aus der stadt mit dem schneemobil

unser plan, für 2 tage nach oqaatsut zu fahren, fiel ins eis, so dass wir wir weitere aktivitäten in ilulissat suchten. eine spezielle art des entdeckens gönnten wir uns am freitag abend: eine schneemobil tour zu den nordlichtern. die gefährte waren etwas ausserhalb geparkt und wir erhielten eine kurze instruktion.

bereit!der erste stop war auf einer hochebene und wir sahen die nordlichter tanzen, obwohl es gar noch nicht richtig dunkel war.

nordlichterda es die letzte tour der saison war, entschied der guide, dass wir weiter als üblich fahren würden. wir stoppten und liefen noch ca. hundert meter, bis wir von dem aussichtspunkt in den fjord schauen konnten. unser guide erzählte, dass er hier auch schon übernachtet hätte im zelt.

schneemobiltour es war zwar dunkel, doch nachdem sich die augen gewöhnt hatten, erkannten wir die esberge. Die nordlichter waren hier nicht mehr ganz so stark, aber wir genossen die ruhe, den tee, die kekse und den weitblick.

selbstportraitdank den warmen kleidern fühlte ich die kälte überhaupt nicht mehr – endlich konnte ich nordlichter einfach so geniessen!

nordlichterauf der rückfahrt war es dann wirklich dunkel und es war gut, einen vorfahrer zu haben.

strassen in der nachtdann sahen wir die lichter von ilulissat wieder auftauchen und wir erreichten sehr schnell den parkplatz. spät waren wir wieder in ilulissat und wir fielen anschliessend (um 2:30h) glücklich ins bett.

durch die nachtnach diesem positiven erlebnis waren wir hocherfreut, als wir hörten, dass für sonntag nachmittag eine zusätzliche tages-schneemobiltour organisiert würde. vor unserer nachmittags schneemobilfahrt wärmten wir uns mit einer heissen schoggi im hotel icefjord und wurden zeuge von grönländischer bootsfahrkunst.

bootsfahrkunstdrei kleine boote kämpften sich gemeinsam durch die schollen und eisberge kämpften. fasziniert schauten wir zu, wie sie die schollen mit den booten anfuhren und zur seite schoben, damit alle drei durchkamen. für uns war selbst mit dem überblick nicht klar, welcher weg der einfachste sein könnte, doch nach 5 minuten waren alle boote durch.

kangierenwir freuten uns sehr, dass wir wieder den gleichen guide hatten wie bei der nachttour. Erst gab er uns als ziel oqaatsut an, worüber wir uns sehr freuten. auf halber strecke meinte er, dass er sich heute abenteuerlich fühle und schon so oft in oqaatsut gewesen sei, dass wir an einen anderen ort fahren würden. wir waren gespannt! die vielseitige nutzung der pfade erlebten wir so hautnah – an einer kuppe kamen uns hundeschlitten entgegen und wir hatten die perfekte foto position. die vortrittsregelung erkannten wir schnell: erste prio hatten hundeschlitten und dann die schneemobile. fussgänger stellten sich irgendwo an die seite, wenn ein anderes gefährt kam. (ja, es gab auch fussgänger, und zwar nicht nur in der nähe der orte.)

gegenverkehr den ersten teil des weges kannten wir schon von unserer wanderung im sommer 2013 und der schlittenhundefahrt, wobei wir bei letzterer nicht wirklich viel gesehen hatten. wir hielten hinter dem flughafen um den fjord zu überblicken. dort sahen wir die zahlreichen „strassen“ in die verschiedenen richtungen.

wege über den fjorddann bogen wir am ende des fjords hinter dem flughafen nach rechts auf eine hochebene mit einem zugefrorenen see.

freie fahrtBeim zweiten stop konnten wir das schwarzeis aus nächster nähe betrachten. es schien sehr dick und hatte spalten drin.

eissternbeim genauen betrachten konnten wir die verschiedenen schichten erkennen, d.h. die spalten gingen nie durch das ganze eis, sondern nur durch einzelne schichten.

schwarzeisan einer stelle entdeckte ich sogar eingeschlossene blasen.

bubbleswährend unser guide mühelos darauf herumlief, setzte dani sich schwungvoll auf den hintern und als mir der guide aufs eis half, blies der wind so stark von hinten, dass ich einfach wegrutschte – nach einem meter entschloss ich mich zur notbremse durch hinfallen. die gepolsterten kleider waren definitiv unbezahlbar!(jubelpose nach dem erfolgreichen aufstehen)

teletubbiegut auf einem schneefeld geparkt konnten wir für das bild posieren.

eingepacktder wind blies die trockenen schneekristalle übers eis, an ungeschützten stellen schnitten sie richtig in die haut. somit war klar, dass das schwarze eis vor allem auch durch den wind freigeblasen wurde.

schwarzeisdas schneemobil eignete sich auch gut als stütze für ein foto. (auf dem bild ist dani eindeutig zu erkennen)

mit dem gefährtvor der weiterfahrt instruierte uns der guide, dass es auf dem blanken eis auch mit dem schneemobil rutschig sein kann, d.h. es empfiehlt sich, auf den schneespuren zu bleiben.

schwarzeisdann fuhren wir weiter über die hochebene zu einer weiteren wasserfläche, die jedoch sehr gut zugeschneit war.

immer hinterherdort legten wir eine kurze pause ein – mit heisser schokolade, keksen und dem blick in die weite.

pausensee

unser guide schien den ausflug wirklich zu geniessen, denn wir fuhren auch ein stück durch schnee ohne spuren – offroad sozusagen.

neuer weg auf dem rückweg fuhren wir wieder über den fjord gleich hinter dem flughafen und sahen von weitem einen eingeschlossenen eisberg.

heimwärtswir merkten, dass wir wieder näher an die stadt kamen, denn das verkehrsaufkommen nahm zu. wir überholten die hundeschlitten (eindeutig keine touristenfahrten) mit gebührendem abstand auf dem fjord.

autobahnwir kamen dem eingeschlossenen eisberg näher. wir waren ziemlich erstaunt, auf dem weg einen mann zu treffen, der ganz selbstverständlich zu fuss über das weite eis lief.

verkehrsteilnehmer beim fahren mit den hundeschlitten konnten wir uns nicht vorstellen, dass ein ausflug mit den schneemobilen in die landschaft passt, haben wir bei diesen beiden ausflügen verstanden, dass es ein fantastisches transportmittel ist, um in kürzerer zeit etwas mehr von der gegend zu sehen und dass diese schneemobile für die leute das sind, was tolle autos für uns sind. die route selbst kann ich gar nicht mehr genau nachvollziehen, doch sie könnte etwa so ausgesehen haben: