genovesa island – vormittags am strand

Thursday, 2. February 2012 – 10:51 am

am letzten tag wachten wir früh auf und nahmen einen vor-frühstückskaffee auf deck – etwas wehmütig (aber auch noch nicht ganz wach), dass die zeit schon fast zu ende ist. doch noch warteten zwei ausflüge auf uns!

der erste programmpunkt war eine kurze wanderung auf der nordöstlichsten insel genovesa, auch turm-insel genannt. zuerst die letzte nasse landung, mit erster funktionnierender “human chain”, bei der auch unsere freunde aus deutschland mithalfen.

Die insel besteht aus einem krater, der langsam zusammenfällt, und so eine wunderbare bucht geschaffen hat. leider ist das bild auf google maps nicht in der richtigen auflösung vorhanden, so dass die form von oben nicht ersichtlich ist. sie ist jedoch bekannt für ihre wunderbare vogelwelt. gleich zu beginn standen wir mitten in einer schwalbenschwanzmöwen kolonie – zu beginn das portrait:

das zweite bild mit einem kleinen jungtier.

wenn die jungen etwas grösser sind, werden sie fast grösser als die eltern, die von ihrem kleinen klar darauf hingewiesen werden, dass sie noch mehr futter anbringen sollten.

nachbarschaftsstreitigkeiten sind auch bei vögeln an der tagesordnung.

und dann sahen wir einen rotfusstölpel in einem busch. und beim genaueren hinsehen sahen wir, dass der ganze busch mehr oder weniger nur aus rotfusstölpeln bestand – sehr überraschend bei der erinnerung an die lange wanderung auf der suche nach dem vogel.man konnte auch ganz nahe hin, ohne,d ass sie eine reaktion zeigten.

also zu beginn das portrait:

dann ein ganzvogelbild, auf dem die namensgeber schön zur geltung kommen – und spannend, wie die schwimmflossen sich um einen ast krallen können.

dann ein bild mit einem jungtier – frappant übrigens die ähnlichkeit zu den anderen tölpelarten – ob die eltern wohl merken würden, wenn man eines austauschen würde? (ok, die anderen tölpel könnten sich nicht auf dem baum festhalten)

genauere studien gabs hier auch von den imposanten fregattvögeln, einige gerade auf brautschau mit halb aufgeblasenem kehlsack.

und dann kam die eine amerikanerin mit ihrer hohen stimme auf den vogel zugerannt und meinte “oh my god!!!” und irgendwie schien der vogel das nicht besonders zu schätzen, die luft entwich fast augenblicklich.

das bild mit dem jungtier zeigt gerade die fütterung, die wohl nur alle paar tage stattfindet, wenn der jungvogel den eltern den kopf in den schlund steckt und so an das futter gelangt.

ein alter bekannter, die spottdrossel, war gerade in balzlaune, aber trotzdem schafften wir eine nahaufnahme.

und die kontaktaufnahme hat fast funktionniert, doch dani hatte leider keine wasserflasche zum anlocken.

des weiteren beobachteten wir einen kaktusfinken, der seinem namen alle ehre macht

ein neuer vogel in fotonähe war der lava-heron.

auch waren natürlich überall die nasca tölpel, hier einer, der hilfsbereit als wegweiser arbeitet.

leider entschieden wir uns anschliessend zum schnorcheln anstelle des vogel-spazierganges, denn das wasser war trüb und irgendwie konnten wir keine fische sehen, selbst als uns das boot an eine andere stelle fuhr. also genossen wir den strand noch etwas.

santiago insel – sullivan bay

Wednesday, 1. February 2012 – 2:00 pm

die nachmittagswanderung begann mit einer Schlauchboot tour entlang der Klippen.

die bootsfahrt war leider viel zu kurz, doch wir sahen zum beispiel einen „oystercatcher“  (zu deutsch: austernfischer) wie er sich gerade an einer krabbe labte – ok, also zuerst reisst er ihnen die beine aus, damit sie nicht mehr davonrennen können, und dann geniesst er den rest.

während wir in der gluthitze auf die anderen boote warteten, bot sich ein pelikan als fotoobjekt an.

der vulkanausbruch fand vor ca 200 jahren statt und noch immer sind kaum pionierpflanzen zu sehen.

Am meer waren noch krabben zu sehen – mit dem dunkeln untergrund kam ihre rote farbe besonders schön zur geltung.

einige meterim landesinnern verirrten sich noch vereinzelte lava echsen, weiter hinten gabs kein erkennbares leben – was mich zur frage bringt, wovon die lava-echsen sich ernähren.

Die lava sah aus, als wäre sie erst gestern erhärtet, bzw. als wäre sie noch flüssig, nur die spalten geben einen hinweis auf den aggregatszustand der materie. entgegen unseren erwartungen platzten die blasen nicht beim drauftreten, auch sonst schienen wir keine spuren zu hinterlassen.

Es war ziemlich heiss und wir waren froh um unsere wanderschuhe und das wasser.

Bei den erstarrten formen konnte ich vor dem inneren auge fast noch sehen, wie das dickflüssige gestein floss, oben antrocknete, wieder aufbrach, weiterfloss und erneut antrocknete.

Bei den brüchen kamen die verschiedenen schichten und farben erst so richtig zur geltung.

Der spaziergang war sehr heiss und es gab keinen schatten – ein teil der gruppe machte sich auf halber strecke ans umkehren, doch davon liessen wir uns nicht abbringen.

Wie wir am morgen vom aussichtspunkt gut sehen konnten, floss die lava beim ausbruch um einen bereits bestehenden, leicht bräunlich-roten vulkankegel.

auch auf dem google-maps bild ist die leere klar zu erkennen – hier mit dem eingezeichneten weg.

hinter dem hügel sahen wir sogar das ende eines lava-stroms und das licht wurde immer wärmer.

doch ganz weit weg vom meer entdeckte ich einen ganz speziellen vogel – leider habe ich in der verschiedenen literatur noch keine referenz gefunden, auch tom, unser ornithologe vom dienst, konnte nicht weiterhelfen.

Aus der nähe erkannten wir auch die andere gesteinsart, es waren einzelne brocken, jedoch nicht mehr besiedelt als der schwarze strom. da geologie merklich nicht gerade das spezialgebiet unserer gruppenleiterin war, liessen wir uns weniger von ihren erläuterungen stören und genossen die bizarre landschaft.

