten konnten und sie sich von uns nicht gross stören liessen.

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wir erreichten die bahnstation und hatten noch keine lust, von der natur wieder ins geschäftige dorf zu gehen, also gönnten wir uns noch eine pause und blickten nochmals auf das panorama.

aussichtspunkt

zurück in zermatt erkundeten wir das dorf – oder schon fast die stadt. es tummelten sich so viele leute auf der strasse, dass es kaum denkbar gewesen wäre, wenn hier noch autos fahren wollten. das dorf bestand aus vielen neuen hotelbauten, doch auch alte schätze fanden sich, schiefe heuschober, teilweise wunderschön ausgebaut, ohne ihren charakter zu verlieren.

dorfkern

neben der kirche ist der bergsteiger friedhof. dort fanden wir auch die gräber der erstbesteiger – sowohl die verunglückten, wie auch die bergführer vater und sohn taugwalder.

bergsteiger friedhof

gegen 18h fanden wir uns an der talstation ein für das fondue in der gondel. eine hervorragende idee. es begann mit einem apero und anschliessend stiegen wir in die perfekt bestückten gondeln ein – die vorspeise stand schon auf dem tisch.

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beim ersten zwischenhalt wurde das rechaud angezündet und der fonduetopf auf den tisch gestellt, auch konnte man noch wein nachbestellen.

nachschub

das panorama war fantastisch – und das mit einem fondue.

ganz nah!

vor lauter knipsen kamen wir kaum zum essen, doch wir schafften es. auf dem weg nach unten erhielten wir in der zwischenstation das dessert. die fahrt war viel zu schnell zu ende – gerne hätten wir noch eine zweite runde angehängt, bzw. gewünscht, dass die gondeln etwas langsamer fahren würden – aber auf jeden fall ein herrliches erlebnis.

fondue on the rocks

Nach einem kleinen intermezzo bei den schliessfächern am bahnhof zermatt (wieder die gleichen wie in amsterdam) warfen wir einen letzten blick auf den imposanten berg und fuhren richtung hasliberg – aber wir waren wohl nicht das letzte mal da!

letzter blick

exklusives clubkonzert der toten hosen

Monday, 17. August 2015 – 10:14 am

im konzertbericht der grossveranstaltung am samstag im letzigrund erwähnten die radiomoderatoren das kurzfristige clubkonzert der toten hosen im mascotte fast jede halbe stunde, so dass ich es am sonntag nach philipp maloney mal mit einem ticketkauf probierte – und prompt 2 ergattern konnte – das konzert für den folgetag war binnen einer minute ausverkauft. da ich noch einen arbeitseinsatz hatte, war dani erst alleine dort. Ich fuhr schnell von baden nach Zürich und dani holte mich 21:45 am eingang ab. Die security wies ihn an, draussen auf mich zu warten. Die menge der ticketlosen, die auch 45 minuten nach dem konzertstart die hoffnung nicht aufgab, bzw. durch die offenen fenster mithörte, buhte ihn kurzerhand aus – wie kann er während des konzertes auch nur daran denken, den raum zu verlassen. (hier das bild von vor dem konzert, wo man in der mitte des fensters die fahne sehen kann)

mascotte

ich joggte durch die menge, die pingelige security überstand ich schnell und schon waren wir mitten drin. es war ziemlich heiss und ging voll ab.

stimmung!

es war mir ja fast etwa peinlich, dass ich nicht textsicher war, doch dani holte das bei den alten songs raus.

mittendrin

beim lied “ich will mehr” lief campino von der bühne in den oberen stock und schwang sich über das geländer. er lehnte sich hinaus und liess sich einfach in die menge fallen – im handyzeitalter durchaus ein mutiger schritt, doch bei diesem konzert fiel auf, dass diejenigen vor der bühne das konzert richtig genossen und nicht in erster linie darum bemüht waren, ein gutes video für zuhause zu machen, um zu sehen, was man erlebt hatte.

Gumpino

die stimmung kochte buchstäblich, von der decke tropfte das kondenswasser und als die vorderste reihe im chor musikwünsche äusserte (“achterbahn, achterbahn!”), ging campino darauf ein und erfüllte die selten gespielten songs – zwar nicht ganz textsicher, doch die erste reihe half gerne mit. die set-list war komplett über den haufen geworfen und für das jeweils nächste lied ging der sänger von einem musiker zum anderen und zeigte auf den nächsten titel – sehr, sehr cool!

campino

um 22:45 war dann wirklich schluss – die stimme von campino (oder gumpino, nach der Sprungnummer vom balkon) schien angeschlagen, die band hatte wirklich alles gegeben. Wir trafen noch Julia und sie wies uns auf die speziellen, extra für das konzert angefertigten t-shirts hin und wir sind nun fürs nächste konzert perfekt ausgerüstet. Ein sehr spannendes konzert, so eine kult-band in dem kleinen rahmen zu erleben war ein definitives highlight – hier ist der link zum bericht und den bildern im tagesanzeiger!

