hoch hinaus und tief hinunter

am morgen erwachten wir bei unseren gastgebern, der kleine noch an der dose und wir schon früh unterwegs.

ladebild

Wir fuhren los richtung bopfingen, um dort erstmal aufzutanken. wir brachten unser frühstück mit und genossen ein picknick auf dem rasen neben der schnelladestelle – also richtiges synchronfuttern. wir lernten auch noch den betreiber der schnelladestelle kennen und er zeigte uns seine sammlung an elektroautos.

tankpicknick

Nachdem unser besuch in nördlingen beim letzten mal eher organisatorischer art war, holten wir dieses mal die Sehenswürdigkeiten nach. Wir begannen mit der besteigung kirchturms. Und Daniel hatte sogar seinen eigenen Eingang zum turm!

daniel vor daniel

Die turmgesamthöhe von 70m ist schon beeindruckend. Beim hochsteigen sahen wir den ersten lift – das grosse rad ist ein laufrad für menschen, die so den lift antreiben können.

liftrad

oben auf dem turm trafen wir den türmer. er erzählte etwas aus seinem leben, dass er jeweils 3 tage am stück im turm wohnen würde. In deutschland gäbe es noch 6 türmer, in ganz europa noch deren 23. er erzählte uns auch von frau wendelstein, der glückskatze, die sich den turm vor ca 6 Jahren als wohnplätzchen ausgesucht hätte. Sie erhalte 250euro pro jahr von der stadt für Tierarzt und futter, es wede unter „taubenabwehr“ gebucht – seit dem einzug der katze gäbe es im turm tatsächlich keine tauben mehr. Sie würde nachweislich ca. 2000 Besucher auf den turm (und nach nördlingen) bringen, besonders seit im japanischen fernsehen ein bericht über sie gelaufen sei. So sei auch der auftrag der stadt bereits da, bei einem eventuellen ableben oder verschwinden der pelzigen bewohnerin eine ähnliche Nachfolgerin zu organisieren. Sie würde mehrmals täglich hoch und runter laufen und würde auch bei geschlossener türe problemlos rein und raus kommen. leider war sie bei unserem besuch nicht anzutreffen, so dass wir die webseite als beweis nehmen mussten.

treppenhaus

anschliessend begaben wir uns auf den balkon und genossen den ausblick.

daniel auf daniel

in der nähe schauten wir auf die hausdächer und sahen den schattenwurf.

schattenspiel

bei genauerem hinsehen erkennt man von hier das storchennest auf dem hausdach des fachwerkhauses in der mitte an dem weissen fleck.

nördlingen von oben

In der ferne erkannten wir den kraterrand des meteoriteneinschlages vor 150 mio Jahren, der noch immer gut zu erkennen ist. in richtung bopfingen erhoben sich die verschiedenen hügel. über den einen sahen wir unlängst eine dokumentation im fernsehen, dass dort der obere teil abgetragen wurde um ein dorf zu bauen.

alte vulkane

in der kombination sieht es gleich noch besser aus, bzw. man kann die runde stadtstruktur gut erkennen.

ausblick

Die durchgehend begehbare, runde stadtmauer Ist eine Einzigartigkeit in Deutschland, so dass wir uns einen kleinen Spaziergang darauf trotz der Hitze nicht entgehen liessen. Sie war glücklicherweise überdacht, so dass wir vor der Sonne Schutz fanden.

steadtmauer

Es gab mehrere Türme, die noch standen, einige waren nur noch in ihren Grundstrukturen erkennbar, wir liefen an mehreren backofentürmen vorbei, bevor wir uns ins auto setzten und weiterfuhren.

weiterreise

Der nächste stop war in Aalen das römermuseum. Auf dem Gebiet des grössten reiterkastells (kaserne) nördlich der Alpen zeigte das Museum die ausgrabungsfunde und stellte sie in den gesamtzusammenhang.  Der Rundgang begann im 2.stock und wir bemerkten sehr schnell, dass heisse Luft steigt – die Temperatur war unerträglich. Die konzentration liess merklich nach und ausser bereits bekannten Ausstellungsstücken wie Spiel-Chips und Würfel waren wir nicht weiter aufnahmefähig.

römische funde

Der untere Stock war zwar etwas kühler, doch wir schafften es nicht mehr, die Informationen zu verarbeiten. So streiften wir noch kurz in die ruinen (bild) und die rekonstruierte kaserne (ohne bild) und dann verliessen wir das Museum.

römische ruinen

Bei dieser hitze suchten wir nach einer kühleren alternative. Nach 10 Minuten standen wir vor dem schaubergwerk „tiefer stollen“ und schafften es aauf den letzten Zug um 16h.

grubenbahnchauffeur

Gleich nach der Einfahrt mit der Grubenbahn in den Stollen senkte sich die Temperatur auf die verbrochenen 11 C. so entspannten wir uns unter den umhängen und helmen.

abgekühlt

nach einer kurzen fahrt mit der grubenbahn stiegen wir aus und es ging zu fuss weiter.

grubenwanderung

An der Decke sahen wir die angekündigten Tropfsteine und die verrosteten alten werkzeuge und abbauunterstützung.

bergwerkschrott

Wir lauschten gespannt den Ausführungen der „expeditionsleiterin“, die heute offensichtlich bereits mehrere Führungen hinter sich hatte. Nichts desto trotz waren die Fakten spannend und wir wären gerne noch länger in der kühlen luft geblieben, doch wir wurden wieder hinausgefahren.

schienenweg

auf der weiteren strecke richtung süden begann es endlich zu regnen, die abkühlung war bitter nötig!

regen