Beim blick auf die bilder, ist es uns trotz allen versuchen nicht gelungen, die szenerie einzufangen. Nach der anstrengenden wanderung in der sonne genossen wir das sonnenuntergangsbier auf deck.

leider verpassten wir die sternenbeobachtungsführung, sonst hätten wir auch monde von jupiter sehen können. anstelle  genossen wir die klare nacht auf deck – der versuch einer langzeitbelichtung wurde jedoch vom schwanken des schiffes zunichte gemacht, aber die sterne sehen so sowieso besser aus.

bartholome insel

Wednesday, 1. February 2012 – 10:45 am

der heutige tag stand im zeichen der vulkanischen entstehungsgeschichte der galapagosinseln.  frühmorgens wurden wir an land gefahren.

Batholomé ist eine der jüngeren inseln und trotz ihres alters von mehreren hundertausend jahren sind erst die pionierpflanzen da – locker gestreut über die grosse fläche.

an einigen stellen haben sich schon kakteen angesiedelt, doch die waren eher spärlich gesät – und spannenderweise nicht die blätterkakteen wie in santa cruz.

Tiere sieht man auch eher weniger, denn es gibt ja noch nicht soviel, wovon sie leben können. Wir haben einzelne wasser-iguanas bei der landestelle gesehen. Die Lavaechsen schienen sich jedoch sehr wohl zu fühlen.

Sie sind kleiner als die von Espaniola und die weibchen haben orange köpfe anstatt die roten. Die bewegungen sind jedoch die gleichen, also die männchen machen liegestützen, um das weibchen zu beeindrucken – fast wie bei uns.

Die landschaft war sehr surreal – riesige blasen hinterliessen eine art mondlandschaft.

Der weg führte über eine holzbrücke – nicht nur dass es für die bilder eine perspektive für die grösse gibt, der sand wäre sicher auch sehr klebrig – und die besucher werden in schach gehalten.

Der aufstieg war weniger anstrengend als gedacht, und schon auf der zweituntersten plattform war die aussicht herrlich

Das panorama ganz oben war atemberaubend – - perfekte kulisse für das traditionelle gipfelbild.

anscheinend sei dies die meist fotografierte landschaft von galapagos – wobei wir keine weiteren fragen stellten, wie denn diese messung gemacht würde – schön war es sowieso und auch wir schossen noch mindestens ein zusatzbild.

Am Horizont war noch der „sombrero chino“ und die schildkröteninseln von gestern zu erkennen.

Ebenso erkennbar war die umgebung der am nachmittag geplanten wanderung, der schwarze lavastrom in der sullivan bay auf der insel santiago.

obwohl alles aus lava ist, waren die felsstrukturen sehr unterschiedlich und sahen aus jedem blickwinkel wieder total anders aus.

von ganz oben konnte der pfad zurück zum steg gut überblickt werden.

nach der ausgiebigen fotosession traten wir den rückweg an.

komischerweise stoppten wir wieder alle paar meter und waren weit hinter der gruppe – sie sahen plötzlich ganz klein aus.

danach gings zurück aufs schiff zum essen und stärken für den nachmittagsausflug.

santa cruz – bahia ballena

Tuesday, 31. January 2012 – 10:40 am

am abend trafen wir die neuen passagiere auf dem schiff und es war schon eine umgewöhung, von der kleinen 16er gruppe der letzten drei tage bis zum fast vollen schiff mit 47 personen. die route führte dann nach norden, über den äquator

Das wetter sah nicht besonders freundlich aus an dem morgen und tatsächlich, auf unserem spaziergang nieselte es – es lohnte sich kaum, die füsse zu trocknen und von sand zu befreien.

Unser guide gab uns viele informationen über die pflanzen,z.b. natürliches „anti brumm“ oder sonstige endemische pflanzen.

Die tierwelt hielt sich gut versteckt, doch beim genaueren hinsehen erkannten wir einen darwin finken, wobei wir lernten, dass darwin eher auf die spottdrosseln als auf die finken konzentrierte und seine sammlung nicht sehr übersichtlich und klar nach hause geschickt wurde.

Auch sahen wir einen santa cruz mocking bird, dessen schnabel sich von den anderen unterschied – und er posierte so nah vor der linse, dass die bilder fast für ein lehrbuch verwendet werden könnten.

Alle gruppenteilnehmende haben wohl ein foto von dani, als er sich als baum verkleidete und ein finke sich tatsächlich seinen ast als ruheplatz aussuchte.

Die Galapagos heuschrecke machte ihrem namen alle ehre und erschreckte dani, aber nicht genug, als dass er kein bild von ihr schiessen konnte.

Der weg führte einmal rund um den hügel und wir erfuhren, dass es nur in der regenzeit so grün sei, 9 monate im jahr sei die landschaft dürr.

Und dann sahen wir doch noch eine schildkröte. Nachdem die tiere die meiste zeit im jahr in den höher gelegenen gebieten leben, schien es sich um weibchen zu handeln, die zum ablegen der eier in meeresnähe wandern.

Anschliessend tauchten wir ins wasser und entdeckten noch etwas die unterwasserwelt. doch irgendwie waren wir etwas enttäuscht vom landausflug, da die anzahl verschiedener tiere sich in grenzen hielt und wir halt einfach schon viel zu verwöhnt waren von espaniola.

puerto ayora – stadt im paradies

Monday, 30. January 2012 – 3:36 pm

das programm gab uns gut 1.5h freie Zeit für shopping in puerto aroya, der grössten stadt auf galapagos. Gleich zu beginn passierten wir den friedhof, der mit den weissen steinen und den bunten blumen sehr positiv erschien.

die zahlreichen souvenir läden, gefüllt mit schildkröten oder anderen typischen tieren in allen formen und farben, warfen die frage auf, wo die einheimischen denn kleidungsstücke ohne „I love galapagos“ aufdruck kaufen können oder ob sie alle in schildkröten t-shirts rumlaufen müssen. und irgenwie konnten wir auch kaum widerstehen, einen bunten, lächelnden staubfänger mit nach hause zu nehmen – doch wir begnügten uns mit einem bild, das lässt sich einfacher verstauen.

eine besondere attraktion war der fischmarkt. Wir hatten ja schon in einem zeitungsartikel davon gelesen, doch mit eigenen augen sieht es schon anders aus: um die arbeitenden fischer scharen sich unzählige pelikane, 2 seelöwen und weitere vögel.

bevor der fisch auf dem boden ausgespült wurde, griff eine mitarbeiterin zum wasserschlauch und sprizte den platz ab, so dass die pelikane zurückwichen – doch es hielt nicht lange an und auch der seelöwe beobachtete ganz genau, dass hier nichts verschwendet wird.