fanshirts

gemütlicher heimweg

Monday, 10. August 2015 – 3:34 pm

der weg von bad saulgau war nicht mehr weit, trotzdem waren wir froh um die tankmöglichkeit im hotel. so fuhren wir entspannt richtung süden.

allee

auf dem weg nach meersburg passierten wir salem, hauptsächlich bekannt für sein internat und für mich untrennbar mit dem affenberg verbunden, der jeweils zum ausflugsprogramm im institut auf dem rosenberg gehörte. meine erinnerung daran war sehr in den 30 jahren durchaus etwas verblasst, so dass eine auffrischung sicher angebracht war. wir fuhren den schildern nach und sahen auf dem feld davor sehr viele störche stehen und in der luft flogen.

formation

der parkplatz war äusserst voll und wir erhielten knapp einen platz, der nicht auf dem feld war .auf dem weg zur kasse sahen wir noch mehr störche auf den wirtschaftsgebäuden des affenbergs.

nesternest

die schlange vor den kassen war riesig, so dass wir uns fragten, ob heute ein speziellr tag sei, doch wir erfuhren vom parkeinweiser, dass dies ein “normaler” ferientag sei. wir entschieden uns daher, die affen sein zu lassen und uns auf die störche zu konzentrieren. sie sassen wirklich überall.

putzsession

bei der gruppe auf dem feld sahen wir einige start und landemanöver – hie sogar passend auf den auslöser gedrückt.

landeanflug

zählversuche blieben sinnlos – und ein blick an den himmel zeigte sie bei den flugübungen: immer höher schraubten sie sich und nur auf dem foto zählte ich 56 stück – wobei dies nur ein ausschnitt war und auf dem boden und auf den dächern noch viel mehr vögel sassen. und die affen vermissten wir gar nicht.

unzählige

der nächste stop auf der heimreise war das neue schloss meersburg. wir erreichten es rechtzeitig zur kaffeezeit und obwohl die terasse besetzt war, erhielgen wir ein tablett mit kaffee und kuchen und suchten uns so ein schönes plätzchen.

schoko-himbeer-kuchen

mit blick auf die burg und den see schmeckt die unschlagbare schoko-himbeer-torte gleich noch besser!

kuchen!

firsch gestärkt mit zucker und erinnerungen nahmen wir die landstrasse nach hause. sie führte uns auch an eglisau vorbei und getreu der neuen tradition stoppten wir hier für einen flat white im vivi cafe – er schmeckte herrlich!

flat white

daheim angekommen freuten wir uns, dass die pflanzen noch alle gesund und munter waren. dann gings ans auspacken und wir machten den grill bereit – so waren wir dann auch bereit für den start in den alltag. das experiment “roadtrip mit kleinem gepäck” war gelungen und ich freue mich schon auf die nächste reise.

hoch hinaus und tief hinunter

Sunday, 9. August 2015 – 10:40 am

am morgen erwachten wir bei unseren gastgebern, der kleine noch an der dose und wir schon früh unterwegs.

ladebild

Wir fuhren los richtung bopfingen, um dort erstmal aufzutanken. wir brachten unser frühstück mit und genossen ein picknick auf dem rasen neben der schnelladestelle – also richtiges synchronfuttern. wir lernten auch noch den betreiber der schnelladestelle kennen und er zeigte uns seine sammlung an elektroautos.

tankpicknick

Nachdem unser besuch in nördlingen beim letzten mal eher organisatorischer art war, holten wir dieses mal die Sehenswürdigkeiten nach. Wir begannen mit der besteigung kirchturms. Und Daniel hatte sogar seinen eigenen Eingang zum turm!

daniel vor daniel

Die turmgesamthöhe von 70m ist schon beeindruckend. Beim hochsteigen sahen wir den ersten lift – das grosse rad ist ein laufrad für menschen, die so den lift antreiben können.

liftrad

oben auf dem turm trafen wir den türmer. er erzählte etwas aus seinem leben, dass er jeweils 3 tage am stück im turm wohnen würde. In deutschland gäbe es noch 6 türmer, in ganz europa noch deren 23. er erzählte uns auch von frau wendelstein, der glückskatze, die sich den turm vor ca 6 Jahren als wohnplätzchen ausgesucht hätte. Sie erhalte 250euro pro jahr von der stadt für Tierarzt und futter, es wede unter “taubenabwehr” gebucht – seit dem einzug der katze gäbe es im turm tatsächlich keine tauben mehr. Sie würde nachweislich ca. 2000 Besucher auf den turm (und nach nördlingen) bringen, besonders seit im japanischen fernsehen ein bericht über sie gelaufen sei. So sei auch der auftrag der stadt bereits da, bei einem eventuellen ableben oder verschwinden der pelzigen bewohnerin eine ähnliche Nachfolgerin zu organisieren. Sie würde mehrmals täglich hoch und runter laufen und würde auch bei geschlossener türe problemlos rein und raus kommen. leider war sie bei unserem besuch nicht anzutreffen, so dass wir die webseite als beweis nehmen mussten.

treppenhaus

anschliessend begaben wir uns auf den balkon und genossen den ausblick.

daniel auf daniel

in der nähe schauten wir auf die hausdächer und sahen den schattenwurf.

schattenspiel

bei genauerem hinsehen erkennt man von hier das storchennest auf dem hausdach des fachwerkhauses in der mitte an dem weissen fleck.

nördlingen von oben

In der ferne erkannten wir den kraterrand des meteoriteneinschlages vor 150 mio Jahren, der noch immer gut zu erkennen ist. in richtung bopfingen erhoben sich die verschiedenen hügel. über den einen sahen wir unlängst eine dokumentation im fernsehen, dass dort der obere teil abgetragen wurde um ein dorf zu bauen.

alte vulkane

in der kombination sieht es gleich noch besser aus, bzw. man kann die runde stadtstruktur gut erkennen.

ausblick

Die durchgehend begehbare, runde stadtmauer Ist eine Einzigartigkeit in Deutschland, so dass wir uns einen kleinen Spaziergang darauf trotz der Hitze nicht entgehen liessen. Sie war glücklicherweise überdacht, so dass wir vor der Sonne Schutz fanden.

steadtmauer

Es gab mehrere Türme, die noch standen, einige waren nur noch in ihren Grundstrukturen erkennbar, wir liefen an mehreren backofentürmen vorbei, bevor wir uns ins auto setzten und weiterfuhren.

weiterreise

Der nächste stop war in Aalen das römermuseum. Auf dem Gebiet des grössten reiterkastells (kaserne) nördlich der Alpen zeigte das Museum die ausgrabungsfunde und stellte sie in den gesamtzusammenhang.  Der Rundgang begann im 2.stock und wir bemerkten sehr schnell, dass heisse Luft steigt – die Temperatur war unerträglich. Die konzentration liess merklich nach und ausser bereits bekannten Ausstellungsstücken wie Spiel-Chips und Würfel waren wir nicht weiter aufnahmefähig.

römische funde

Der untere Stock war zwar etwas kühler, doch wir schafften es nicht mehr, die Informationen zu verarbeiten. So streiften wir noch kurz in die ruinen (bild) und die rekonstruierte kaserne (ohne bild) und dann verliessen wir das Museum.

römische ruinen

Bei dieser hitze suchten wir nach einer kühleren alternative. Nach 10 Minuten standen wir vor dem schaubergwerk “tiefer stollen” und schafften es aauf den letzten Zug um 16h.

grubenbahnchauffeur

Gleich nach der Einfahrt mit der Grubenbahn in den Stollen senkte sich die Temperatur auf die verbrochenen 11 C. so entspannten wir uns unter den umhängen und helmen.

abgekühlt

nach einer kurzen fahrt mit der grubenbahn stiegen wir aus und es ging zu fuss weiter.

grubenwanderung

An der Decke sahen wir die angekündigten Tropfsteine und die verrosteten alten werkzeuge und abbauunterstützung.

bergwerkschrott

Wir lauschten gespannt den Ausführungen der “expeditionsleiterin”, die heute offensichtlich bereits mehrere Führungen hinter sich hatte. Nichts desto trotz waren die Fakten spannend und wir wären gerne noch länger in der kühlen luft geblieben, doch wir wurden wieder hinausgefahren.

schienenweg

auf der weiteren strecke richtung süden begann es endlich zu regnen, die abkühlung war bitter nötig!

regen

 

zurück auf der romantischen strasse

Saturday, 8. August 2015 – 2:02 pm

Wir kamen heute nicht besonders früh los, was auch daran lag, dass dani am morgen noch zwei rundfahrten mit den autobegeisterten söhnen des hauses martha machte. Das Frühstück auf der terrasse war der beste start in den tag.

sonnenfrühstück

gleich um die ecke vom hotel hatte es noch steinkreuze. ohne hinweis hätten wir diese nie erkannt in der mauer. sie sollen von jungen dorfmitglieder stammen, die tragisch ums leben kamen.

steinkreuze

Es war schon richtig heiss bei der abfahrt und wir lechzten nach einem erfrischungsgetränk. Die wegweiser zu einem McDonald’s erfreuten unsere gemüter und wor konnten kaum glauben, dass zwar alle schilder dort waren, am ort des restaurants jedoch eine baustelle klaffte. So entschieden wir uns endlich für eine autowäsche.

sauber!