Entscheidet sich ein kunde für einen Fisch, so filletiert der fischer die bestellung und wirft den abfall zur seite: entweder in richtung pelikane, die sich sofort darum streiten.

Oder in richtung seelöwe, der sich schon vorher lautstark bemerkbar macht, bzw. am tresen ansteht. dani wollte eigentlich 1/2kg thunfisch für 5$ erstehen, doch bis er an der reihe war, war schon alles ausverkauft.

irgendwie kam mir bei dem bild wieder das sprichwort in den sinn, dass sich mensch und tier irgendwie zu gleichen beginnen, wenn sie genügend zeit miteinander verbringen.

Ein seelöwe hatte das gefühl, dass er nicht nahe genug am geschehen sei, und kletterte kurzerhand auf den verkaufstisch (dort sass logischerweise schon ein pelikan, aber es hat ja platz für alle)

Da legte er sich gemütlich neben die waage und wartete auf den nächsten kunden, den pelikan schon in warteposition im hintergrund.

tom, der ornithologe in der gruppe, wies mich dann darauf hin, dass die seltene lava möve sich auch unter den kunden befand. Von der lava möve soll es weltweit nur ca 800 stück geben, wovon die hälfte etwa auf galapagos. Ein guter moment für ein foto!

bei einem haus am meer konnte man kaum sehen, wo der steinige untergrund aufhört und das haus beginnt.

zum Mittagessen fanden wir uns in einem top hotel am platze und wahrscheinlich war der thunfisch direkt vom markt – er schmeckte butterzart- ein gedicht! Das schwimmbecken hatte eine spezialfunktion: sobald ein gast sich reintraute, kamen auch enten dazu, die jedoch einen leeren pool uninteressant fanden.

schildkröten auf santa cruz

Monday, 30. January 2012 – 2:38 pm

in der Charles Darwin Forschungsstation präsentierte unser guide das aufzuchtprogramm für die bedrohten schildkrötenarten der verschiedenen inseln. Die eier werden eingesammelt und zentral ausgebrütet. Die ersten zwei Jahre verbringen sie in einem flachen käfig um zu wachsen.

Anschliessend kommen die tiere für die nächsten 3-5 Jahre in ein unebenes gelände, damit sie lernen, über lavasteine und unebenes terrain zu gehen.

Wenn sie gross genug sind, werden sie auf den entsprechenden inseln ausgesetzt. Um die rassen rein zu halten und kreuzungen zu vermeiden, werden nicht rassenreine schildkröten in gefangenschaft gehalten, damit sie sich nicht weiter vermehren.

Wir hatten glück und kamen gerade zur fütterungs zeit vorbei (3x pro woche), so dass sich die riesigen tiere alle vor dem gatter versammelten.

Ein besonderes tier ist der einsame george: er ist der letzte seiner art und alle versuche, ihn mit anderen schildkrötinnen zu paaren, sind bisher fehlgeschlagen. Seit 1972 lebt er in der forschungsstation.

Wir hatten glück, denn gerade als wir da waren, drehte er sich um und wanderte aus dem wassertümpel zu einem neuen platz, so dass wir ihn in voller bewegung sahen. so konnte man gut seinen “sattel” erkennen, die hohe öffnung des panzers beim hals, der darauf hindeutet, dass auf der heimatinsel von george (pinta) das futter eher in der höhe zu finden ist als auf dem boden.

Am Nachmittag fuhr uns der Bus ins hochland von santa cruz, wo wir die tiere in freier wildbahn beobachten konnten. Freie wildbahn scheint irgendwie komisch, denn die tiere haben sich als eine lieblingsstelle einen bauernhof ausgesucht, der aus der not eine tugend machte und nun eintritt für den spaziergang über ihr land verlangen – aufgrund der präsenz der schildkröten können sie das land nicht mehr landwirtschaftlich nutzen.

Irgendwie fühlten wir uns doch wie in einem zoo tiergehege – war fast unglaublich, dass so viele der riesigen tiere sich freiwillig auf einem haufen tummeln. Sie schienen sich bereits an den menschen auflauf gewöhnt zu haben, denn wir konnten sehr nahe rangehen, ohne dass sie eine reaktion zeigten.

Eine spannende gelegenheit, die details aus der nähe zu sehen, zum beispiel die riesigen füsse.

Auf einmal hörten wir ein knacken aus dem gebüsch und sahen wie eine schildkröte von einer zweiten floh – das tempo war erstaunlich und sie bahnten sich einfach ihren weg durchs gebüsch und liessen einen korridor zurück. als sie an uns vorbei lief, konnten wir sie richtig laut atmen hören.

Einige lagen in einem wassertümpel, und wir lernten, dass auch eine landschildkröte, wenn sie ins wasser fällt, schwimmt, da sie eingebaute luftkammern hat.

Sie scheinen auch schlechte futterverwerter zu sein – der verdaungsprozess dauert 4-6 wochen. Es war eine freude, ihnen beim grasen zuzusehen: systematisch grasen sie in halbkreisen in der reichweite des kopfes, bevor sie sich einen schritt nach vorne bewegen um den nächsten halbkreis zu essen.

beim kiosk hingen leere panzer, bei denen man wunderbar die struktur des skelettes sehen.

Um die grösse zu demonstrieren und ein hübsches souvenirfoto zu machen konnte man sich in den panzer reinzwängen.

Dies war gar nicht so einfach – aber nachdem john (78) sich wagte, da konnte ich natürlich nicht kneifen – und zu zweit sieht es definitv lustiger aus.

Und nach und nach liess sich fast die ganze gruppe ablichten. Im souvenirshop konnten wir kaum den bunten tieren widerstehen – da wir ja schon genügend unnütze dinge besitzen, entschieden wir uns für ein platzsparendes foto – ist auch weniger zerbrechlich und kann einfacher geteilt werden – also wer sich ein souvenir von galapagos wünscht, kann hier einfach eines aussuchen und behalten.

espaniola – gardener bay

Sunday, 29. January 2012 – 2:33 pm

Das Nachmittagsprogramm hörte sich erst etwas langweilig an – kajak und dann am strand spazieren gehen, irgendwas von schnorcheln war auch noch erwähnt. Vollgefuttert vom Mittagessen machten wir uns auf zu den kajaks und waren erstaunt, wie spannend das umfeld war.