Der kleine glänzte und bis das dach trocken war, fuhren wir mit der klimaanlage. und schon bald waren wir wieder auf der romantischen strasse – auch in japanisch angeschrieben!

romantische strasse

die strasse war gesäumt von wunderbaren dörfern und irgendwie hätten wir gerne in jedem zweiten angehalten. hier das bild aus schäftersheim, wo die strasse einfach durch die gebäude führt.

schäftersheim

etwas weiter fanden wir eine hinweistafel für einen keltischen wall. das hatten wir bisher noch nicht gesehen.

kelten infotafel

so spazierten wir etwas über ein feld und erreichten den nachbau eines wall-abschnittes. den ursprünglichen wall konnte man noch sehr gut an der struktur im land erkennen. faszinierend, wie lange bauliche veränderungen in der landschaft sichtbar sind.

keltischer wall

Nächster halt war bad merengtheim. die Sehenswürdigkeit mit zwei sternen war der deutschorden – von dem wir vorher noch nie was gehört hatten. Die Beschreibung hörte sich verlockend an, doch vor allem anderen suchten wir ein eiscafe. Vor dem schloss wurden wir fündig. Der padrone sprach italienisch und das eis kühlte. das museum war uns dann doch etwas zu anstrengend, so dass wir uns auf den besuch der kirche konzentrierten. der eingang war in einem innenhof.

deutschorden

so unspektakulär der eingang aussah, so bombastischer war der bau von innen. süssester rokokko regierte hier – als beispiel das deckengemälde.

deckenbemalung

das wundershöne rothenburg ob der tauber passierten wir schon zum zweiten mal. eine ausführliche besichtigung lag auch jetzt nicht drin, doch wir fuhren wenigstens mit dem auto durch, um einen eindruck zu bekommen.

rothenburg

und weils so schön war, hier nochmals ein strassenbild – einfach wie im bilderbuch.

strasse

Bei schillingsfürst sahen wir das Schloss auf dem hügel schon von weitem – perfekt für einen zwischenstop.  das schloss war jedoch schon geschlossen, wir konnten nur einen blick ins wunderschöne treppenhaus werfen.

treppenhaus

die alternative fand sich auf dem weg zum parkplatz – ein eiscafe mit wunderbarem blick auf das tal.

glacepause

pünktlich zur eindämmerung erreichten wir dinkelsbühl.

dinkelsbühl

auf dem hinweg hatten wir hier von der tour mit dem nachtwächter gehört, die wollten wir gerne mitmachen. beim treffpunkt wurden wir von einem netten herrn empfangen, der sich als nachtwächter vorstellte und seine aufgaben beschrieb. er wandert von wirtshaus zu wirtshaus zum ausrufen (oder besser “aussingen”) der nachtruhe und sehen, dass es nirgends brennt.

nachtwächter

in der heutigen zeit haben die meisten restaurants feuermelder, dafür ein getränk für den nachtwächter, der es freundlicherweise mit dem begleittrupp teilte. so erhielten wir eine spezielle führung durch das nächtliche dinkelsbühl und bei den erzählungen über die stadtgemeinschaft und wie die verschiedenen passanten den nachtwächter begrüssten habe ich mir fast gewünscht, in dieser heilen welt zu wohnen.

restaurant

hitzerekord

Friday, 7. August 2015 – 9:20 pm

Heute hatten wir einiges an strecke auf dem programm und stoppten als erstes in marberg.

überblick

Wir waren zwar vollgetankt, sagten aber nicht nein zum e-parkplatz im parkhaus. Der parkhausmitabeitende, der gerade vorbeilief, war sehr erstaunt, dort ein auto zu sehen, anscheinend wird hier nicht so oft getankt.

frühstück

Mit dem lift fuhren wir in den oberen teil der stadt, die wor vor einigen jahren schon mal besucht hatten. Als erstes setzten wir uns in ein cafe für die weitere routenplanung. Heute war ein heisser tag angesagt, so dass es nicht zu früh für ein glace war.

frühstück

Irgendwie waren wir trotz des wunderschönen stadtbildes nicht sehr für besichtigungen motiviert, insbesondere wegen den höhenmetern, die bei jedem schritt überwunden werden mussten, selbst am vormittag war dies eine qual.

marberg

Also fuhren wir weiter richtung Frankfurt – die zeit wurde immer weniger und wir wollten etwas strecke machen. In frankfurt kletterte die temperaturanzeige immer höher – bei 46 war die spitze erreicht und ich kann die vorherigen bilder der anzeige (seit 38) löschen.

46°

Die grosstadt steuerten wir vor allem wegen dem schnelllader bei tesla an.

schnellader

Während der kleine trank, setzten wir uns in hannes brauhaus gegenüber. An eine weitere strecke war nicht zu denken – einerseits weil wir nicht viel zeit hatten, andererseits waf es für jeden schritt zu heiss und der gedanke an eine strassenbahn schreckte ab.

grüne sosse

Es war fast zu heiss zum essen – also perfekt für das kalte gericht “grüne Sosse mit Ei”.

hitzefei
unsere reise führte weiter durch das liebliche taubertal – eine wunderschöne landschaft, doch da die bilder für aussenstehende wohl alle gleich aussehen, hier mal eines von einer brücke.

brücke

nachdem wir in frankfurt leider nicht volltanken konnten, war es umso wichtiger, dass wir ein hotel fanden, bei dem wir laden konnten. wir fuhren etwas ausserhalb, da wir dort eher hotels mit parkplätzen und steckdosen finden. es dunkelte schon fast ein, als wir das hotel martha in wertheim (zwischen aschaffenburg und würzburg) fanden. Auf unsere anfrage nach der steckdose organisierte der gastwirt seine beiden söhne, die uns vom keller her eine rote steckdose zum parkplatz legten – voller begeisterung für das auto. wir erhielten auch noch ein feines abendessen (mit dessert) bevor wir müde ins bett sanken.