Trotz der wolken war das wasser strahlend blau und wir paddelten einem lava felsen entlang.

Damit wir nicht zu schnell unterwegs warenr (das war zumindest die offizielle begründung – ich glaube, dass es mit meinem mangelnden taktgefühl zu tun hatte)  hat dani das paddeln übernommen und ich durfte die aussicht geniessen.

in der zweiten hälfte habe ich dann auch die kamera übernommen, doch das fotografieren mit der kopfkamera ist gar nicht so einfach – alle 2 sekunden automatisch ein bild und somit sollte ich den kopf nicht zu stark bewegen.

Wir konnten auch in eine lava-höhle reinpaddeln, wobei ich vor dem (wenn auch sanften) wellengang respekt hatte.

Die seelöwen schwammen um uns herum und an den wänden klebten die typischen roten krebse.

Auf den felsen sassen pelikane und wasser iguanas – irgendwie schon fast ein gewohntes bild – abgesehen von dem  vom wasser startenden pelikan gleich neben dem kajak.

Anschliessend gings zum schnorcheln. Das boot setzte uns bei einem felsen ab und gleich als erstes sahen wir eine meeresschildkröte. Da unsere unterwasserkamera gerade den geist aufgab und die neue eine falsche linse hatte, waren wir sehr dankbar, dass wir die fotos von john bekamen. John erläuterte auch gleich, dass es sich um ein männliches tier handelt, welches durch kämpfe einige weisse spuren aufweist.

Auf dem boden sahen wir unzählige rochen (sting rays), die sich gerade in den sand einbuddelten oder friedlich umherschwammen. Besonders beeindruckend war auch der adler rochen (eagle ray), der gerade unter uns „durchflog“

Und auch hier sahen wir ein schwarm von doktorfischen, der die felsen wie abgraste – herrlich zum beobachten.

Und dann war es soweit: durch meine taucherbrille schaute ich direkt in die augen eines seelöwen – leider viel zu schnell vorbei, und als illustration anbei ein bild von john’s kamera.

Es war so schön, dass wir total die zeit vergassen und den spaziergang am strand mit den seelöwen verpassten – aber die vielzahl von fischen und das klare wasser war faszinierend. Ein weiterer, ereignisreicher tag ging zu ende und ich schlief gleich nach dem abendessen ein.

espaniola – punta suarez

Sunday, 29. January 2012 – 10:00 am

nach einer nacht fahrt zu einer neuen insel, landeten wir gut gefrühstückt um 8h. bereits am landeplatz lagen iguanas, seelöwen und lavaechsen bunt gemischt friedlich in der sonne, als hätten sie auf uns gewartet.

danach führte uns der weg ca 2.5km entlang der klippen mit wunderbaren aussichten.

einige vögel bauten ihr nest gleich neben dem weg, so dass wir hervorragende bilder schiessen konnten

Auf halbem wege, passierten wir eine spezielle felsformation, bei der die wellen durch einen lava-tunnel in die höhe spritzten, dass es fast wie ein geysir aussah.

Und auch hier tummelten sich verschiedene tiere – seehunde, iguanas, krabben und verschiedene vögel.

Die zweite hälfte des weges war eher eintönig von der tierwelt, hauptsächlich nasca tölpel.

Lavaechsen
Die paarungsreifen lavaechsen weibchen erkennt man am roten kopf.

Die männchen hingegen sind etwas grösser und gepunktet. Wenn sie ein weibchen mit rotem kopf sehen, werben sie mit liegestützen um dessen gunst.

Ansonsten fanden wir auch exemplare, die auf den steinen schön ruhig sassen, damit wir ein tolles bild von ihnen schiessen konnten.

Auch schienen sie allgemein erhöhte plätzchen zu bevorzugen, wobei das konzept mit dem pfeil schien diese dame noch nicht ganz begriffen zu haben.

Nasca-tölpel

Von den drei tölpel arten ist der nasca der agressivste. er attackiert die unbewachten kinder der nachbarn und die meisten küken haben hackspuren am hals.

Das wasserdichte gefieder ist ein idealer nistplatz für fliegen – sie schlüpfen unter die federn um ihre eier abzulegen. Daher bilden die nasca tölpel mit den finken eine symbiose, bei der die finken die fliegenlarven aus dem gefieder picken.

Faszinierend, wie sich die tiere nicht durch uns stören liessen. So konnten wir mehrere weibchen gleich neben oder auf dem weg brüten sehen, bei der einen mutter war sogar schon ein kleines geschlüpft. Die nasca tölpel legen jeweils zwei eier und die kleinen schlüpfen mit einem abstand von 5-7 tagen. Für die ersten zwei wochen sind sie noch nakt, dann bekommen sie einen flaum.

Da die eltern jedoch nur für ein junges sorgen können, wirft das ältere und somit stärkere küken sein geschwister aus dem nest und die eltern lassen es geschehen.

Und auch sonst sahen wir jungvögel in allen altersstufen – jedoch immer nur eines. auf der klippe konnten wir sogar bilder von tölpeln im flug auf augenhöhe schiessen – das scharfstellen war jedoch eine herausforderung.

Blaufusstölpel
Auf dieses tier haben wir uns schon die ganze reise über gefreut, dani hat sich sogar schon ein passendes t-shirt organisiert.

Die füsse der tiere waren wirklich faszinierend in diesem blau – richtig schlumpf farben. An der zahl sahen wir leider nicht so viele, aber sie sassen schön neben dem weg, so dass wir sie gut ablichten konnten.

Albatross
Die albatrosse kommen zur paarung und aufzucht der jungen nach espaniola und fliegen normalerweise im dezember wieder weiter. Somit war es eher ungewöhnlich, dass plötzlich zwei albatrosse auf uns zuwatschelten.

An land bewegten sie sich eher ungelenk – und flatterten schon mal mit den flügeln, um sich auf den start vorzubereiten, da sie ja nicht direkt von land aus starten können, sondern sich von einer klippe in die tiefe stürzen. Wir standen gerade auf der startbahn und bewegten uns nun zur seite.