ladung

mensch ärgere dich nicht

Thursday, 6. August 2015 – 5:17 am

Wir erreichten rengershausen ziemlich apät am abend und wirdennwie immer ganz herzlich empfangen. Oma inge war  noch wach und war auch bereit, ihren krimi für uns zu unterbrechen. der folgende morgen begann mit Frühstück auf der terrasse,  die sonne war schon recht heiss. also machten wir uns auf zum schwimmbadbesuch – und wir waren nicht die einzigen, die nach erfrischung lechzten.

schwimmbad

Am mittag fuhren wir nach frankenberg um inge ais der tagesbetreung abzuholen. Frisch gestärkt mit kaffee und kuchen spielten wir “mensch ärgere dich nicht” bei 34 C im schatten. Das erste spiel gewann inge mit riesigem abstand, die zweite runde war ein knapperes rennen.

nicht ärgern!

Während dani mit horst eis organisierte, sass ich mit inge auf der terrasse und wir genossen die zeit. Ab und zu sprachen wir über die verschiedenen blumen oder sie erzählte aus ihrem leben – die fragmente waren zwar nicht richtig zusammengesetzt, doch das war ja eigentlich egal.

überblick

Am abend feuerte horst den gril ein, die würste und steaks schmeckten fantastisch. Carmen uns volker setzten sich noch zu uns und so wurde das kleine bierfass im nu geleert. Am nächsten morgen war es schon wieder Zeit für die weiterreise. Wir genossen das reichhaltige frühstück auf der terrasse.

frühstückstisch

es fühlte sich fast an wie sonntag, da es neben käse und wurst auch das sonntägliche ei auf dem tisch war.

draussen

gleichzeitig machte sich dagmar auf zur arbeit und inge fuhr in die burg. Wir stöpselten das auto los und fuhren weiter.

abfahrt!

weltkulturerbe über und unter tage

Wednesday, 5. August 2015 – 9:24 pm

am morgen nahmen wir den frisch aufgeladenen kleinen in empfang und fuhren ins zentrum von magdeburg.

frühstück

wir starteten in magdeburg mit einem frühstück mit blick auf den dom. Die spatzen und wespen freuten  sich schon sehr über unsere Bestellung, fällt doch da immer mal wieder was ab für sie.

frühstück

die spatzen wartrten geduldig während die wespen sich ungefragt über die erdbermarmelade hermachten und die getränke als Swimmingpool benutzen. Wir waren mehrmals als bademeister im einsatz. dafür waren sie als modelle für uns im einsatz.

nahaufnahme

Die grössten Sehenswürdigkeiten sind alle praktisch um den domplatz angeordnet. Das haus von hundertwasser war gleich zu unserer linken.

hundertwasserhaus

wir liefen einmal rundherum, zum sehen, ob es wirklich keine rechten winkel und keine geraden kanten hat. wir haben keine gesehen und fragen uns noch immer, wo die bewohner ihre möbel herbekommen.

hundertwasser mid dame

Das kloster unserer lieben frauen gleich hinter der ersten häuserreihe.wir schauten es aber nur von außen an.

kirche

Dann der dom.

magdeburg

Im Innenraum setzte die sonne verschiedene elemente ins richtige licht.

magdeburg dom

Besonders gefiel uns der kreuzgang.

kreuzgang

An den wänden lehnten alte grabplatten mit lebensläufen der verstorbenen uns sponsoren der grabplatten.

grabplatten

Die jahreszahlen waren oft in römischen ziffern, so dass wir nicht immer ganz sicher waren, ob wir das alter auch richtig einschätzten.

nahaufnahme

auch portraits der verstorbenen schienen eine zeit lang in mode gewesen zu sein. unglaublich, wie lange zeit diese überdauert hatten.

grabplatten

weiter fuhren wir zum weltkulturerbe “altstadt von quedlinburg”. mit freuden sahen wir, dass es in zentrumsnähe einen wohnmobilstellplatz hatte, wo wir während unseren erkundungen tanken konnten – wir hatten noch einen langen weg vor uns.

freunde

wir waren froh, die richtigen strassen erwischt zu haben, denn auf dieser, mit den tiefen radspuren wären wir bestimmt mit dem auto nicht durchgekommen.

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die sehr gut erhalten altstadt von quedlinburg gehört zum unesco welterbe, und es war uns gleich klar warum – wir fühlten uns gleich einige jahrhunderte zurückkatapultiert.

quedlinburg

wir begannen die tour mit einem besuch des schlossberges für einen überblick. den domschatz ind er schlosskirche durften wir nicht ablichten, so bestätigen wir hier schriftlich, dass wir sehr beeindruckt waren von den büchern und edelsteinen.

dächer von quedlinburg

wieder unten im dorf fühlten wir uns als richtige entdecker, die verschiedenen hinterhöfe hielten spezielle bauten bereit.

innenhof

die altstad beheimatet 2000 fachwerkhäuser aus 8 jahrhunderten, wir erfreuten uns an der vielfalt und den wunderbaren dekorationen.

häusergasse

bei der anzahl häusern war auch klar, dass nicht alle komplett neu renoviert waren, so sahen wir auch einige rohdiamanten.

noch nicht renoviert

die wohl bekannteste gasse ist die hölle mit dem schwarzen raben.

hölle

zentral gelegen war auch das prachtvolle rathaus, welches wir jeodch nur von aussen besichtigten.

rathaus

im anschluss fuhren wir nach rammelsberg, einem erzbergwerk mit tausendjähriger geschichte, welches heute ein besucherbergwerk ist und zum unesco welterbe zählt.

grubengebäude

in der eingangshalle buchte ich eine führung, während daniel einen parkplatz für das auto suchte.

empfangshalle

wir entschieden uns für die führung des roederstollens. es begann in der mannschaftsumkleide, wo die kleider der kumpels noch immer an der decke hingen.

umkleide

ausgerüstet mit dem helm gings auf den weg.

glückauf

erst erhielten wir einen überblick des zweihundertjährigen systems – wasser und maschinen halfen beim abbau des erzes. damals schon ein sehr fortschrittliches system. Insbesondere wenn man bedenkt, dass für das system zusätzliche stollen gegraben werden mussten, die nichts mit dem abbau direkt zu tun hatten, also eine grosse investition.

wasserwege

wir konnten nicht durch den ursprünglichen eingang, sondern wanderten etwas den berg hoch. dort erfuhren wir, dass bereits vor mehr als 3000 jahren menschen hier erz abbauten, da die erzader auch an der oberfläche ist.

alter eingang

die stollen waren sehr geräumig, wir konnten bei den meisten aufrecht gehen.

stollenblick

im innern waren wir beeindruckt von den maschinen. mittels riesigen, unterirdischen wasserrädern wurde das erz nach oben und draussen transportiert.

wasserrad

neben dem wassersystem gab es auch das schienensystem für den abtransport des erzes mittels grubenbahnen. früher zogen pferde die grubenbahn – nicht sehr gute arbeitsbedingungen.

schienensystem

wir genossen die wanderung im kühlen untergrund, auch wenn wir einige höhenmeter nach oben und nach unten bewältigten.

stägeli uf - stägeli ab

an den wänden sahen wir die verschiedenen sulfate, welche durch das wasser aus dem berg gespült werden und sich an den wänden sammeln. früher wurden diese ablagerungen auch “gepflückt” und als farbstoffe verkauft.

erze

nach etwas mehr als einer stunde sahen wir wieder das tageslicht und blickten mit anderen augen auf den berg hinter den schönen verarbeitungsgebäude – die ganze geschichte, entwicklung des bergbaus und das stollenlabyrinth wurden bei dem besuch sehr lebendig und bei einem weiteren besuch sollten wir mehr zeit einplanen, dass wir mehr als nur eine führung machen können.

bergwerk

entspannt wanderten wir anschliessend den berg hoch zum restaurant mit integrierter e-tankstelle.

laden aufm berg

da tankten wir auch gleich uns auf – mit etwas sonne, toller aussicht, kaffee und kuchen – dann machten wir uns auf den weg nach rengershausen.

kaffee und kuchen

durch seen und kanäle

Tuesday, 4. August 2015 – 7:30 am

Den Ausgangspunkt für die heutigen aktivitäten war der wohnmobilstellplatz nördlich von rheinsberg. Wir schlossen das Auto an die Dose, doch da der Verteiler über ca 150m Verlängerungskabel angeschlossen war, erhielten wir nach dem Frühstück bei der Marina die Meldung, dass das laden nicht funktioniert. Wir fahndenden Hafenmeister, der uns das gesamte Stromkonzept erläuterte und nach einigem hin und her auf die steckdose in verteilerkasten hinwies – sogar eine fette rote! Innert Minuten waren die Kabel gelegt und wir erledigten die formalität für die bootsmiete.

tankstelle

Wir waren innert Kürze auf dem Boot und tuckerten durch den kanal.

volle kraft voraus

Den ersten See streiften wir nur kurz, schon gings weiter mit dem nächsten Kanal.

gegenverkehr

Gemächlich schipperten wir weiter und erfreuten uns an den verschiedenen anderen Gefährten und ihrer Besatzung zu Wasser. hier gerade ein bau-boot, welches am ufer unterhaltsarbeiten vornimmt.

wasserbaustelle

Im grossen zechliner see suchten wir uns eine ruhige Bucht und ankerten. Zum ersten Mal sah ich, dass es eine bestimmte Technik für den Anker braucht – ich erinnerte mich noch immer daran, wie wir es nicht schafften, auf dem vierwaldstättersee zu Ankern und ich das Konzept anschliessend aufgegeben hatte.

kommt gleich!