Und tatsächlich, sobald wir ihnen den weg frei machten, watschelten sie auf die klippe zu und starteten auf ihren langen weg. Wenn sie erst einmal in der luft sind, landen sie nicht so schnell wieder, sie können ihre flügel einrasten, so dass sie auch schlafen können während sie fliegen.

Etwas weiter sahen wir nochmals zwei jungvögel, die noch nicht weit genüg waren, um loszufliegen.

Meerechsen

Waren die Iguanas auf san christobal eher dunkel und einfarbig, beeindruckten die männchen durch ihre kreative farbzeichnung.

Auch die weibchen, mit ihren roten flecken, sahen attraktiver aus als die auf der anderen insel.

Es schien, als ob sie zwei betriebsarten hatten – entweder fotogen auf einem stein in der sonne liegen, oder neben uns her laufen.

Auch diese tiere liessen sich meist nicht von uns stören und wir mussten aufpassen, nicht auf einen zu treten, der gerade auf dem weg rumlag.

Wobei ganz zu nahe durfte man ihnen auch nicht kommen – wie schon beim lama wurde dani angespuckt – aber dieses mal getroffen!

Als wir beim boot aufs einsteigen warteten, sahen wir, dass es noch eine dritte betriebsart gab – wir staunten nicht schlecht, als wir das wasser voll schwimmenden iguanas sahen.

Mockingbird (Spottdrossel)
Der mockingbird in espaniola unterscheidet sich von dem in san christobal durch den leicht gekrümmten schnabel. Gemäss Tom ist dies besser um im sand zu graben – die in san christobal waren eher auf den bäumen anzutreffen.

Sie waren auch überhaupt nicht scheu und beim versuch, ein foto zu machen, hüpfte er auf meinen rucksack und begann an der wasserflasche zu picken.

Anscheinend gibt’s auf der insel wenig süsswasser, so dass die tiere von den besuchern gelernt haben, was sich in den flaschen befindet – und nein, wir haben ihnen nichts gegeben.

Krabben (sally lightfoot crab)
Die roten krabben haben hier keine feinde, so dass sie weiterhin farblich schön zur geltung kommen auf den schwarzen steinen.

Seelöwen
Die seelöwen sind schon fast zur normalität geworden, so dass wir nicht mehr so viele bilder schiessen, aber manchmals konnten wir trotzdem nicht widerstehen.

Zu goldig, wie sie zwischen den steinen schlafen! Und dann gings wieder zurück zum schiff in den schlauchbooten.

san christobal – punta pitt

Saturday, 28. January 2012 – 3:27 pm

auf dem weg zum land passierten wir einen felsen, auf dem die verschiedensten tierarten friedlich beisammen lagen.

vom schlauchboot aus konnten wir die verschiedenen vogelarten in ihrem element beobachten.

die angekündigte seelöwenjungesellenkolonie bekamen wir zwar nicht zu gesicht (oder haben sie mangels hinweis nicht erkannt) und unsere suche galt dem rotfuss tölpel. auf dem ersten stück des weges, gleich hinter dem strand entdeckten wir einen fotogenen gelben waldsänger, der auch schön still hielt.

danach führte der enge weg ein steiles stück nach oben – wir waren im inneren eines vulkankraters (erloschen), dessen wände schon teilweise eingebrochen waren und wir waren froh um unsere wanderschuhe. die kakteenbäume waren die höchsten pflanzen.

zum glück gab’s am wegrand ab und zu eine lava echse, so dass ich einen grund hatte, eine kurze foto-pause einzulegen und wieder zu atem zu kommen.

oben angekommen gabs ein flaches stück, von dem wir einen herrlichen blick genossen auf den anlegestrand (unten rechts im bild) und einen teil des weges (mitte links, gruppe zu erkennen).

auch erlangten wir durch die höhe einen anderen blick auf die vögel in der luft, wir schafften es sogar fast, auf augenhöhe zu fotografieren, doch die meisten bilder waren unscharf. hier ein junger rotfusstölpel (braunes gefieder)

die wilde landschaft überraschte mit roten pflanzen, da konnten die rotfusstölpel ja nicht weit sein!

auf dem schon fast traditionellen gemeinsamen gipfelbild kann man links von meinem kopf sogar das schiff erkennen.

überhaupt waren die ausblicke herrlich, wobei ein grossteil der aufnahmen aus der not entstand – irgendwie schienen sich alle vögel hier oben verzogen zu haben.

und dann, als wir die hoffnung schon fast aufgegeben hatten, entdeckten wir sie: eine brütende rotfusstölpelin in ihrem nest! unsere kameras waren voll im anschlag und klickten drauflos (hatten ja sicher eine halbe stunde kein tierisches fotomotiv vor der linse) – ein wunder, dass sie sich nicht gross von dem geratter der auslöser stören liess!

nach den unauffindbaren schildkröten am morgen waren wir glücklich, dass die schöne wanderung doch noch mit einem tierbild endete und spazierten frohen mutes zurück. anschliessend erlebten wir unsere premiere im “tiefseeschnorcheln” und wir waren hellauf begeistert von den vielen fischen. (nein, das ist kein haifisch im bild!)

doch die schnorchelerfahrungen werden in einem separaten eintrag zusammengefasst.

san christobal – galapaguera

Saturday, 28. January 2012 – 9:58 am

Nach dem reichhaltigen frühstück wurden wir in die schlauchboote geladen, und just in dem moment schwamm ein rudel delphine am boot vorbei. Also gabs gleich eine spontanfahrt und wir konnten die tiere beobachten. Fotografieren gestaltete sich schwierig, da sie beim abdrücken meist schon wieder weg waren.

Es war eine freude, die tiere zu beobachten, es waren einige mütter mit babies im schwarm, die wie wild hochsprangen und mit unserem boot um die wette fuhren.

dann war zu beginn eine wanderung zu den schildkröten angesagt. nach der Landung am strand befreiten wir die füsse erst mal von sand und ziehen die wanderschuhe an.

bereits hier gabs die ersten tiere zu beobachten, z.b. einen eher neugierigen mockingbird, der unser schnorchelnetz sehr genau inspizierte.

wir lernten, dass darwin sich weniger mit den finken als mit den spottdrosseln beschäftigte, da hier die unterschiede in den schnäbeln sehr offensichtlich seien.  hier also eine nahaufnahme im profil.