Der Sprung in den erfrischenden see tat sehr gut, waren wir doch zuvor sehr stark der Sonne ausgesetzt.

sprung ins erfrischende wasser

Ein tolles Gefühl so mitten im See ins wasser zu springen und zu baden – Kindheitserinnerungen wurden wach.

badesteg
Weiter ging es über den nächsten Kanal und den nächsten See, bis zum Ende der Seen in Flecken Zechlin, die Fischerhütte wurde uns empfohlen.

rasthaus

das parken war nicht ganz einfach, aufgrund der wenigen parkplätze, doch wir schafften es schliesslich und erhielten anschliessend noch tips von unseren tischnachbarn.

parkplatz

mit frischem fisch gestärkt machten wir uns wieder auf den rückweg.

kapitän

auf der karte ist es definitiv eine eindrückliche tour. leider wurde die illusion etwas zerstört, als ich bemerkte, dass ich meinen sonnenhut in der fischerhütte vergessen hatte und wir mit dem auto relativ schnell dort waren….

bootstour

der weitere weg führte uns wieder durch die wunderbaren kornfelder, die jedoch langsam aber sicher geerntet wurden.

ernte

auf der strecke lag noch ein tierpark – da konnten wir nicht ohne kurzen stop daran vorbei gehen. leider war niemand mehr dort, um unsere eintrittstickets zu verkaufen, also liefen wir einfach rein. bei den schwarzen störchen konnten wir sogar durchs gehege.

schwarzer storch

am meisten hätten uns die wisente interessiert, doch die waren komplett am anderen ende und wir wollten ja auch nicht hier übernachten. die besten schlafplätze waren ja sowieso schon belegt.

faulbär

wir entspannten uns gleich selbst beim anblick dieses tiefenentspannten waschbären – also definitiv zeit zum weiterfahren, dass wir unser nächstes ziel noch erreichen!

streckbär

ferientriathlon

Monday, 3. August 2015 – 3:58 pm

Der heutige tag begann mit einem sprung in den erfrischenden fleesensee gleich vor der haustüre.

frühsport

Wir waren fast die einzigen auf der wunderbaren Plattform mitten im see.

paradies

Mit dem Frühstück auf der terrasse stärkten wir uns für den tag. der erste programmpunkt war tanken. Mangels offiziell eingetragenen ladestationen steuerten wir den wohnmobilstandplatz mit den meisten Steckdosen an. Die dame an der reception war sehr freundlich und wies uns nach rücksprache mit dem hafenmeister sogar eine rote steckdose zu.

tankstelle

nun konnten wir unser eigentliches programm beginnen. Zu fuss begaben wir uns richtung malchow. Der stau in den kleinen gassen deutete darauf hin, dass die drehbrücke gerade geöffnet war. ein boot nach dem anderen tuckerte an der brücke vorbei.

brückenschef

Der brückenmeister hatte für die langsamen boote einen lockeren spruch auf der lippe und nachdem alle boote passierten, drehte er die brücke wieder zurück und der verkehrsstau löste sich auf.

drehbrücke

Gleich um die ecke fanden wir die e-bike verleihstation und nach kurzer instruktion waren wir auf dem weg nach jabel.

fahrradtour

Der radweg führte durch wunderbare landschaften – zwar nicht direkt am see, jedoch entlang von feldern und wiesen und durch den wald.

wald

Trotz der unterstützung des akkus war ich ziemlich erschöpft als wir in Jabel ankamen. Das kajak war schnell angemietet und wir paddelten auf dem fleesensee ein kurzes stück bevor wir in einen seichten kanal richtung lupiner see einbogen.

kanalafahrt

Wir waren komplett alleine, das wasser glatt wie ein spiegel.

 

Vögel sahen wir fast keine, dafür fische und zwischen den pflanzen überquerte eine wasserschlange den kanal.

dickicht

da es keine strömung hatte, durfte ich mich zurücklehnen und die fahrt geniessen, während dani kräftig paddelte.

motor

Das wasser im kanal war extrem klar und glatt. Teilweise war es so überwuchert, dass man kaum sah, wo es weiterging.

da gehts durch...?

Nach einiger Zeit öffnete sich vor uns der lupiner see. Er war nicht ganz so unberührt, wie dani ihn aus 1994 in erinnerung hatte, es gab zwar nach wie vor keine boote, doch am unteren ende schien es ein Ferienlager zu geben und der jubel der kinder war mangels anderen geräischen auf dem ganze see zu hören.

jabel see

Wir suchten die Badestelle auf der karte und fanden dort ein haus mit privatsteg vor. Also legten wor etwas weiter links an, die schafe auf der weide hinter unserem anlegeplatz liessen sich nicht von uns stören.

badestelle

Der erste einstieg war etwas kalt und auf dem ersten stück weg massierten die unterwasserwurzeln die füsse, doch nach dem eintauchen war alles vergessen, die erfrischung herrlich. auf dem rückweg stand die sonne schon tiefer und der see war unruhiger.