Eine meerechse mit sand vor dem mund hatte wohl gerade ein schildkrötenei verspiesen, wobei sie sich sonst eher von algen ernähren.

auch schien eine meeresschildkröte den strand auf bewegungen abzusuchen, um sicher an land gehen zu können, doch leider konnten wir nicht am strand warten, sondern mit der gruppe wandern.

dann starteten wir die suche nach den schildkröten in freier wildbahn. sie halten sich meist in der höhe auf, einzig die weibchen kommen jeweils zum eierlegen in die nähe des strandes.

am wegrand entdeckten wir verschiedene vögel und waren erstaunt, wie nahe wir an die tiere kamen.

leider waren die gruppen nicht nach spazierkraft aufgeteilt, so dass wir sehr langsam vorwärtskamen. und dann sahen wir eine schildkröte – zumindest teilweise aus dem gebüsch schauen. dann ging die suche weiter und wir sahen zwar die spuren (“tunnels” im gebüsch), doch keine weiteren tiere. leider konnten wir den guide auch nicht überzeugen, bis ans ende des pfades zu gehen, da wir zwar von der langsamen in die schnelle gruppe wechseln konnten, doch umgekehrt gabs keinen austausch.

als wir wieder am strand ankamen, hörten wir von der ersten gruppe, dass sie bei der rückkehr zum strand die wasserschildkröte gerade ins wasser gehen sahen – hatte sie sich doch noch rausgetraut! immerhin gabs das bild für uns.

leider suchte die schildkröte das weite, so dass wir sie auch beim schnorcheln nicht sehen konnten. aber im gegensatz zu gestern war das wasser etwas besser, aber so richtig viel konnten wir trotzdem nicht sehen. doch genossen wir die zeit im wasser und erwischten noch das letzte schlauchbot zurück zum schiff.

etwas enttäuscht gings zurück aufs schiff zum mittagessen.

ankunft auf dem boot

Friday, 27. January 2012 – 6:26 pm

Am Freitag morgen beschafften wir noch die letzten utensilien und dann besuchten wir nochmals unseren strand, in der hoffnung auf seelöwenportraits. Erstaunt nahmen wir zur kenntnis, dass der strand bei ebbe etwas anders aussah.

Die anzahl der tiere war viel kleiner als abends zuvor und sie liessen sich wieder nicht von uns stören beim schlafen.

oder sie posierten freundlich für die kamera, mit genügend zeit, das bild scharf zu stellen.

wir wurden mit einem kleinen boot aufs schiff gebracht und konnten so die hauptstadt von der meerseite sehen – unser hotel prominent in der mitte, das weisse haus mit dem türkis dach.

Zum Mittagessen waren wir an bord der la pinta, die grosszügige kabine hatten wir schnell bezogen – eines der grossen, rechteckigen fenster in der mitte ist unseres!

Die erkundungstour auf dem schiff beinhaltete auch das intensive studium der route – es stand also cerro brujo auf dem nachmittagsprogramm!

Dann gings los zum ersten ausflug nach cerro brujo – dem Hexenhut – ein halber vulkankrater. Mit schlauchbooten wurden wir zum strand gefahren und von dort aus watschelten wir ins wasser zum schnorcheln. Leider war aufgrund des hohen wellengangs die sicht sehr schlecht, so dass man kaum etwas sehen konnte.

Doch die unterwasserkamera mit fischauge lieferte einige spannende bilder von über wasser.

Zwar waren wir mit spiegelreflexkamera bewaffnet, doch der strand hatte nur wenige seelöwen, die friedlich vor sich hin dösten.

obwohl wir ja schon einige bilder hatten, wir konnten nicht immer widerstehen.

Auch hier konnte man sehr nahe zu den seelöwen hin, so dass ich die zeit für eine makro-betrachtung nutzte. Anscheinend schien auch er über die 2m abstands-regel informiert zu sein, und machte mich freundlich darauf aufmerksam.

der strand bot einen schönen blick auf die “la pinta” und den “kicker’s rock”, den wir schon aus dem flugzeug gesehen hatten.

Nach dem eher enttäuschenden schnorchelausflug wurden wir mit einem eindrücklichen sonnenuntergang beim „kicker rock“ belohnt.

nach dem abendessen konnten wir von deck aus die seelöwen beim jagen beobachten. Fliegende fische suchten das licht und flohen in richtung boot, wo bereits weitere seelöwen warteten. Es war faszinierend zu sehen, wie die grossen säugetiere in einem moment eher träge im wasser herumplanschten und in der nächsten sekunde pfeilschnell einem fisch hinterher jagten. Bei den fischen konnten wir richtig die flügel sehen. Auch eine Meeresschildkröte war ab und zu im licht zu erkennen. Bilder gibt’s leider keine, die den qualitätsstandards des katzenblog standgehalten hätten – zu wenig licht und zu viel bewegung sind keine guten voraussetzungen.

beginn des traums

Thursday, 26. January 2012 – 9:36 pm

Von quito flogen wir zur zwischenlandung nach guayaquil. Leider war quito noch immer in den wolken, so dass uns der blick auf die hohen vulkane erneut verwehrt blieb, doch wir sahen in die wohnungen, da der flughafen wirklich mitten in der stadt liegt.

beim anflug auf guayaquil sahen wir grosse überschwemmte gebiete.

Der beim weiterflug konnten wir aus der luft die schachbrettartige stadtstruktur sehr gut erkennen – und natürlich fotografieren.

nach ca 1000km meer tauchte die erste insel auf – besonders schön der vorgelagerte felsen.

beim anflug auf san christobal gabs die ersten fotos von oben, obwohl die insel landschaftsmässig relativ langweilig ausssah, doch wir erkannten schon kleinere strände.

Nach der landung in puerto baquerizo moreno gings zu fuss über das rollfeld und für mich ging ein traum in erfüllung.

Im stadtzentrum von pto. baquerizo moreno angekommen organisierten wir uns das bett für die nacht – natürlich mit aussicht aufs meer.

Erfreut fragten wir die hotelmitarbeiterin, ob es am strand etwas ausserhalb auch seehunde gäbe, und ihre antwort war ein entnervtes „jaaaa!“. wir hörten schon vom balkon die ersten seehunde bellen und beim ersten blick ins wasser sahen wir sie auch schon darin tummeln. Von unserem restaurant aus erblickten wir einen seehund, der gerade in ein becken mit einem modell von galapagos tauchte.

Auf dem weg zum strand spazierten wir der marina entlang und schraken zurück, als uns plötzlich ein heiseres bellen darauf hinwies, dass wir fast auf einen seehund getreten wären, der sich unter einer bank räkelte.

dann überquerten wir einen teil des hafens – und auch hier mussten wir aufpassen, genügend abstand zu den seelöwen zu halten.

das letzte stück war ein kleiner fussweg durchs gebüsch – wir fühlten uns wie pioniere!

Am strand selbst waren wir völlig überrumpelt von den eindrücken – da lag eine seehundekolonie mit vielen jungtieren am strand, während der bulle im wasser patroullierte.

einige waren auch wach und wir konnten die tiere in ihrer für unser auge ungewohnten bewegung beobachten.

Goldig lagen die kleinen wie paniert in reih und glied im sand, fast wie eine art kinderkrippe.

Auch konnte man relativ nahe an ihnen vorbeigehen, ohne dass sie sich auch nur bewegten. wenn wir glück hatten, schauten sie uns neugierig an.

Überwältigt von dieser szenerie setzten wir uns an ein freies schattenplätzchen – ganz am ende des strandes, die anderen waren bereits von seelöwen besetzt. Während wir die aussicht genossen, kamen lava echsen und einige vögel ganz nahe vorbei, doch wir schienen sie nicht weiter zu stören.

Ich brauchte erst noch etwas akklimatisation, doch dani wagte sich dann ins wasser.

total paradiesisch, wie nahe wir den tieren kommen konnten, ohne dass sie sich von uns gestört fühlten.

überzeugt haben mich dann die seehunde, die sich spielerisch vom strand mit den wellen ins meer rollen liessen – und ich tat es ihnen anschliessend gleich. der unterschied lag darin, dass ich den ganzen badeanzug voller sand hatte.

Aus unserer ecke wurden wir auch zeugen einer taufe – ein langes, weisses gewand kennzeichnete den priester, der vorgängig noch in fussballkleidern die wassertemperatur testete. Auch die täuflinge wurden in weisse gewänder gehüllt, bevor sie nach einem ritual vom priester ins wasster getaucht wurden.

Die untergehende sonne tauchte den strand in warmes licht und genau in diesem moment begann der akku der kamera rot zu blinken. Also knipsten wir, bis die batterie endgültig den geist aufgab und wir zumindest einige eindrücke festhalten konnten.

Der Spaziergang am Abend am Pier entlang war filmreif: die seelöwen schienen die stadt besetzt zu halten – sie lagen nicht nur am strand, sondern auch auf dem fussweg. Aus der kirche der tempelritter hörten wir verzweifeltes beten, was wir beinahe als bitte für den abzug der seelöwen interpretierten, denn was für uns exotisch und lustig erscheint, muss für die bewohner mit der zeit etwas mühsam sein.

Das abendessen gabs auf der terasse, feiner fisch mit mango sauce, und wir waren positiv überrascht, dass keine seelöwen unter dem tisch um reste bettelten – doch sie bestimmten die hintergrundgeräusche.

abschiedstour quito

Wednesday, 25. January 2012 – 5:15 pm

nachdem der ausflug zum mittelpunkt der erde weniger lange dauerte, als geplant, fuhren wir nach quito zurück. da die hoffnung zuletzt stirbt, die stadt doch noch mal mit dem cotopaxi im hintergrund zu sehen, fuhren wir nochmals mit dem teleferiqo auf den gipfe und genossen den rundumblick, fast bis zu unserem krater!

doch je weiter nach oben wir kamen, desto mehr nahm der nebel zu.

also fokussierten wir die kamera eher auf den innenraum der kabine.

also stoppten wir erstmal wieder im “alpentower” auf einen anregenden mate tee und warteten bis die wolken sich etwas lichteten – dann stürzten wir nach draussen um noch einige schritte zu gehen – hier der anfang des weges mit dem vulkangipfel im hintergrund.

auf dem ersten hügel konnten wir sogar den strommasten sehen, dem ziel unseres ersten gipfelsturms – und dahinter den gipfel, überzeugt, dass wir das wirklich nicht geschafft hätten.

danach gings wieder nach unten, um noch etwas die stadt zu geniessen.

wieder unten, trafen wir auf der suche nach einem taxi einen ältern herrn aus bulgarien, der sich als ehemaliges parlamentsmitglied zu erkennen gab, ein geologe und höhlenforscher, der unter anderem auch leiter des naturhistorischen museums in sofia war. teilten ein taxi mit ihm und dann noch auf einen fruchtsaft in der altstadt einluden.  der saftladen servierte frische fruchtsäfte, aus allen möglichen früchten.

gewisse kunden kamen erst gar nicht in den laden, sondern kippten ihre vitaminspritze im stehen an der theke – irgendwie erinnerte uns dies an die espressotrinker in italien.

die letzten stunden investierten wir in “shopping” in quito – endlich mal wieder eine stadt, die nicht aussieht wie jede andere mit den gleichen ladenketten – und nicht weniger imposant! hier ein kiosk mit keksen und bonbons.

ein traum für equadorianische kinder:  ein pinata-laden! doch hier ist die globalisierung zu erkennen, denn es gab durchaus auch international angehauchte figuren, wie miss piggy.

danach gabs noch eine kurze stärkung und frühe bettruhe, da wir ja am anderen morgen einen frühen termin hatten!

schattenlos

Wednesday, 25. January 2012 – 5:14 pm

eigentlich planten wir, um 12h beim äquatormonument zu sein, doch wir schafften es nicht ganz. also mussten wir unser “schattenlos” bild auf der strasse aufnehmen – glücklicherweise verzogen sich die wolken pünktlich und wir suchten eine flache stelle für das foto – nicht ganz einfach, denn es blendete schon etwas!

das nächste ziel war nicht “mitad del mundo” (mitte der welt), die die stelle markierte,  an der chalres-marie de la condamine 1736 als erster europäer die genaue position des äquators bestimmte, denn der reiseführer meinte, dass dies eher an disneyland erinnerte, das originaldenkmal sei in einem kleinen dorf in der nähe, auch am äquator. somit erweiterten wir unsere fortbewegungsmittelsammlung in equador um den bus. alle leute waren total freundlich und wir verpassten beinahe den ausstieg bei unserem ziel calacali.