seeüberquerung

zum glück merkten wir uns bei der anfahrt ganz genau, wo die kanaleinfahrt war, vor lauter schilf war der einstieg nicht wirklich gut zu erkennen. dann ruderten wir wieder richtung flesensee.

auf dem kanal

der rückweg geht zwar immer schneller, was in diesem fall auch schade war, da die fahrt wirklick traumhaft war.

seitenblick

das kajak gaben wir ab und schwingten uns wieder auf die räder – auf dem heimweg mussten wir uns nicht gross um die akkulebensdauer kümmern und wir erhöhten die unterstützung.

fahrradweg

so war ich definitiv besser gelaunt als auf dem hinweg.

frauenpower

das letzte stück war sogar auf geteerter strasse, da war es noch einfacher.

schattenrennen

schon bei der hinfahrt fiel uns die alte fabrik auf, die neben der strasse stand und auf der rückfahrt legten wir eine kurze foto-pause ein.

fabrik

die fahrräder brachten wir unversehrt zurück zum vermieter und spazierten zurück zum campingplatz – im wunderbaren abendlicht genossen wir die landschaft, dass wir die tankstelle schnell erreichten.

badehäuschen

Die weiterfahrt wurde etwas verzögert, da das einfahrtstor abgeschlossen und der platzwart nicht wie abgesprochen vor ort war, doch der hafenmeister war noch nicht weit und schloss uns auf, damit wir vollgetankt richtugn süden weiterfahren konnten.

sonnenuntergangsfahrt

die strasse führte durch wunderbare dörfer im abendlicht und wir erreichten unser nachtquartier ziemlich spät und sanken nach einem absacker auf der terrasse ins bett.

zwischenstop

lautlos in berlin

Sunday, 2. August 2015 – 4:01 pm

wir verliessen potsdam gegen abend über die glienicker brücke, auch als “agentenbrücke” bekannt, da hier während des kalten krieges gefangene ausgetauscht wurden.

einfahrt in berlin

berlin erreichten wir über die strasse des 17. juni. glücklicherweise war um die siegessäule ein kreisverkehr, so dass ich in der zweiten runde die säule richtig im foto positionieren konnte.

siegessäule

vor dem brandenburger tor half die ampel dabei, ein passendes bild zu schiessen.

wahrzeichen

das bild mit dani und dem tor war eher ein glückstreffer – wird aber gerne genommen.

brandenburger tor

gleich darauf erreichten wir unser hotel – das maritim pro arte unter den linden war leider schon ausgebucht, aber wir fanden trotzdem eine schöne bleibe.

hotelzimmer

wir bekamen ein upgrade und aus dem fenster sahen wir den gendarmenmarkt.

aussicht

die tankstelle war gleich um die ecke vom hotel und bei irina und bertram, die uns zum essen einluden. wir durften auch unsere dreckwäsche mitbringen, die sauber gewaschen wurden während wir mit einem feinen abendessen verwöhnt wurden.

lautlos

leider gab es zu viel wein, so dass die spritzfahrt mit dem tesla aufs nächste mal verschoben werden musste.

Berlin

am nächsten morgen, nach dem auschecken, fuhren wir in den norden von berlin zu tom und sylvia und es reichte noch für ein baustellenfoto von unterwegs.

kunst oder bau

sylvia und tom luden uns zum frühstück ein – in ein richtig cooles cafe – schon der kaffee war ein halbes kunstwerk.

frühstück

wir genossen das gemütliche wiedersehen mit den beiden und ben, der schon fleissig rumlief. gut gefüttert besuchten wir sie noch zu hause, bevor wir weiterfuhren richtung mecklenburger seenplatte.

frühstücksrunde

einen teil der strecke konnten wir wieder auf der alleenstrasse zurücklegen – wieder mit den kornfeldern auf der seite.

alleenstrasse

doch der weg führte nicht nur über land, sondern auch durch dörfer.

dorfszene

einen kleinen stop machten wir in neuruppin. es war so heiss, dass wir kaum energie hatten, um die verschiedenen sehenswürdigkeiten zu betrachten. so konzentrierten wir uns auf die kirche und die wichmannlinde, die 700 jahre alt sein soll, mittlerweile hohl nach einem blitzschlag, aber noch kräftig.

alte linde

wir fuhren dann weiter richtung norden und suchten eine bleibe für die nacht: wir hätten uns nicht träumen lassen, dass die mecklenburger seenplatte ein so beliebtes reiseziel darstellt, denn auf den hotelseiten fanden wir genau ein freies Hotelzimmer in einer mehr oder weniger möglichen preisklasse und auch beim nachfragen in kleinen pensionen vor ort waren erfolglos. so verbrachten wir viel zu viel zeit mit der hotelsuche, so dass wir knapp den sonnenuntergang sahen.

flesensee

glücklicherweise erreichten wir das restaurant noch vor küchenschluss und erhielten ein fantasitsches abendessen auf der terrasse – für mich die pfifferlinge mit nudeln – richtig fein.

pfifferlinge