wir wurden also angewiesen, dass dies unser ziel sei und wir spazierten los. erst war es schon etwas ungewohnt, durch ein ruhiges dorf zu spazieren, doch wir merkten schnell, dass uns hier niemand etwas böses wollte. der weg führte an einigen häusern vorbei und es schien, als ob in diesem haus mittwoch waschtag ist.

auf dem dorfplatz sahen wir dann das ziel unseres ausfluges: das original äquatordenkmal, und ganz für uns alleine!

equador ist einer er einzigen plätze, an denen der äquator mithilfe von fixen punkten (berge im umkreis) definiert werden kann, da er sonst entweder über dem meer oder durch den dschungel verläuft.

dadurch, dass wir alleine da waren, konnten wir niemanden fragen, ein bild von uns zu machen, und mit dem selbstauslöser war es nicht ganz einfach, aber wir haben das traditionelle “hemisphärenkuss” bild!

irgendwie war ansonsten alles wie sonst und nach einer kurzen foto-session fürs fotoalbum…äh…den blog brauchten wir eine stärkung: mango loco. eine mango wird in feine streifen geraspelt und wahlweise mit salz, honig, zitrone, kondensmilch, chili, brombeersauce etc.

mit dem bus gings dann zur nächsten station, dem museo solar inti nan, und der buschauffeur lud uns in der nähe aus.

das museum beansprucht die echte äquator-stelle für sich, wobei auch dies anscheinend nicht genau sei, doch die fremdenführerin insistierte, ein bild von uns zu machen. ebenso zeigte sie uns, wie der das wasser im abfluss eines lavabos 2m links oder rechts der linie anders zirkulierte, bzw. gerade herunterlief. erinnerte schon etwas an hokuspokus und wir erkundeten den rest der anlage auf eigene faust.

die kolibrifutterstellen waren rege besucht und wir schafften sogar ein foto.

irgendwie haben wir die schrumpfköpfe nicht gefunden, dafür aber die bar – und dort das beste glace: es hatte richtige, grosse kokos-stücke drin und war geschmacklich definitiv überzeugend.

um noch etwas “richtige” kultur zu erleben, liessen wir uns vom taxifahrer nach rumicucho fahren, einer zeremonienstelle, die ca 500 v.chr. erbaut wurde, um die tagundnachtgleiche zu zelebrieren.

der reiseführer behielt recht – es war wahrscheinlich nicht die imposanteste kultstätte in equador, aber die aussichten auf quito im hintergrund waren imposant.

ebenso richtig lag der reiseführer darin, dass wir die einzigen besucher waren – wunderbar für fotos. obwohl wir gerne etwas mehr erläuterungen über die hintergründe der ruine gehabt hätten.

kraterparadies

Wednesday, 25. January 2012 – 10:00 am

gleich nach der ankunft in quito schnappten wir uns ein taxi und liessen uns ca 20km nördlich von quito zum “el crater” bringen.  wir hatten bereits ein zimmer gebucht, doch irgendwie war uns schon komisch zu mute, als der weg immer kurviger wurde und der taxi-fahrer uns ablieferte. das haus sah im dunkeln zwar aus wie im prospekt, aber irgendwie schien es geschlossen zu sein. wir entdeckten dann das restaurant und wurden herzlich begrüsst und bekamen unser zimmer zugewiesen. während des abendessens lichtete sich plötzlich der nebel und der hotelbesitzerl nahm uns nach draussen und zeigte uns die lichter im krater. früh gingen wir zu bett und als wir am morgen um 6h erwachten, trauten wir unseren augen kaum – vom bett blickten wir direkt in den krater.

noch vor sonnenaufgang blickten wir in den krater des erloschenen vulkans – eine faszinierende landschaft.

der nebel hatte sich verzogen und wir sahen den sonnenaufgang. auf dem kraterrand ist der schatten des hotels zu erkennen.

das fenster aus dem wohnzimmer lag gegenüber dem “bett-fenster” und wir blickten in die aufgehende sonne.

kurze zeit später war das zimmer von warmem licht durchflutet und wir machten uns bereit.

nach ausgiebigem sonnenaufgangsgenuss begaben wir uns zum restaurant und genossen den herrlichen ausblick bei einem schlaraffenlandfühstück. der besitzer wünschte uns guten appetit und erwähnte, dass der nebel zum ersten mal seit einer woche nicht den blick verschleierte.

vor dem restaurant waren zwei lamas angebunden, die friedlich grasten. der besitzer beteuerte, dass die lamas zutraulich seien und wir ruhig hingehen könnten, doch irgendwie hatten wir schon etwas respekt. nachdem einer der mitarbeitenden da war, konnte ich ganz nahe zum tier fürs foto.

irgendwie schien die lama-dame nicht so gerne männer zu mögen, denn als er näher kam, waren die ohren plötzlich flach und es bildete sich so ein schleim im mund-nasen bereich – also schnell aus der spuck-linie!

eigentlich suchten wir ja nach einem wanderweg entlang dem kraterrand, doch vom hotelbesitzer bekamen wir den tip, 5 minuten auf den aussichtspunkt zu klettern, mit dem perfekten rundumblick.

besonders fiel mir der geruch auf – es war wie mitten in einem kräutergarten and einem wunderschönen sommertag. der hotelbesitzer, ein künstler und architekt, erzählte, dass er auf der suche nach dem bauplatz für sein hotel hierhergekommen sei und beim einatmen dieses duftes wusste, dass dies der richtig platz war.

auf dem aussichtspunkt war eine seiner skulpturen passend in der landschaft und wurde von uns gleich als fotomotiv entdeckt.

von hier blickten wir auf das hotel und sahen den eingang in den nationalpark. als wir den steilen weg in den krater sahen, und bedachten, dass wir ihn ja auch wieder hochklettern mussten, war uns klar, dass wir höchstens zum aussichtspunkt gehen würden.

wir verabschiedeten uns vom hotelbesitzer mit den strahlenden augen, liessen uns letzte instruktionen bezüglich busfahren in equador geben und spazierten zum eingang des nationalparks. eine grosse baustelle für verkaufsbuden versperrte den weg und ein eher einfaches schild wies auf die eintrittsgelder hin.

wie geplant genossen wir den ausblick von der plattform, der mit unserem vorherigen aussichtspunkt bei weitem nicht mithalten konnte, kauften einen lama-pulli für mich und liefen richtung bushaltestelle.